Die erste umfassende weltweite Studie der International League of Dermatological Societies (ILDS) und L'Oréal Dermatological Beauty erstreckt sich über 158 Länder und umfasst 97 % der Weltbevölkerung.
Zusammenfassung: Die Studie „Global Access to Skin Health Observatory Study", die in der Fachzeitschrift „JAMA Dermatology" veröffentlicht wurde, untersucht die Verteilung von Dermatologen in 158 Ländern, die 97 % der Weltbevölkerung repräsentieren – im Durchschnitt kommen 2,66 Dermatologen auf 100.000 Einwohner, während der Referenzwert bei 5,63 liegt. Die Dichte reicht von nur 0,37 pro 100.000 Einwohner in Ländern mit niedrigem Einkommen bis zu 5,05 pro 100.000 in Ländern mit hohem Einkommen. 79 % der Dermatologen konzentrieren sich auf städtische Gebiete, was selbst in Ländern mit höherem Einkommen zu „dermatologischen Wüsten" führt.
PARIS, 16. September 2026 /PRNewswire/ -- Weltweit verfügt nur jedes sechste Land über genügend Dermatologinnen und Dermatologen, um den Versorgungsbedarf seiner Bevölkerung zu decken, wobei die Wahrscheinlichkeit einer bedarfsgerechten dermatologischen Personalabdeckung in wohlhabenderen Ländern fast neunmal so hoch ist wie in Ländern mit geringerem Einkommen.
Die im Fachjournal„JAMA Dermatology" veröffentlichte „Global Access to Skin Health Observatory Study" untersucht die Verteilung von Dermatologinnen und Dermatologen sowie die Barrieren beim Zugang zu dermatologischer Versorgung, Weiterbildung und fachärztlichen Leistungen.
Weltweit leiden mehr als zwei Milliarden Menschen an Hautkrankheiten – eine der weltweit häufigsten Erkrankungen und eine der zehn häufigsten Ursachen für Behinderungen. Dennoch geben 74 % der Länder an, dass die Hautgesundheit keine Priorität der nationalen Regierung darstellt. Die Studie, die die Umsetzung der Resolution der Weltgesundheitsversammlung von 2025 „Skin Diseases as a Global Public Health Priority" unterstützt, legt erstmals einen evidenzbasierten Maßstab für eine adäquate dermatologische Versorgung fest.
Weltweit kommen auf 100.000 Einwohner gerade einmal 2,66 Dermatologen, verglichen mit 5,63 pro 100.000. Nach Schätzungen der Studie besteht ein Bedarf, womit über 80 % der Länder unter dem Richtwert liegen. Am deutlichsten sind die Unterschiede zwischen Ländern mit hohem und niedrigem Einkommen: Die Dichte reicht von nur 0,37 pro 100.000 Einwohner in Ländern mit niedrigem Einkommen bis zu 5,05 in Ländern mit hohem Einkommen. Derzeit erreicht kein Land in Afrika oder Südostasien diesen Richtwert.
Auch in wirtschaftlich benachteiligten Ländern ist der Zugang zu spezialisierten Leistungen eingeschränkt. Laut berichten 90 % von einem unzureichenden Zugang zu dermatologischen Teilgebieten, darunter die pädiatrische Dermatologie, die dermatologische Chirurgie und die Dermatopathologie.
Dr. Esther Freeman, die leitende Forscherin der Studie, stellvertretende Vorsitzende der International Foundation for Dermatology (IFD) und außerordentliche Professorin für Dermatologie an der Harvard Medical School, sagte: „Dies ist das erste Mal, dass wir Anekdoten in Daten umwandeln, auf deren Grundlage wir handeln können. Das „Global Access to Skin Health Observatory" vermittelt uns erstmals einen wirklich datengestützten Einblick in die Versorgungssituation der Milliarden Menschen weltweit, die mit Hauterkrankungen leben. Wo man wohnt, sollte keinen Einfluss darauf haben, ob man Zugang zu Hautgesundheitsversorgung hat – doch heute ist das der Fall. Unsere Aufgabe ist es, diese Lücken zu erkennen und als globale Gemeinschaft gemeinsam daran zu arbeiten, sie zu schließen."
Die Ungleichheiten bestehen nicht nur zwischen den Ländern, sondern auch innerhalb der Länder. Weltweit sind 79 % der Dermatologinnen und Dermatologen in städtischen Gebieten ansässig; in Ländern mit niedrigem Einkommen steigt dieser Anteil sogar auf 91 %, was zu einer Unterversorgung der ländlichen Bevölkerung führt und sogenannte „dermatologische Wüsten" entstehen lässt, in denen der Zugang zur Versorgung gravierend eingeschränkt ist.
Insgesamt berichten 42 % der Länder von einem schlechten oder unzureichenden Zugang zu dermatologischer Versorgung; in den Ländern mit dem weltweit niedrigsten Einkommen steigt dieser Anteil auf rund zwei Drittel – und die Belastung durch Hauterkrankungen ist gerade dort am höchsten, wo der Zugang zur Versorgung am geringsten ist.
Wo keine Dermatologen zur Verfügung stehen, wird die Versorgung häufig von Hausärzten, Pflegekräften, Apothekern und Gesundheitshelfern übernommen. Hausärzte tragen oft eine ebenso große oder sogar größere Verantwortung für die Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen, obwohl viele nicht spezialisierte Ärzte nur wenig oder gar keine formale dermatologische Ausbildung erhalten haben.
Die Ergebnisse zeigen konkrete Möglichkeiten für Veränderungen auf, darunter den Ausbau regionaler Fortbildungsprogramme, die Weiterbildung von medizinischem Personal an vorderster Front sowie den Einsatz von KI und Telemedizin, um unterversorgten Patienten Diagnosen und fachärztliches Know-how für verschiedene Hautfarben näherzubringen.
Myriam Cohen-Welgryn, Präsidentin von L'Oréal Dermatological Beauty, sagte: „Als weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Dermokosmetik haben wir sowohl die Möglichkeit als auch die Verantwortung, zu handeln. L'Oréal Dermatological Beauty hat es sich zum Ziel gesetzt, den Zugang zu Hautgesundheit weltweit zu verbessern und die Dermatologen und Fachkräfte im Gesundheitswesen zu unterstützen, die weltweit den Wandel vorantreiben – denn der Zugang zu Hautgesundheit sollte ein Recht sein, kein Privileg. Wir sind stolz darauf, das Global Access to Skin Health Observatory im Rahmen unseres Programms ‚Act For Dermatology' zu unterstützen."
Die Studiendaten sind im „Skin Observatory Data Explorer" unter hinterlegt, einer interaktiven Plattform, über die Gesundheitsministerien, Organisationen, Forscher und andere Interessengruppen auf die Daten zugreifen und diese analysieren können. Im Laufe der Zeit werden neue Daten hinzugefügt, um die Fortschritte zu verfolgen. Die vollständigen Ergebnisse sind unter skinobservatory.org verfügbar.
L'Oréal-Gruppe auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/lor%C3%A9al/
L'Oréal Groupe auf Instagram: https://www.instagram.com/lorealgroupe/
Fachkräfte im Gesundheitswesen: https://www.lorealdermatologicalbeauty.com/about-us/what-we-care-about/loreal-act-for-dermatology
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Eine Podiumsdiskussion der Wiener FPÖ zum Titel „Der Preis des Klimakommunismus – Wer zahlt die Zeche?“ sorgt in der Stadtpolitik für erheblichen Wirbel. Die Freiheitliche Akademie Wien, das Freiheitliche Bildungsinstitut und der FPÖ-Rathausklub laden am 6. Oktober in die Volkshalle des Wiener Rathauses und holen dafür James Taylor, Präsident des US-amerikanischen Heartland Institute, nach Wien. Taylor gilt seit Jahren als prominenter Akteur der internationalen Szene, die den menschengemachten Klimawandel in Zweifel zieht, und steht seit Langem in der Kritik, weil seine Organisation nachweislich Geld aus der fossilen Industrie erhalten hat.
Auf dem Podium sollen neben Taylor der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp, Gerald Zmuegg von der Freiheitlichen Wirtschaft Wien sowie der Unternehmer und Politblogger Gerald Markel diskutieren. Eröffnet wird der Abend vom Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss. Inhaltlich bedient die FPÖ damit ein Narrativ, das sie seit geraumer Zeit in der Klimadebatte verwendet: Klimaschutzmaßnahmen werden als „Klimakommunismus“ adressiert und damit als ideologisch motivierte, wirtschaftlich schädliche Eingriffe gerahmt. Im Zentrum der Veranstaltung steht laut Ankündigung nicht die Abrechnung mit den Kosten der aktuellen Klimaauswirkungen, sondern mit jenen einer ambitionierten Klimapolitik.
Die Einladung Taylors fällt in ein Jahr, das in Europa und Österreich von außergewöhnlichen Wetterextremen geprägt ist. 2026 brachte neue Temperaturrekorde, eine hohe Zahl an Hitzetagen und Tropennächten und eine sich seit dem Frühjahr verschärfende Trockenheit. In der Landwirtschaft werden die Hitzeschäden europaweit auf 14 bis 17 Milliarden Euro geschätzt, für Österreich beziffert die Hagelversicherung den Dürreschaden auf rund 1 Milliarde Euro. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) meldet zudem eine Rekordzahl an Hitzetoten: Im Juni und Juli starben demnach 646 Menschen in Österreich an den Folgen der Hitze. Vor diesem Hintergrund kritisieren Gegner der Veranstaltung, die FPÖ ignoriere die realen Kosten und Risiken der Erderwärmung, während sie über vermeintliche Kosten von Klimapolitik diskutieren lässt.
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) distanzierte sich in einer Stellungnahme deutlich von der inhaltlichen Ausrichtung des Abends. Die Stadt bekenne sich zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen über den menschengemachten Klimawandel und zu einer verantwortungsvollen Klimapolitik, betonte er. Positionen, die Klimaschutz pauschal als „Klimakommunismus“ diffamieren, lehne er ausdrücklich ab. Zugleich verwies Ludwig auf die Rolle des Rathauses als „Haus der Demokratie“: Den im Gemeinderat vertretenen Fraktionen stünden grundsätzlich Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung. Kritik kam auch von den Wiener Grünen, deren Vorsitzender Peter Kraus die Einladung Taylors als „Verhöhnung“ der Bevölkerung bezeichnete, die mit den Folgen von Hitze und Dürre konfrontiert sei, und den Bürgermeister aufforderte, zu prüfen, ob für eine derartige Veranstaltung tatsächlich Räume im Rathaus zur Verfügung gestellt werden sollten.