Die Fluglinie People’s passt ihr Angebot auf der Verbindung zwischen dem Bodensee-Airport Altenrhein in der Schweiz und Wien aufgrund sinkender Passagierzahlen an. Ab dem Sommerflugplan 2027 wird die bisherige Embraer 170, bekannt als „Laura“, durch eine Dornier Do 328-100 ersetzt. Der im Jahr 2006 an Finnair ausgelieferte Jet ist bereits 20 Jahre alt und wird im Zuge einer anstehenden Routine-Wartung endgültig ausgemustert.

Der Wechsel auf die kleinere Maschine bringt signifikante technische Änderungen mit sich. Während die Embraer 170 über 76 Sitzplätze verfügte, bietet die neue Dornier-Turboprop lediglich 37 Plätze. Die Geschwindigkeit reduziert sich von rund 870 auf 620 Kilometer pro Stunde, und die Reichweite sinkt von 3.900 auf 1.300 Kilometer. Das Unternehmen betont jedoch, dass die neue Kabine besser zur aktuellen Nachfrage passt und der CO2-Ausstoß geringer ausfallen wird.

Hintergrund der Entscheidung ist ein massiver Rückgang der Nutzerzahlen seit der Corona-Pandemie. Vor der Pandemie verzeichnete die Strecke rund 90.000 Passagiere, während die Zahl aktuell bei nur noch etwa 45.000 liegt. Um die Betriebszuverlässigkeit zu erhöhen, kooperiert People’s mit der deutschen Gesellschaft Private Wings, welche acht baugleiche Dornier 328-100 betreibt. Die Flugfrequenz wird angepasst: Ab Ende März 2027 wird Wien werktags dreimal statt zweimal angeflogen; sonntags sind zwei Flüge geplant.

Die Umstellung hat spürbare Auswirkungen auf die Belegschaft der People’s-Gruppe, die insgesamt 130 Personen beschäftigt. Da die Dornier-Maschine nur noch drei Besatzungsmitglieder benötigt, fallen sechs Stellen beim Flugpersonal weg. Das Unternehmen strebt sozialverträgliche Lösungen an und plant den Abbau der Stellen nach Möglichkeit über natürliche Fluktuationen. Bis zum Start des neuen Flugplans am 28. März wird die Schweizer Helvetic Airways mit einer Embraer 190 einspringen, wobei diese Maschine aufgrund der Startbahn in Altenrhein nie voll ausgelastet werden kann.