Arclin und BSST treiben den Schutz bei der Kampfmittelbeseitigung der nächsten Generation mit einem neuen EOD-Anzug vor, der mit Kevlar® EXO™ ausgestattet ist

11.06.2026

Ein leichter Schutzanzug für die Kampfmittelbeseitigung bietet fortschrittlichen Schutz vor Splitterverletzungen und entlastet gleichzeitig den Einsatzkräfte

ALPHARETTA, Georgia, 11. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Arclin, ein führendes Unternehmen im Bereich Materialwissenschaften, gab heute seine Zusammenarbeit mit BSST, einem Hersteller von Bombenentschärfungskombis und Körperpanzern, bei der Entwicklung eines EOD-Anzugs (Explosive Ordnance Disposal) der nächsten Generation bekannt, der mit der Kevlar® EXO™-Aramidfasertechnologie ausgestattet ist. Der neue Anzug wurde entwickelt, um Einsätze zur Abwehr von Sprengstoffbedrohungen in einigen der anspruchsvollsten Umgebungen der Welt zu unterstützen. Er vereint fortschrittlichen Splitterschutz mit einem deutlich reduzierten Systemgewicht, um die Mobilität, Ausdauer und Einsatzleistung zu verbessern.

Image of BSST’s next-generation explosive ordnance disposal (EOD) suit featuring Kevlar® EXO™ aramid fiber technology.

Der zertifizierte Sprengstoffbeseitigungsanzug vereint Kevlar® EXO™-Gewebe mit der firmeneigenen Konstruktionsarchitektur von BSST und Kevlar®-Technologien. Der Anzug wurde als Reaktion auf die sich wandelnden Anforderungen der Endnutzer und im Rahmen des kontinuierlichen Engagements von BSST für Innovation entwickelt und bietet eine leichte Lösung, ohne dabei den Schutz vor explosiven Splittergefahren zu beeinträchtigen.

Mit einem Gewicht von etwa 30 Kilogramm (66 Pfund) wiegt das System rund 15 Prozent weniger als viele herkömmliche EOD-Anzüge, die mehr als 35 Kilogramm (77 Pfund) wiegen können. Die Gewichtsreduzierung trägt dazu bei, den Bedienkomfort und die Manövrierfähigkeit bei längeren Einsätzen zu verbessern, während gleichzeitig das hohe Schutzniveau gewährleistet bleibt, das für den Umgang mit Sprengstoffgefahren erforderlich ist.

„Bombenentschärfer arbeiten in Umgebungen, in denen jede Entscheidung zählt und jedes Kilogramm, das sie mit sich tragen, ihre Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann", sagte Steven LaGanke, Global Segment Leader, Defense bei Arclin. „Unsere Zusammenarbeit mit BSST zeigt, wie Innovationen in der Materialwissenschaft dazu beitragen können, Lösungen für den Personenschutz voranzutreiben, die leichter und flexibler sind und den sich wandelnden Anforderungen der heutigen Sicherheits- und Verteidigungsexperten besser gerecht werden. Kevlar® EXO™ CoreMatrix™ wurde entwickelt, um die Grenzen der Splitterschutzleistung zu erweitern, und wir freuen uns darauf, zu sehen, wie es dazu beiträgt, die nächste Generation des EOD-Schutzes zu ermöglichen."

BSST hat sich für Kevlar® EXO™ entschieden, um im Rahmen seiner Bemühungen fortschrittliche Materialien zu erproben, die verbesserte Leistungsmerkmale für moderne EOD-Einsätze bieten. Die Entwicklung wurde vom technischen Team von BSST geleitet und stützte sich auf umfassende Fachkenntnisse in den Bereichen Schutzanzugtechnik und Schutztechnologien.

„Diese Markteinführung stellt einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Schutzes bei der Kampfmittelbeseitigung dar", sagte Heiko Baumann, Technical Director R&D bei BSST. „Durch die Kombination unserer Fachkompetenz im Bereich der Entwicklung von Sprengstoffbeseitigungsanzügen mit den fortschrittlichen Leistungsmerkmalen von Kevlar® EXO™ haben wir eine Lösung geschaffen, die eine der größten Herausforderungen der Branche bewältigt: die Gewichtsreduzierung bei gleichbleibendem Schutz, auf den sich die Einsatzkräfte verlassen. Wir sind stolz darauf, diese Innovation der weltweiten Verteidigungs- und Sicherheitsgemeinschaft vorstellen zu dürfen."

Der neue EOD-Anzug steht für den internationalen Einsatz bereit und wird derzeit in wichtigen Märkten in Europa und Asien eingeführt.

Arclin und BSST werden den Anzug auf der Eurosatory 2026 vorstellen, die vom 15. bis 19. Juni im Messezentrum Paris Nord Villepinte in Paris, Frankreich, stattfindet. Besucher können Arclin in Halle 5, Stand H319 besuchen, um mehr über Kevlar® EXO™ und die Technologien zu erfahren, die die Zukunft des Personenschutzes mitgestalten.

Informationen zu Arclin

Arclin ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Materialwissenschaften und Hersteller von Polymertechnologien, technischen Produkten und Spezialwerkstoffen für die Bau-, Landwirtschafts-, Verkehrsinfrastruktur-, Wetter- und Brandschutz-, Pharma-, Ernährungs-, Elektronik-, Design- sowie weitere Branchen. Arclin hat seinen Hauptsitz in Alpharetta, Georgia, und verfügt über Niederlassungen und Produktionsstätten in Nord- und Südamerika, Europa und Asien. Das Unternehmen bedient Kunden weltweit. Weitere Informationen finden Sie auf www.arclin.com.

Informationen zu BSST

BSST mit Sitz in Nellingen, Deutschland, ist ein Entwickler fortschrittlicher ballistischer Schutzsysteme für Kunden aus den Bereichen Regierung, Militär und Industrie. Das Unternehmen ist auf maßgeschneiderte Schutzwesten spezialisiert, vom Prototyp bis zur Serienfertigung in großem Maßstab, und setzt dabei auf modulare Lösungen für weichen und harten ballistischen Schutz. Die neueste Innovation des Unternehmens ist ein moderner Bombenentschärfungsanzug, der einen hohen Schutz vor Explosionen und Splitterwirkung bietet und sich durch flammhemmende Materialien, integrierte Kommunikationssysteme sowie optionale Erweiterungen wie Körperkühlung, Videoübertragung und einsatzspezifische Ausrüstung auszeichnet.

Pressekontakt bei Arclin

Jana Wright

Chief Marketing & Communications Officer     

inquiries@arclin.com 

BSST-Medienkontakt

Heiko Baumann

Technical Director R&D

eod@bsst.de 

 

Arclin logo

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Weitere Betrugsvorwürfe gegen René Benko im Signa-Komplex

15.06.2026

Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.

Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.

Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.

Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.