OpenAI erweitert die Möglichkeiten von ChatGPT durch die Einführung des Bildmodells Images 2.6, das nun die Erstellung animierter GIFs erlaubt. Nutzer können Animationen basierend auf Textprompts, Fotos oder Skizzen generieren und die Geschwindigkeit sowie einzelne Frames nachträglich bearbeiten. Laut OpenAI bieten GIFs sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen eine verspielte Kommunikationsform, die von persönlichen Reaktionen bis hin zu Produktbildern reicht.

Parallel dazu führt der Konzern einen Speicher für Referenzbilder ein, um die Konsistenz von Figuren und Markendetails über mehrere Bilder hinweg zu gewährleisten. Für Entwickler stehen zwei neue Modelle über die Programmierschnittstelle bereit: GPT-Image-2.6 Flare, das Bilder in sechs Sekunden erzeugt, und GPT-Image-2.6 Sunburst für höhere Qualität. Zudem ist ein Export als SVG-Vektorgrafik möglich, was die Integration in Websites und Apps erleichtert.

Die strategische Neuausrichtung erfolgt acht Monate nach der Einstellung von Sora, der KI-Video-App, die unter anderem wegen Deepfakes in der Kritik stand. Während der Video-Markt derzeit von Anbietern wie Higgsfield, Runway und Googles Veo dominiert wird, besetzt OpenAI mit den weniger komplexen GIFs eine Nische für soziale Netzwerke. Damit tritt das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu etablierten Plattformen wie Googles Tenor und Giphy, dem Bildarchiv von Shutterstock.

Das Volumen der Bildgenerierung steigt kontinuierlich an; OpenAI gibt an, dass wöchentlich über 4 Milliarden Bilder erstellt werden, gegenüber 3 Milliarden im September. Trotz des Wachstums bleibt der Wettbewerb intensiv, da Konkurrenten wie Google mit Nano-Banana-Modellen in Gemini und Meta mit Muse Image in Instagram ebenfalls Bildlösungen anbieten. Gleichzeitig wirft die Kombination aus Referenzfotos realer Personen und Animationen neue Fragen zur Sicherheit und zur Erzeugung von Deepfakes auf.