81 % der Lagerverwalter wünschen sich KI. Nur 11 % nutzen es

29.07.2026

Eine Umfrage unter 400 Fachkräften aus den Bereichen Lager und Betrieb, die mit fast 4.000 tatsächlichen Kundendaten aus der inFlow Inventory-Software abgeglichen wurde, deutet auf eine sich vergrößernde Kluft zwischen der Technologie, die sich die Betreiber wünschen, und den Tools hin, die sie tatsächlich nutzen. Und auch im Jahr 2026 ist die Tabellenkalkulation nach wie vor das Werkzeug, mit dem das Lager gesteuert wird – selbst in Milliardenunternehmen.

TORONTO, 29. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Lagerbetreiber wünschen sich mehr denn je den Einsatz von KI im Lager. Fast keiner von ihnen nutzt es. So lautet die Überschrift des Berichts State of Inventory Management 2026 einer neuen Studie von inFlow Inventory, die auf einer Umfrage unter 400 Fachleuten aus dem Bereich Betriebsabläufe in 33 Branchen basiert.

81% of inventory operators want AI, but only 11% currently use it.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

  • Großes Interesse an KI, geringe Verbreitung: 81 % wünschen sich KI; nur 11 % nutzen sie derzeit.
  • Tabellenkalkulationen dominieren: 85 % nutzen Tabellenkalkulationsprogramme als Hauptwerkzeug, darunter 53 % der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern.
  • Das Zufriedenheitsparadoxon: 92 % sind zufrieden, dennoch nennen 49,5 % die Bestandsgenauigkeit als wichtigsten Verbesserungsbereich.
  • Häufige Lieferengpässe: Bei 44 % ist mindestens einmal im Monat der Vorrat aufgebraucht.
  • Umfassender Kostendruck: Material, Fracht und Arbeitskosten liegen als größte Kostenfaktoren nahezu gleichauf.

In der Umfrage gaben 81 % der Betreiber an, dass sie KI in ihren Bestands- oder Lagerabläufen einsetzen möchten, während derzeit nur 11 % KI-Tools in ihrer täglichen Arbeit nutzen. Um diese Nachfrage in einen Zusammenhang zu setzen: 81 % entspricht dem Anteil der Betreiber, die bereits Barcode-Scanner einsetzen – eine der etabliertesten Technologien im Lagerbetrieb. Das Interesse an KI ist mittlerweile ebenso weit verbreitet wie der Einsatz eines Tools, das die meisten Betreiber als Standard betrachten.

Der Bericht zeigt zudem auf, welche Aufgaben sich die Betreiber von KI wünschen. Anstelle von Chatbots oder Dashboards konzentrieren sich ihre Anfragen auf einen einzigen Anwendungsfall: Bedarfsprognosen und automatisierte Nachschubplanung oder Software, die anhand der bisherigen Verkaufszahlen Empfehlungen dazu gibt, welche Artikel wann nachbestellt werden sollten.

„Das Interesse ist echt, aber es wartet darauf, dass die entsprechenden Möglichkeiten nachziehen", sagte Jared Plumb, Lead Content Creator bei inFlow und Co-Moderator des Podcasts „Secret Life of Inventory". „Die Betreiber verlangen keine allgemeine Intelligenz. Sie wünschen sich ein Tool, das ihnen sagt, was sie wann kaufen sollen, und die meisten Systeme, die sie heute nutzen, sind dazu noch nicht in der Lage."

Woher kommt also diese Diskrepanz? Wenn Betreiber ihre Bedenken hinsichtlich der Einführung neuer Technologien nennen, stehen die Kosten mit 62 % an erster Stelle. Zweifel hinsichtlich der Kapitalrendite liegen mit 21,5 % ganz am Ende der Rangliste. Die Botschaft ist klar. Die Betreiber stellen nicht in Frage, ob KI funktioniert; sie wägen ab, ob sie sich deren Einführung leisten können.

Excel wird nach wie vor im Lager eingesetzt, selbst auf Unternehmensebene

Der häufigste Befund im gesamten Bericht ist zugleich auch der einfachste: Die Tabellenkalkulation ist nach wie vor unschlagbar. Im Rahmen der Umfrage gaben 85 % der Betreiber an, Tabellenkalkulationen als primäres Instrument zur Bestandsverwaltung zu nutzen, und 74 % stützen sich ausschließlich oder hauptsächlich darauf, ohne dass spezielle Software zum Einsatz kommt.

Und das ist nicht nur eine Angewohnheit kleiner Unternehmen. Unter den Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern arbeiten 53 % nach wie vor hauptsächlich mit Tabellenkalkulationen, was darauf hindeutet, dass die Abhängigkeit von Tabellenkalkulationen nicht auf kleine Unternehmen beschränkt ist, sondern branchenweit die Regel darstellt.

Das Zufriedenheitsparadoxon

Und hier kommt die Überraschung: Die Betreiber geben an, mit den Systemen sehr zufrieden zu sein, die laut derselben Umfrage jedoch hinter den Erwartungen zurückbleiben. Während 92 % angeben, mit ihrem derzeitigen Bestandsmanagement zufrieden zu sein, nennen fast die Hälfte (49,5 %) die Bestandsgenauigkeit als wichtigsten Verbesserungsbereich, 44 % sind mindestens einmal im Monat von Lieferengpässen betroffen, und 52 % nennen die Zuverlässigkeit der Lieferanten als ihre größte Herausforderung.

Der Bericht führt diesen Widerspruch auf ein in reifen Branchen häufig anzutreffendes Muster zurück: Anwender, die ein System seit Jahren nutzen, bewerten es anhand dessen, was sie kennen, und nicht anhand dessen, was ihnen möglicherweise fehlt. Die Kundendaten von inFlow bestätigen dies. Unternehmen suchen selten nach Lösungen, wenn sie nur leicht frustriert sind; stattdessen wenden sie sich erst dann an uns, wenn sie aufgrund einer steigenden Anzahl von Bestellungen, Artikeln oder Mitarbeitern an ihre Grenzen stoßen – wenn ein System, das einst gut funktionierte, nicht mehr mithalten kann.

Ein dreifacher Druck auf die Kosten

Der Kostendruck im Jahr 2026 hat nicht nur eine einzige Ursache. Als die Betreiber nach ihrem größten Kostendruck im vergangenen Jahr gefragt wurden, verteilten sich die Antworten nahezu gleichmäßig auf Produkt- und Materialkosten (23 %), Fracht- und Versandkosten (23 %) sowie Personalkosten (22 %) – eine der knappsten Dreiteilungen in der Umfrage. Etwa zwei Drittel verzeichneten im Laufe des Jahres einen Anstieg sowohl der Fracht- als auch der Materialkosten, und 84 % kaufen mittlerweile zumindest gelegentlich im Voraus ein, um sich gegen Unsicherheiten abzusichern, was wiederum die Lagerhaltungskosten erhöht.

Warum dies von Bedeutung ist

Der Bericht beschreibt einen Markt, der sich an einem Wendepunkt befindet. Die Betreiber sind erfahren, zufrieden und stehen gleichzeitig unter Kostendruck – eine Kombination, die sie dazu veranlasst, weiterhin manuelle Systeme zu nutzen, bis ein Wachstumsschub einen Wechsel erzwingt. Für Technologieanbieter deckt sich die Schlussfolgerung mit den Erkenntnissen zum Thema KI: Die Akzeptanz hängt weniger davon ab, den Nutzen eines Tools nachzuweisen, als vielmehr davon, die Hürden in Bezug auf Kosten, Umsetzung und Integration zu senken.

Für die Betreiber bieten die Ergebnisse eine klare Chance. Die starke Abhängigkeit von Tabellenkalkulationen und der Wunsch nach einer intelligenteren Nachbestellung lassen vermuten, dass bereits schrittweise Umstellungen auf spezielle Tools die von ihnen am häufigsten genannten Probleme hinsichtlich Genauigkeit und Bestandslücken beheben könnten. Der vollständige Bericht mit detaillierten Ergebnissen zu allen sechs Themenbereichen sowie der vollständigen Erhebungsmethodik ist unter https://inflowinventory.com/blog/state-of-inventory-management-2026 verfügbar.

Methodik

Der Bericht State of Inventory Management 2026  basiert auf einer Online-Umfrage unter 400 Vollzeitbeschäftigten, die in den Bereichen Lagerhaltung, Bestandsmanagement, Lieferkette oder Betriebsabläufe tätig sind. Die Umfrage wurde im März 2026 durchgeführt und von inFlow in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen OvationMR durchgeführt. Die Befragten wurden über Online-Panels rekrutiert und daraufhin überprüft, ob sie einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen; alle 400 haben die Umfrage vollständig ausgefüllt. Die Umfrage umfasste 38 Fragen zu sechs Themenbereichen.

Um die Ergebnisse zu überprüfen, hat inFlow sie mit dem eigenen Kundenfeedback abgeglichen: fast 4.000 strukturierte Beobachtungen, die zwischen Februar und Juni 2026 aus Support-Tickets, Verkaufsgesprächen, aufgezeichneten Anrufen und Kunden-E-Mails von insgesamt 293 Unternehmen gewonnen wurden.

Informationen zu inFlow

inFlow Inventory ist eine Bestandsverwaltungssoftware für kleine und mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Großhandel, Fertigung, Außendienst und Einzelhandel. Weltweit werden in inFlow mehr als 20 Millionen Produkte erfasst. Die Plattform unterstützt Teams dabei, Lagerbestände, Kundenaufträge, Bestellungen und den B2B-Großhandel von einem einzigen Ort aus zu verwalten – dank Integrationen mit Xero, QuickBooks Online, Shopify, WooCommerce und über 95 weiteren Tools. inFlow ist eine Marke von Archon Systems Inc., einem stolzen kanadischen Unternehmen. Erfahren Sie mehr oder starten Sie eine kostenlose Testversion unter https://inflowinventory.com.

Medienkontakt: Jared Plumb, Lead Content Creator bei inFlow Inventory — jared.plumb@inflowinventory.com

85% of operators use spreadsheets as a primary inventory tool, including 53% of companies with 500+ employees.

 

92% say they're satisfied managing inventory, but 44% run out of stock at least once a month.

 

Biggest source of cost pressure is a three-way tie: product 23.2%, freight 22.8%, labor 22.0%.

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Purpurfarbene Busse statt Züge: Deutsche Bahn modernisiert Ostbayerns zentrale Magistrale

15.06.2026

Auf einer der wichtigsten Bahnachsen Ostbayerns ruht für ein halbes Jahr der reguläre Zugverkehr. Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau gestartet und die Verbindung weitgehend voll gesperrt. Von diesem Sonntag an bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Infrastruktur auf rund 120 Kilometern umfassend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt nach Bahnangaben bei rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer.

Die Arbeiten schließen unmittelbar an die seit Anfang Februar laufende Generalsanierung der stark befahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg an, die bis 10. Juli abgeschlossen sein soll. Auf dem Abschnitt bis Passau erneuert die Bahn Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen. Mehrere Stellwerke werden ersetzt oder instand gesetzt, veraltete Relais‑Technik weicht moderner Elektronik. Hinzu kommen eine Eisenbahnüberführung und fünf Personenunterführungen; im Bereich Osterhofen muss an einer Moorstelle nahe der Donau der Untergrund aufwendig verfestigt werden. Acht Bahnhöfe werden modernisiert und mit höheren Bahnsteigen schrittweise barrierefrei ausgebaut – Arbeiten, die bis ins Frühjahr 2027 hineinreichen.

Für Reisende hat die Sanierung gravierende Folgen. Im Nahverkehr richtet die Bahn zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ein dichtes Netz an Schienenersatzverkehr ein. Rund 90 Busse sind auf sechs Linien unterwegs; sie und die Wegweiser sind in auffälligem Purpur gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Im Fernverkehr entfallen die Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau sowie weiter nach Wien komplett. Fahrgäste Richtung Österreich werden auf Verbindungen über München verwiesen, zusätzliche Züge über Mühldorf und Salzburg sowie ein Ersatzbusangebot für Passauer Fernreisende sollen die Auswirkungen abfedern.

Aus der Politik kommt grundsätzliche Unterstützung, zugleich aber auch der Hinweis auf die Belastungen für Region und Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange betonte, wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn wolle, müsse jetzt entschlossen modernisieren; am Ende profitierten Fahrgäste und Wirtschaftsstandort. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach mit Blick auf den kurzen Abstand zur Baustelle Nürnberg–Regensburg von einer zweiten großen Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste und Unternehmen in Ostbayern. Für die Bahn ist der Korridor zwischen Regensburg und Passau zugleich Testfeld für die Strategie, ganze Streckenabschnitte in gebündelten Sperrpausen grundlegend zu erneuern, um langfristig die Pünktlichkeit zu verbessern.