
Die PORR AG, einer der führenden Baukonzerne Österreichs, hat für das Geschäftsjahr 2025 vorläufige Zahlen vorgelegt, die ein historisch starkes Ergebnis zeigen. Trotz eines geopolitisch schwierigen Umfelds und einer sich nur langsam erholenden Baukonjunktur verzeichnete das Unternehmen in allen Kernbereichen signifikantes Wachstum. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 24 Prozent auf 197 Millionen Euro, während der Umsatz auf 6,3 Milliarden Euro wuchs. Die Produktionsleistung erreichte mit 6,8 Milliarden Euro ein Rekordniveau, wie das Unternehmen in Wien mitteilte.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung des Auftragsbestands, der per 31. Dezember 2025 um 11,7 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro gestiegen ist und damit deutlich über dem Wert einer Jahresleistung liegt. Die Auftragseingänge erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 14,1 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Großprojekte aus dem Segment Infrastruktur International sowie aus Rumänien, Polen und Tschechien trugen maßgeblich zu diesem Wachstum bei. Der Tiefbau- und Infrastrukturbereich erwies sich als wesentlicher Treiber der positiven Entwicklung.
Ein weiterer Erfolg für das Unternehmen war der Aufstieg in den Austrian Traded Index (ATX), der die 20 größten und liquidesten Unternehmen Österreichs umfasst. Dieser Schritt erfolgte nach einer ausgezeichneten Kursentwicklung, bei der sich der Aktienkurs der PORR in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelte. Zudem vervierfachte sich das Handelsvolumen der Aktie an der Wiener Börse. PORR-CEO Karl-Heinz Strauss zeigte sich erfreut über diese Entwicklung und betonte, dass die Erfolge in der Bauwirtschaft auch am Kapitalmarkt honoriert würden.
Die starke Performance basiert zu 98,4 Prozent auf den sieben Heimmärkten des Unternehmens: Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei und Rumänien. Österreich bleibt dabei der größte Heimmarkt. Analysten der Montega AG haben die Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 46 Euro bewertet, da das operative Ergebnis die Erwartungen deutlich übertroffen habe. Die vorläufigen Zahlen bilden eine solide Basis für das kommende Jahr, wie das Unternehmen betont.
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Wohnen in Österreich ist zum Jahresende 2025 erneut teurer geworden. Laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria stiegen die durchschnittlichen Wohnkosten für Hauptmietwohnungen im vierten Quartal auf 10,4 Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten. Ein Jahr zuvor hatte der Quadratmeter noch 9,9 Euro gekostet. Damit legten die Wohnkosten binnen zwölf Monaten um 4,6 Prozent zu; gegenüber dem dritten Quartal ergibt sich ein Plus von 1,6 Prozent. Die Marke von zehn Euro pro Quadratmeter wurde damit nicht nur erreicht, sondern übers Jahr 2025 hinweg durchgehend überschritten.
Im Schnitt zahlten Haushalte für eine Hauptmietwohnung im Schlussquartal 2025 monatlich 686,8 Euro. Im vierten Quartal 2024 waren es noch 662,9 Euro. Von den aktuellen Gesamtkosten entfielen 172,5 Euro auf Betriebskosten, das entspricht rund 2,6 Euro pro Quadratmeter. Diese Betriebskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorquartal um 1,3 Prozent. Die reinen Mietkosten lagen bei 7,8 Euro pro Quadratmeter. Nach Angaben von Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk bewegen sich die Durchschnittsmieten damit seit Jahresbeginn 2025 konstant im zweistelligen Euro-Bereich, wenn man die Betriebskosten einrechnet.
Die Auswertung basiert auf hochgerechnet rund 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich. Knapp 40 Prozent davon entfallen auf Genossenschaftswohnungen, rund 15 Prozent auf Gemeindewohnungen. Etwa ein Drittel (31,2 Prozent) der Mietverhältnisse wird auf dem privaten Markt frei vereinbart. 13,4 Prozent der Mieterhaushalte zahlen einen Richtwertmietzins, weitere 1,3 Prozent unterliegen dem sogenannten Kategoriemietzins. Diese Struktur spiegelt sich regional unterschiedlich wider: In Wien ist der Anteil an Richtwertmieten mit 21,0 Prozent am höchsten, gleichzeitig ist hier der Anteil privater Hauptmieten auf dem freien Markt mit 22,0 Prozent am niedrigsten.
In anderen Bundesländern dominieren andere Mietformen. In Vorarlberg, Tirol und Salzburg überwiegen private Mietverträge auf dem freien Markt; Vorarlberg kommt hier auf einen Anteil von 55,4 Prozent, Tirol auf 52,0 Prozent und Salzburg auf 48,0 Prozent. Im Burgenland und in Oberösterreich stellen dagegen Genossenschaftswohnungen die Mehrheit: 70,4 Prozent der Hauptmietwohnungen im Burgenland und 58,5 Prozent in Oberösterreich entfallen auf diese Kategorie. Auch bei den absoluten Kosten zeigen sich Unterschiede: Laut Statistik Austria liegen die Wohnkosten pro Quadratmeter in Salzburg mit 12,2 Euro am höchsten, im Burgenland mit 7,7 Euro am niedrigsten. Insgesamt belegen die Daten, dass die Mietbelastung österreichweit zunimmt – wenn auch auf einem unterschiedlichen Ausgangsniveau je nach Region und Mietform.