Der künftige deutsch-kanadische KI-Champion bekräftigt sein Engagement in beiden Heimatländern und schafft Governance-Garantien für digitale Souveränität.
TORONTO, und HEIDELBERG, Deutschland, 16. September 2026 /PRNewswire/ -- Cohere und Aleph Alpha, zwei etablierte Anbieter sicherer und souveräner KI für Regierungen und stark regulierte Industrien, haben heute die Unterzeichnung einer verbindlichen Zusammenschlussvereinbarung (Business Combination Agreement) bekannt gegeben. Dieser Schritt folgt auf die im April dieses Jahres angekündigte geplante Zusammenführung. Das vereinte Unternehmen wird künftig unter dem Namen Cohere agieren und schafft damit die erste transatlantische souveräne KI-Lösung. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.
Verankert in Kanada und Deutschland
Das kombinierte Unternehmen vereint ausgewiesene Forschungsexpertise, Enterprise-Lösungen und langjährige Partnerschaften im öffentlichen Sektor in Kanada und Europa. Es bleibt demnach in beiden Ländern tief verwurzelt – mit Hauptsitzen, Zentren für Forschung und Entwicklung sowie Führungsfunktionen.
Mit der Transaktion wird das Team von Cohere auf über 1.000 Mitarbeiter, verteilt auf beiden Kontinenten, wachsen. Geplant sind zwei Hauptsitze in Berlin und Toronto – der Standort Heidelberg bleibt als Forschungszentrum bestehen.
Cohere verstärkt seine Führungsspitze
Im Zuge der anstehenden Wachstumsphase des kombinierten Unternehmens erweitert Cohere sein Führungsteam um zwei hochrangige Personalien, die mit Abschluss der Transaktion wirksam werden. Ilhan Scheer, derzeit Co-CEO von Aleph Alpha, wird Chief Operating Officer (COO) von Cohere und verantwortet das globale operative Geschäft sowie die organisatorische Skalierung des Unternehmens. Zuvor gründete er fable+, ein Unternehmen für Datenanalyse und Transformation, das von Accenture übernommen wurde. Dort verantwortete er anschließend als Managing Director ein globales Portfolio an Enterprise-Transformationsprodukten. Er ist Co-Autor von Decision Intelligence (Wiley).
Ilhan Scheer, Co-CEO von Aleph Alpha, sagte: „In den vergangenen zwölf Monaten haben wir unseren Fokus auf spezialisierte Sprachmodelle für Behörden und regulierte Branchen geschärft. Unser Team hat dafür die Forschung vorangetrieben und eng mit unseren Kunden an konkreten Lösungen gearbeitet. Cohere bringt globale Reichweite und Erfahrung im sicheren Einsatz von KI mit. Gemeinsam können wir das, was wir aufgebaut haben, zu mehr Organisationen weltweit bringen. Unser Anspruch bleibt dabei derselbe: leistungsfähige KI, über deren Einsatz unsere Kunden selbst bestimmen."
Samuel Weinbach, Mitgründer und derzeit Co-Chief Research Officer (CRO) von Aleph Alpha, wird Chief Research Officer von Cohere. Von Heidelberg aus wird er die Forschung und technologische Entwicklung des Unternehmens vorantreiben. Seine wissenschaftliche Arbeit umfasst Tokenisierung, das Training von Sprachmodellen, Erklärbarkeit (Explainability) und Bildgenerierung.
Beide Ernennungen stehen unter dem Vorbehalt des Abschlusses der Transaktion, die weiterhin behördlicher Genehmigungen bedarf und voraussichtlich noch in diesem Jahr vollzogen wird. Weitere Details zu Integration und Produkten folgen.
Klares Bekenntnis zur digitalen Souveränität
Cohere wird der erste Entwickler von Foundation-Modellen und KI-Lösungen sein, der auf beiden Seiten des Atlantiks verankert ist und den Anforderungen an digitale Souveränität sowohl in Kanada als auch in Deutschland gerecht wird.
Das kombinierte Unternehmen wird im Einklang mit den geltenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Kanada und Deutschland agieren, einschließlich der jeweiligen Vorgaben zum Schutz und Umgang mit sensiblen Daten und Technologien.
Darüber hinaus wurde die Unternehmensstruktur mit Schutzvorkehrungen und Aufsichtsmechanismen konzipiert, die die operative Kontrolle, Verantwortlichkeit und die Einhaltung der geltenden Souveränitätsanforderungen in beiden Ländern unterstützen.
„Kein Staat und kein Unternehmen sollte sich zwischen leistungsfähiger KI und der Kontrolle über die eigene Technologie entscheiden müssen", sagte Aidan Gomez, Mitgründer und CEO von Cohere. „Genau aus dieser Überzeugung heraus schließen wir uns mit Aleph Alpha zusammen – um das Talent, die Infrastruktur und das institutionelle Vertrauen hinter unserer Mission weiter zu stärken. Gemeinsam kommen wir schneller voran, um die weltweit steigende Nachfrage nach Frontier-KI zu bedienen: leistungsstark genug, um wettbewerbsfähig zu sein, und zugleich sicher und steuerbar genug, um ihr zu vertrauen."
Zudem baut das Unternehmen seine Partnerschaft mit den Unternehmen der Schwarz Gruppe aus, um KI auf STACKIT bereitzustellen – dem souveränen Cloud-Dienst von Schwarz Digits und einem Eckpfeiler der europäischen Strategie für digitale Souveränität.
Christian Müller, CEO von Schwarz Digits, sagte: „Digitale Souveränität bedeutet nicht, den Weg allein zu gehen, sondern Kräfte strategisch zu bündeln. Diese transatlantische Allianz ist ein gewaltiger Schritt nach vorn und beschleunigt den Aufbau einer unabhängigen KI-Infrastruktur. Mit dem Ziel, STACKIT als technisches Rückgrat für souveräne KI-Lösungen zu etablieren, sorgen wir dafür, dass sich Organisationen nicht zwischen hoher Leistungsfähigkeit und digitaler Unabhängigkeit entscheiden müssen. Durch die Partnerschaft mit Akteuren, die unsere Werte und strengen Datensicherheitsstandards kompromisslos teilen, stärken wir die souveräne digitale Zukunft Europas und Kanadas langfristig."
Weitere Informationen finden Sie unter cohere.com und aleph-alpha.com.
Über Cohere
Cohere wurde 2019 gegründet und ist das weltweit führende Unternehmen für souveräne KI. Es entwickelt Foundation-Modelle und durchgängige KI-Produkte, um reale geschäftliche Herausforderungen zu lösen. Gemeinsam mit seinen Kunden sorgt Cohere für nahtlose Integration, tiefgehende Anpassung und benutzerfreundliche Lösungen. Die All-in-One-Plattform bietet höchste Sicherheit, Datenschutz und Flexibilität beim Deployment – über Clouds und private On-Premise-Umgebungen bis hin zu vollständig air-gapped Umgebungen. Mit globalen Hauptsitzen in Toronto, San Francisco und Deutschland sowie weiteren Standorten in London, New York, Montreal, Paris und Seoul betreut Cohere Kunden weltweit.
Das Unternehmen hat rund 1,6 Mrd. USD eingesammelt – von strategischen Technologieinvestoren (Nvidia, AMD Ventures, Salesforce Ventures, Oracle, Cisco), institutionellen Investoren (Radical Ventures, Inovia Capital, PSP Investments, HOOPP, BDC, Nexxus) sowie KI-Pionieren wie Geoffrey Hinton, Fei-Fei Li, Pieter Abbeel und Raquel Urtasun. Weitere Informationen unter cohere.com.
Über Aleph Alpha
Aleph Alpha wurde 2019 mit dem Ziel gegründet, souveräne, menschenzentrierte KI für eine bessere Welt zu erforschen und zu entwickeln. Mit einem internationalen Team aus Wissenschaftlern und Ingenieuren erforscht und entwickelt das Unternehmen spezialisierte große Sprachmodelle. Die gemeinsam mit Kunden entwickelten Lösungen sind die erste Wahl für Unternehmen und staatliche Institutionen, die Souveränität wahren, Daten schützen und vertrauenswürdige Anwendungen entwickeln möchten. Mit Hauptsitz in Heidelberg beschäftigt Aleph Alpha rund 200 Talente an vier Standorten in Deutschland. Weitere Informationen unter aleph-alpha.com.
Über Schwarz Digits
Schwarz Digits ist die IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe. Sie bietet überzeugende digitale Produkte und Services an, die den hohen deutschen Datenschutzstandards entsprechen. Damit garantiert Schwarz Digits größtmögliche digitale Souveränität. Mit diesem Anspruch stellt Schwarz Digits die IT-Infrastruktur und Lösungen für das umfangreiche Ökosystem der Unternehmen der Schwarz Gruppe bereit und entwickelt dieses zukunftsfähig weiter. Zu den souveränen Kernleistungen von Schwarz Digits gehören Cloud, Cyber Security, Data und AI, Communication und Workspace. Schwarz Digits schafft optimale Bedingungen für die Entwicklung richtungsweisender Innovationen für Endkunden, Unternehmen und Organisationen der öffentlichen Hand.
Weitere Informationen finden Sie unter www.schwarz-digits.de.
Über die Schwarz Gruppe
Die Schwarz Gruppe ist eine international führende Handelsgruppe mit rund 14.500 Filialen und rund 604.000 Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschafteten die Unternehmen der Schwarz Gruppe einen Gesamtumsatz von 185,6 Milliarden Euro. Mit ihrem einzigartigen Ökosystem decken sie den gesamten Wertschöpfungskreis ab: von der Produktion über den Handel bis hin zu Recycling und Digitalisierung. Sie schaffen Lösungen, die das Leben heute und in Zukunft nachhaltiger, gesünder und sicherer machen – sie handeln voraus.
Lidl und Kaufland bilden die Säulen im Lebensmitteleinzelhandel und sind ein fester Bestandteil im Alltag von Kunden in 33 Ländern. Viele Eigenmarkenprodukte und nachhaltige Verpackungen kommen direkt von der Schwarz Produktion. Der Umweltdienstleister PreZero fördert mit seinem Wertstoffmanagement eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und investiert so in eine saubere Zukunft. Schwarz Digits bietet als IT- und Digitalsparte überzeugende digitale Produkte und Services an, die den hohen deutschen Datenschutzstandards entsprechen und garantiert so größtmögliche digitale Souveränität. Als partnerschaftliche Dienstleister unterstützen Schwarz Corporate Solutions die Unternehmen der Schwarz Gruppe bei allen Themen über Verwaltung, Personal bis hin zu operativen Tätigkeiten.
Weitere Informationen finden Sie unter www.gruppe.schwarz.
Pressekontakte: Cohere Amanda Taggart VP, Communications, amanda.taggart@cohere.com; Aleph Alpha Helena Treeck, helena.treeck@aleph-alpha.com; Schwarz Digits Telefon +49 7132 30 490490;, presse@digits.schwarz; Schwarz Corporate Affairs Telefon +49 7132 30788600, presse@mail.schwarz
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Die steirische FPÖ hat ihren traditionellen Frühschoppen beim Hartberger Oktoberfest erneut für eine machtbewusste politische Inszenierung genutzt. Vor rund 3.500 Besucherinnen und Besuchern im vollen Festzelt trat zuerst die Landesführung um Landeshauptmann Mario Kunasek auf, ehe Bundesparteichef Herbert Kickl als Hauptredner die Bühne übernahm. Begleitet von österreichischen Fahnen, „Herbert“-Sprechchören und Schlagern wie Tina Turners „The Best“ präsentierten sich die Freiheitlichen als geschlossene Kraft mit bundespolitischem Anspruch.
Kunasek, der sich nach zuletzt guten Umfragewerten demonstrativ gelöst gab, lobte die Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner ÖVP in der Steiermark. Man streite nicht, sondern es gebe „Arbeit, Arbeit, Arbeit und es funktioniert“, sagte der Landeshauptmann und verwies darauf, dass die „heilige Ordnung“ nach der Landtagswahl 2024 nicht mehr gegolten habe. Zugleich zeichnete er ein scharfes Bild in der Migrations- und Integrationspolitik, warnte vor einer Gefahr durch den „politischen Islam“ und erklärte, für Menschen, die mit „unseren Werten“ ein Problem hätten, müsse es heißen: „Ab, gute Reise.“ Sein Ziel formulierte er klar: Man könne nicht nur den Landeshauptmann stellen, sondern „Österreich auf Vordermann bringen“.
Kickl knüpfte an diese Steilvorlage an und nutzte den Auftritt, um sowohl die eigene Anhängerschaft zu mobilisieren als auch die Konkurrenz frontal anzugreifen. Die „wirkliche Volkspartei“ sei im Zelt versammelt, erklärte er und spielte sich gleichzeitig als von Gegnern unterschätzter, aber entschlossener Politiker in Szene. Er verwies darauf, dass er vielfach als „gefährlichster Politiker“ bezeichnet werde, stellte jedoch klar, gefährlich sei er aus seiner Sicht nicht für „meine Landsleute“, sondern für jene, „die unseren Wohlstand verludern und unsere Heimat stehlen“. Inhaltlich bekräftigte er dabei einmal mehr den Begriff „Remigration“ als eine seiner Visionen für ein künftiges Österreich.
Breiten Raum nahm in Kickls Rede die aktuelle Krise der SPÖ ein, die er als Chance für seine Partei deutete. Die Sozialdemokratie bezeichnete er polemisch als „Selbsthilfegruppe namens Soziademokratie“ und kommentierte die Diskussion um die Nachfolge von Bundesparteichef Andreas Babler mit der Ansage „game over, das Spiel ist vorbei“. Innerhalb der SPÖ würden „Kommunisten mit Kapitalisten streiten, wer die besseren Sozialisten sind“, sagte Kickl mit Blick auf innerparteiliche Flügelkonflikte und Ambitionen potenzieller Kandidaten. Für die kommende Nationalratswahl, die er als „Schicksalswahl“ charakterisierte, gab er sich siegessicher: Wenn sich die Freiheitlichen nicht „auseinanderdividieren lassen“, werde am Ende ein „Volkskanzler“ stehen. Neuwahlen könnten seiner Einschätzung nach „jederzeit daherkommen“, die steirische FPÖ um Kunasek präsentierte er als Vorbild für die Partei in anderen Bundesländern.