Die Golf-Serie LIV stellt ihren Spielbetrieb nach knapp fünf Jahren endgültig ein. Die Tour wurde 2022 mit massiven Milliardensummen aus Saudi-Arabien gegründet, um den globalen Golfsport zu verändern. Geschäftsführer Scott O‘Neil bezeichnete die Zeit als anspruchsvoll, inspirierend und zeitweise herausfordernd, betonte jedoch, dass die Erfahrung „immer lohnend“ gewesen sei und es „Spaß gemacht“ habe.

Der Zusammenbruch wurde durch den Rückzug eines neuen Hauptsponsors beschleunigt, der die finanzielle Krise hätte abwenden sollen. BC Partners Credit hatte zuvor geplant, bis zu 300 Millionen US-Dollar in eine Neuauflage der Tour zu investieren. Die ursprünglichen Pläne sahen vor, im Jahr 2027 mindestens zehn Turniere auszutragen, doch die Unterstützung der Top-Stars fehlte nun vollständig.

Prominente Golfer wie Jon Rahm, Sergio Garcia, Louis Oosthuizen und Tyrrell Hatton erklärten deutlich, dass sie bei einer potenziellen „LIV 2.0“ nicht mitwirken würden. Zwar gingen Konkurrenzserien wie die PGA Tour und die DP World Tour davon aus, dass bis zu 30 Spieler in der Liga geblieben wären, doch ohne Namen wie Rahm und Co. fehlte der nötige Marktwert. Zuvor waren Stars wie Dustin Johnson, Brooks Koepka, Bryson DeChambeau und Phil Mickelson sowie der Österreicher Bernd Wiesberger für hohe Summen geworben worden.

Die existenzielle Krise begann im April, als der saudi-arabische Staatsfonds (PIF) seine Strategie änderte und die Finanzierung nach der Saison 2026 beendete. Im September stellte LIV Golf daraufhin einen Insolvenzantrag. Insgesamt soll der PIF die Golfserie über die Jahre mit rund fünf Milliarden Dollar unterstützt haben, was den massiven Umfang der finanziellen Aufwendungen unterstreicht.