Der Gründer der Signa-Holding, René Benko, steht erneut vor Gericht in Innsbruck. Die Verhandlungen finden am Mittwoch und Donnerstag statt, nachdem das Immobilien- und Detailhandelsreich des österreichischen Investors zusammengebrochen ist. Die Signa-Holding sowie mehrere Tochtergesellschaften befinden sich derzeit in einem Insolvenzverfahren.

Im Zentrum der aktuellen rechtlichen Auseinandersetzung steht der Vorwurf des schweren Betrugs. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wirft Benko vor, die Privatstiftung des Industriellen und Signa-Investors Hans Peter Haselsteiner betrogen zu haben. Es geht dabei um eine Summe von rund fünf Millionen Euro.

Neben den Vorwürfen im Zusammenhang mit der Haselsteiner-Stiftung rückt ein weiteres Detail in den Fokus der Ermittlungen. In den Verhandlungen wird unter anderem ein teures Jagdgewehr thematisiert. Die Justiz prüft, inwiefern diese Sachverhalte mit den anderen Vorwürfen gegen den Investor verknüpft sind.

René Benko selbst bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des Betrugs. Die Proceedings in Innsbruck sollen klären, ob der Signa-Gründer tatsächlich unrechtmäßig Gelder der Stiftung erschlichen hat. Das Verfahren erfolgt vor dem Hintergrund des massiven finanziellen Zusammenbruchs seines Geschäftsimperiums.