
Beim Zürcher Derivate-Spezialisten Leonteq kommt es vorerst nicht zum geplanten Wechsel im VR-Präsidium. Der Anfang März nominierte Felix Oegerli wird sich an der Generalversammlung vom 1. April 2026 nicht zur Wahl stellen, wie das Unternehmen mitteilte. Hintergrund ist der Rückzug der Ankeraktionärin Raiffeisen, die einen grossen Teil ihrer Position an eine Aktionärsgruppe verkauft, der Oegerli angehört.
Aus Gründen der Corporate Governance hat Oegerli entschieden, sich bis zum Abschluss dieser Transaktion und dem Erhalt der erforderlichen regulatorischen Genehmigungen nicht zur Wahl zu stellen. Die Genehmigungen werden zu einem späteren Zeitpunkt erwartet. Damit verschiebt sich die ursprünglich vorgesehene Wahl eines neuen Präsidenten auf unbestimmte Zeit.
Stattdessen hat sich der amtierende VR-Präsident Christopher Chambers bereit erklärt, sich an der Generalversammlung zur Wiederwahl zu stellen und das Präsidium während einer Übergangsphase weiterzuführen. Auch Vizepräsident Philippe Weber bleibt vorerst im Amt. Beide werden sich "für eine Übergangszeit" zur Wiederwahl stellen, und zwar bis zum Abschluss der Transaktion. Dementsprechend soll noch in diesem Jahr eine ausserordentliche Generalversammlung zur Wahl eines neuen Präsidenten stattfinden.
Parallel zu diesen Entwicklungen baut Leonteq seinen Verwaltungsrat um. Der Generalversammlung werden Barbara Heller und Jürg Steiger als neue unabhängige Mitglieder des Verwaltungsrats vorgeschlagen. Gleichzeitig wird sich die bisherige Verwaltungsrätin Susana Gomez Smith nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Falls Heller und Steiger gewählt werden, wird der Verwaltungsrat künftig aus sieben unabhängigen Mitgliedern bestehen. Die ordentliche Generalversammlung findet am 1. April 2026 statt.

Niederösterreich treibt die Elektrifizierung seines Regionalverkehrs mit Batterietechnik voran. Mobilitätsminister Peter Hanke, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verkehrslandesrat Udo Landbauer haben die Finanzierung von sieben weiteren Akkutriebzügen für die Regionalbahnen des Bundeslands fixiert. Die neuen Fahrzeuge vom Typ Cityjet FLIRT Akku werden im Rahmenvertrag von den Österreichischen Bundesbahnen bei Stadler Rail bestellt und sollen mit dem Fahrplan 2028/2029 in Betrieb gehen.
Die Investitionssumme für die zusätzlichen Züge liegt bei rund 63 Millionen Euro und wird über die Personenverkehrssparte der ÖBB abgewickelt. Die Finanzierung der Verkehrsdienste teilen sich Bund und Land: Der Bund übernimmt etwa 70 Prozent der Kosten, Niederösterreich rund 30 Prozent. Bereits ab 2028 sollen insgesamt 16 Akkutriebzüge schrittweise auf der Kamptal- und der Kremserbahn zwischen St. Pölten und Horn eingesetzt werden; zudem ist der Einsatz auf der Erlauftalbahn im Mostviertel vorgesehen.
Die FLIRT-Akkuzüge verfügen nach Angaben des Landes unter anderem über Klimatisierung und barrierefreie Einstiege. Verantwortliche sprechen von einer deutlichen Qualitätsverbesserung für Fahrgäste, insbesondere für Pendlerinnen und Pendler, die von mehr Komfort und verlässlicheren Verbindungen zwischen Wohn- und Arbeitsort profitieren sollen. Landeshauptfrau Mikl-Leitner verweist zudem auf die erwarteten Impulse für den Tourismus in Kamptal, Krems und Erlauftal, da besser ausgebaute Bahnangebote Ausflugs- und Urlaubsregionen leichter erreichbar machten.
Aus klimapolitischer Sicht setzen die Partner auf einen schrittweisen Ersatz der bisher eingesetzten Dieseltriebwagen. Laut Mobilitätsminister Hanke reduziert der Betrieb mit Akku-Zügen den CO₂-Ausstoß im Regionalverkehr pro Jahr um rund 1.200 Tonnen und spart etwa eine halbe Million Liter Diesel ein. Das Ministerium sieht darin einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Regionalverkehrs und zur Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum Niederösterreichs, während das Land die Beschaffung als klares Bekenntnis zum Erhalt und zur Modernisierung seiner Regionalbahnen wertet.