Finanzminister Markus Marterbauer bereitet seine Übernahme der Vizekanzlerschaft mit Jahreswechsel vor, nachdem er seine Chemotherapie gut überstanden hat. Dieser Wechsel markiert eine potenzielle Zäsur für die größte Bundesregierung aller Zeiten, da Marterbauer die Chance für einen "Spar-Start" nutzen könnte. Es wird spekuliert, dass zwei Staatssekretariate gestrichen und mehrere Ministerien ausgetauscht werden könnten, um ein Zeichen des Sparens zu setzen.
Besonders die SPÖ stünde dabei unter Druck, da Marterbauer den Rotstift zuerst bei den Roten ansetzen könnte. Andreas Babler wird voraussichtlich nicht Medienminister bleiben, während die Suche nach einem geeigneten Versorgungsposten für den Ex-Bürgermeister von Traiskirchen noch läuft. Zudem gibt es Spekulationen über neue Besetzungen im Justiz- und Sozialministerium, was auf eine umfassende personelle Neuausrichtung hindeutet.
Im Bereich der Staatssekretariate ist die Position von Michaela Schmidt, der Regierungskoordinatorin im Medienministerium, gefährdet. Marterbauer hat das Recht, sein Team frei auszuwählen und könnte eine eigene Koordinatorin ins Finanzministerium holen. Während Ulrike Königsberger-Ludwig in der Gesundheit ein ganzes Ex-Ministerium abdeckt, gilt Jörg Leichtfried im Innenministerium als Wackelkandidat für seinen Posten.
Auch innerhalb der Parteizentrale der SPÖ sowie bei der ÖVP werden Veränderungen erwartet. Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim soll weichen oder entmachtet werden, während bei der ÖVP Elisabeth Zehetner im Wirtschaftsministerium als größte Wackelkandidatin gilt. Im Gegensatz dazu bleibt Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll gesetzt, und die NEOS werden laut Berichten ihren einzigen Staatssekretär Sepp Schellhorn nicht aufgeben.



