China will Abstimmung von Entwicklungsstrategien mit Kirgisistan verbessern

31.08.2026

BISHKEK, 31. August 2026 /PRNewswire/ -- China will die Entwicklungsstrategien mit Kirgisistan besser aufeinander abstimmen. Dies sagte der chinesische Staatspräsident Xi Jinping am Montag bei einem Treffen mit dem kirgisischen Präsidenten Sadyr Dschaparow, nachdem dieser eine Begrüßungszeremonie für Xi abgehalten hatte.

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Beide Länder sollten auch den Erfahrungsaustausch im Bereich der Regierungsführung vertiefen, greifbarere und zugänglichere Ergebnisse der praktischen Zusammenarbeit erzielen sowie substanzielle Fortschritte beim Aufbau einer Gemeinschaft mit geteilter Zukunft zwischen China und Kirgisistan erzielen, so Xi weiter.

Die bilateralen Beziehungen hätten einen Sprung nach vorne gemacht und die Zusammenarbeit habe in den vergangenen Jahren in allen Bereichen floriert.

Wichtige Kooperationsprojekte mit Kirgisistan, darunter die Eisenbahnverbindung China-Kirgisistan-Usbekistan, seien in den vergangenen Jahren stetig vorangekommen und hätten die Entwicklung beider Länder wirksam unterstützt. Sie seien ihren Bürgern zugutekommen sowie hätten Frieden, Stabilität und Wohlstand in der Region gefördert.

Dschaparow erklärte, China sei nach wie vor eine Priorität der Außenpolitik Kirgisistans sowie der vertrauteste Freund und zuverlässigste Partner des Staates. Kirgisistan halte unerschütterlich am Ein-China-Prinzip fest und wolle die Kooperation mit China in verschiedenen Bereichen wie Handel und Investitionen, wissenschaftlich-technologische Innovationen, Energien, Bodenschätze und umweltfreundliche Wirtschaft intensivieren. Kirgisistan wolle die Koordinierung mit China im Rahmen multilateraler Plattformen wie den Vereinten Nationen und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) verstärken sowie gemeinsam Terrorismus, Fundamentalismus und Separatismus bekämpfen, um den Frieden und die Stabilität der Welt zu wahren.

Xi Jinping ging außerdem auf die verheerende Schlammlawine im Autonomen Gebiet Xizang ein und sagte, China unternehme alle Anstrengungen, um nach chinesischen und ausländischen Staatsangehörigen zu suchen, die bei der Katastrophe vermisst würden. China ergreife zudem alle notwendigen Maßnahmen, um die Betroffenen umzusiedeln und neu anzusiedeln, die Verletzten medizinisch zu versorgen sowie Folgekatastrophen zu verhindern.

Gleichzeitig habe China Rettungskräfte nach Nepal entsandt und Nothilfe geleistet. China sei Dschaparow aufrichtig dankbar, dass er sein Beileid zu der Katastrophe ausgesprochen habe, so der chinesische Staatspräsident.

Nach dem Gespräch wohnten beide Staatsoberhäupter dem Austausch von mehreren bilateralen Kooperationsdokumenten bei.

Xi Jinping war am Sonntag für den Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) 2026 und einen Staatsbesuch in Kirgisistan nach Bischkek gereist.

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ÖBB-Deal in Wien-Mitte: Bahnanlagen und Immobilie wieder in einer Hand

08.10.2026

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) holen den Bahnhofskomplex Wien-Mitte nach rund zwei Jahrzehnten wieder vollständig in den eigenen Konzern zurück. Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur AG hat dem Rückkauf des Areals, das 2005 an die damalige BA/CA-Gruppe verkauft worden war, zugestimmt. Verkäufer ist nun eine Investorengruppe unter Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing. Neben den Bahnanlagen umfasst die Transaktion auch das Einkaufszentrum "The Mall" sowie umfangreiche Büroflächen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart; der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung und ist für Ende Dezember geplant.

Mit der Übernahme würden Immobilie und Bahninfrastruktur erstmals seit mehr als zwanzig Jahren wieder in einer Hand zusammengeführt. Wien-Mitte ist gemessen an den Fahrgastzahlen der viertgrößte Bahnhof Österreichs und ein zentraler Verkehrsknoten, an dem sich S-Bahn, mehrere U-Bahn-Linien sowie der Flughafenzug CAT treffen. Täglich halten nach Angaben der ÖBB fast 600 Züge an dem Standort. Bahnanlagen und Gebäude seien baulich und technisch eng miteinander verbunden, heißt es. Künftige Änderungen an Zugängen, Stiegen, Belüftung oder Leitungen müssen damit nicht mehr mit einem externen Immobilieneigentümer abgestimmt werden.

Die ÖBB sehen in dem Rückkauf einen strategischen Schritt, um die Entwicklung des Standorts aus einer Hand zu steuern. Das soll zusätzlichen Handlungsspielraum für die kommenden Jahrzehnte schaffen, in denen die derzeit modernisierte S-Bahn-Stammstrecke mehr Züge aufnehmen soll. Die Funktion des Standorts als Bahnhof soll nach Angaben des Unternehmens wieder stärker im Namen, an den Zugängen und in der architektonischen Gestaltung zum Ausdruck kommen. Für die bestehenden Mietverhältnisse im Einkaufszentrum und in den Büros kündigte die ÖBB an, dass diese unverändert weitergelten.

Wien-Mitte blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Der Standort wurde 1848 als Bahnhof Hauptzollamt eröffnet und ging 1934 in das Eigentum der Bahn über. Ab den späten 1950er-Jahren entstanden über den Gleisen unter anderem ein Bürotrakt und eine Markthalle, bevor die Liegenschaft 2005 veräußert wurde. Die spätere Entwicklung des Areals war von intensiven öffentlichen Debatten begleitet, unter anderem wegen geplanter Hochhäuser mit bis zu 97 Metern Höhe und der Diskussion um mögliche Auswirkungen auf den UNESCO-Welterbestatus. Mit der nun geplanten Re-Integration in den ÖBB-Konzern verknüpft das Unternehmen die Aussicht, die verkehrliche Rolle des Standorts und die bauliche Entwicklung langfristig aufeinander abzustimmen.