Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat Ermittlungen gegen den ehemaligen Chef der Wirtschaftskammer Österreichs (WKÖ), Harald Mahrer, eingeleitet. Im Zentrum der Untersuchungen steht der Verdacht der sogenannten „Vorteilsannahme zur Beeinflussung“. Laut einem Bericht des „Standard“ vom Donnerstag geht es dabei konkret um eine Luxusuhr, die Mahrer erhalten haben soll.
Das fragliche Geschenk ist eine Uhr der Marke Patek Philippe, deren Wert auf 47.580 Euro beziffert wird. Der Investor Florian Fritsch soll der Mahrer diese Uhr geschenkt haben. Die Ermittlungsbehörden prüfen nun, ob durch dieses Geschenk unzulässige Gefälligkeiten erkauft wurden.
Der Kern des Vorwurfs liegt in der Vermutung, dass die Uhr als Instrument diente, um den damaligen Wirtschaftskammer-Chef zu beeinflussen. Es wird untersucht, inwiefern der Investor Fritsch durch die Zuwendung einen Vorteil in seinen geschäftlichen oder politischen Belangen erstreben wollte. Dies steht im Fokus der aktuellen Ermittlungsstrategie der WKStA.
Gegenüber den Vorwürfen hat sich die Seite von Harald Mahrer jedoch bereits ausgesprochen. Sein Anwalt dementierte die Behauptungen laut den Medienberichten. Die rechtliche Aufarbeitung des Falls wird nun durch die zuständige Staatsanwaltschaft vorangetrieben.



