LIMBURGERHOF, Deutschland, 12. August 2026 /PRNewswire/ -- BASF Agricultural Solutions investiert einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in ein neues Climate Center am Agrarzentrum Limburgerhof. Die Anlage soll dazu beitragen, die Forschungs- und Zulassungskompetenz des Unternehmens zu stärken und die Erhebung wissenschaftlicher Daten zu unterstützen, die für die weltweite Zulassung von Pflanzenschutzmitteln erforderlich sind.
Der Bau des Climate Centers hat bereits begonnen; die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2027 geplant. Die darin enthaltenen hochmodernen Klimakammern bieten präzise kontrollierte Umweltbedingungen für wissenschaftliche Studien. Die Investition ist eine Antwort auf steigende regulatorische Anforderungen und die wachsende Nachfrage nach hochwertigen, GLP-konformen (Good Laboratory Practice) ökotoxikologischen Studien.
„Das neue Climate Center ist weit mehr als eine Forschungseinrichtung. Es ist eine strategische Investition, die unseren Anspruch unterstützt, erstklassige Forschung mit regulatorischer Stärke zu verbinden", sagt Melanie Bausen-Wiens, Mitglied des Management Boards von BASF Agricultural Solutions, verantwortlich für den Bereich Technologie. „Dies wird es uns ermöglichen, Landwirten innovative Lösungen effizienter und im Einklang mit sich wandelnden regulatorischen Anforderungen anzubieten."
Das neue Climate Center bietet hoch kontrollierte Bedingungen für ökotoxikologische Studien: Durch das präzise Steuern von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht können reproduzierbare und wissenschaftlich belastbare Studien durchgeführt werden. Dadurch verbessern sich Planbarkeit, Datenqualität und Kapazitäten für eine steigende Anzahl von Studien.
Einige Klimakammern werden für die Insektizid-Forschung genutzt. Die kontrollierten Umweltbedingungen ermöglichen die Zucht von Insekten für frühe Screening- und Forschungsprogramme und unterstützen damit die Entwicklung künftiger Innovationen im Pflanzenschutz.
Die Investition unterstreicht das langfristige Bekenntnis von BASF Agricultural Solutions zum Agrarzentrum in Limburgerhof. Als einem der wichtigsten globalen Innovationsstandorte soll der Ausbau die wissenschaftlichen Kapazitäten und Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken sowie die Attraktivität als Arbeits- und Forschungsumfeld steigern.
Über BASF Agricultural Solutions
Alles, was wir tun, tun wir aus Liebe zur Landwirtschaft. Weltweit ausreichend und bezahlbare Nahrungsmittel für eine schnell wachsende Bevölkerung bereitzustellen ist die grundlegende Rolle der Landwirtschaft. Zugleich sind Landwirte gefordert, die Auswirkungen auf die Umwelt weiter zu verringern. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit Partnern und Experten daran, Nachhaltigkeitskriterien in all unsere Geschäftsentscheidungen zu integrieren. Mit 990 Millionen € in 2025 investieren wir in eine starke Forschungs- und Entwicklungspipeline. Unsere Lösungen sind speziell für verschiedene Anbausysteme entwickelt: Sie vereinen Saatgut und speziell gezüchtete Pflanzeneigenschaften, Pflanzenschutzprodukte, digitale Tools und Nachhaltigkeitsansätze, um Landwirten, Züchtern und anderen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette bestmögliche Ergebnisse zu bieten. Im Jahr 2025 erzielte unser Geschäft einen Umsatz von 9,6 Milliarden €. Weitere Informationen finden Sie unter www.agriculture.basf.com oder auf unseren Social-Media-Kanälen.
Über BASF
BASF steht für Chemie für eine nachhaltige Zukunft. Unser Anspruch: Wir wollen das bevorzugte Chemieunternehmen sein, um die grüne Transformation unserer Kunden zu ermöglichen. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 95.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst als Core Businesses die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care; die Standalone Businesses sind in den Segmenten Surface Technologies und Agricultural Solutions gebündelt. BASF erzielte 2025 weltweit einen Umsatz von rund 60 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.
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Bei den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) steht ein markanter Wechsel an der Spitze an: Mit 1. Dezember übernimmt die deutsch-österreichische Kulturmanagerin Andrea Pier die Geschäftsführung des städtischen Theaterkonzerns von Franz Patay. Der 65-Jährige hatte die VBW seit 2016 geleitet und war insgesamt zehn Jahre in geschäftsführender Verantwortung. Unter seinem Kommando mussten die Häuser – Raimund Theater, Ronacher und das Musiktheater an der Wien – heuer Einsparungen von fünf Millionen Euro verkraften, womit das Jahresbudget auf 51 Millionen Euro sank. Der Führungswechsel erfolgt damit in einer Phase, die von Budgetdruck und Konsolidierungszwängen geprägt ist.
Mit Pier steht erstmals offiziell eine Frau dauerhaft an der Spitze der Vereinigten Bühnen Wien; ein nur kurzes Interregnum von Lia Metchev-Herbst im Jahr 2016 ausgenommen. Die 1969 in Bielefeld geborene Managerin setzte sich in einem von der externen Personalberatung Christoph la Garde organisierten Auswahlverfahren gegen 18 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Die Hearing-Kommission – unter anderem mit der VBW-Aufsichtsratsvorsitzenden Elisabeth Freismuth, der Direktorin des Jüdischen Museums Wien, Barbara Staudinger, sowie Wien-Holding-Geschäftsführerin Karin Ramser – entschied sich einstimmig für Pier und hob insbesondere ihre Doppelkompetenz im öffentlichen Kultursektor und in der Privatwirtschaft hervor.
Pier war in den vergangenen fünf Jahren als Managing Director maßgeblich für das Projekt Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 verantwortlich und zuvor zwei Jahrzehnte in unterschiedlichen leitenden Funktionen beim Musical- und Theaterkonzern Stage Entertainment tätig. Dort leitete sie unter anderem das traditionsreiche Theater des Westens in Berlin und verantwortete das Tourgeschäft. Mit Blick auf die Sparvorgaben in Wien verweist sie auf ihre Erfahrung im privatwirtschaftlichen Umfeld: Entscheidend sei, „die richtigen Weichen zu stellen, um weiterhin die künstlerische Exzellenz hochzuhalten“. An der internen Budgetverteilung zwischen Oper und Musical sieht sie derzeit keinen Änderungsbedarf und kündigt an, vorerst auf Kontinuität zu setzen.
Trotz zusätzlicher Konkurrenz durch das im Bau befindliche private „Theater im Prater“ zeigt sich Pier gelassen. Wichtiger als strukturelle Eingriffe sei für sie ein klarer künstlerischer Kurs, den sie mit „großem Tatendrang“ ab Dezember in Wien verfolgen will. Für die Stadt markiert ihre Bestellung auch eine personelle Weichenstellung: Vizebürgermeisterin Barbara Novak und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, die Pier im Ronacher gemeinsam mit Wien-Holding-Chefin Ramser präsentierten, betonten die Bedeutung ihrer langjährigen Musical- und Managementerfahrung für die künftige Positionierung der Vereinigten Bühnen Wien im internationalen Wettbewerb.