Der oberösterreichische Landesrechnungshof (LRH) hat die Umsetzung von vier Verbesserungsvorschlägen für den Linzer Flughafen bewertet. Nur eine dieser Empfehlungen, die Abstimmung der Flughafenstrategie zwischen den Fachbereichen des Landes, wurde bereits vollständig realisiert. Die anderen drei Maßnahmen befinden sich derzeit in unterschiedlichen Stadien der Umsetzung oder stehen erst am Anfang.
Zwei der Vorschläge, darunter die Entwicklung einer neuen Strategie für den Airport sowie der Ausbau von Synergien mit dem Militärflugbetrieb des Bundesheeres, sind in Arbeit. LRH-Direktor Rudolf Hoscher betonte in diesem Zusammenhang, dass Synergien konsequent gehoben und Kosten verursachergerecht zugeordnet werden müssen. Bezüglich der vierten Empfehlung, den Flughafen in den offiziellen Strategien des Landes zu berücksichtigen, wurden bislang lediglich erste Schritte unternommen.
Diese Überprüfungen folgen auf eine kritische Analyse aus dem Herbst 2025, bei der der Landesrechnungshof ein vernichtendes Urteil fällte. Die Prüfer prognostizierten damals einen erheblichen zusätzlichen Kapitalbedarf von bis zu 45 Millionen Euro bis zum Jahr 2035. Die aktuelle Prüfung fällt im Vergleich dazu milder aus, da die ersten Maßnahmen zur Verbesserung eingeleitet wurden.
Die politische Reaktion auf die Ergebnisse ist gespalten: Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) sieht darin eine Bestätigung für die eingeleiteten Schritte, während FPÖ-Klubchef Thomas Dim die Optimierung der Synergien mit dem Bundesheer fordert. SPÖ, Grüne, Neos und MFG kritisieren hingegen, dass trotz erster Schritte noch viele Fragen offen seien. Parallel dazu kämpft der Flughafen mit sinkenden Nutzerzahlen; in den ersten drei Quartalen dieses Jahres sank die Passagierzahl um 13 Prozent auf 197.000 Personen.



