Der Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hat die letzte Phase seiner Chemotherapie gegen ein Lymphom erfolgreich hinter sich gebracht. Aus seinem Büro hieß es, dass er die Behandlung gut überstanden habe. Nach dem Abschluss der intensiven Therapiephase folgt nun eine sogenannte Erhaltungstherapie, um den gesundheitlichen Zustand zu stabilisieren.

Mit dem Ende der Chemotherapie startet nun das sogenannte „Projekt Vizekanzler“. Wenn der geplante Zeitplan eingehalten wird, soll Marterbauer mit Beginn des neuen Jahres die Funktion des Vizekanzlers von Andreas Babler übernehmen. Ob diese Personalie mit einer umfassenderen Regierungsumbildung einhergeht, lässt der 61-jährige Minister derzeit noch offen.

Bereits in der vergangenen Ferienwoche nahm Marterbauer erste Termine in seinem Büro wahr, inklusive einer ausführlichen Besprechung mit seinem Team. Für die kommende Woche ist ein voller Terminkalender angesetzt, der am Dienstag mit einer Pressekonferenz zu digitalen Belegen gemeinsam mit Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) beginnt. Zudem stehen der traditionelle Ministerrat am Mittwoch sowie Abendtermine beim Senat der Wirtschaft am Donnerstag an.

Hinter den Kulissen wird spekuliert, dass sowohl die SPÖ als auch die ÖVP die anstehenden Wechsel für politische Rochaden nutzen könnten. Beobachter gehen davon aus, dass beide größeren Regierungsparteien im Zuge eines Neustarts jeweils ein Staatssekretariat „opfern“ könnten. Über den weiteren Verbleib von Andreas Babler in der Regierung muss Marterbauer selbst noch eine Entscheidung treffen.