Die Smart City Expo 2026 treibt die Entwicklung städtischer Lösungen voran, die echte Wirkung zeigen

08.09.2026

BARCELONA, Spanien, 8. September 2026 /PRNewswire/ -- Der Smart City Expo World Congress (SCEWC), die führende internationale Veranstaltung zum Thema Städte und intelligente städtische Lösungen, die von der Fira de Barcelona organisiert wird, findet vom 3. bis 5. November 2026 im Gran Via in Barcelona statt und bringt 1.000 Städte, mehr als 25.000 Besucher, über 1.000 Aussteller und 600 Referenten zusammen. Unter dem Motto „Urban Solutions, Real Impact" legt die diesjährige Ausgabe einen besonderen Schwerpunkt auf den Wohnungsbau – eine der drängendsten Herausforderungen, vor denen Städte weltweit stehen – und präsentiert Technologien, die greifbare und skalierbare Ergebnisse liefern sollen.

Visitors walk towards the main entrance of Smart City Expo World Congress 2025

Das Kongressprogramm gliedert sich in sieben Themenbereiche – Enabling Technologies, Energy & Environment, Mobility, Governance & Economy, Living & Inclusion, Infrastructure & Building sowie Blue Economy – und umfasst Themen wie digitale Transformation, künstliche Intelligenz, grüne Energie, Regierungsführung und soziale Gerechtigkeit.

Mehr als 600 Experten werden an den Veranstaltungen teilnehmen, darunter Nikolas Badminton, Chef-Futurist und Leiter des Think Tanks bei Futurist.com, der seine Vision zur Zukunft der Städte vorstellen wird. Als Experte für künstliche Intelligenz unterstützt Badminton Unternehmen und Institutionen dabei, strategische Vorausschau-Kompetenzen aufzubauen, die weltprägenden Trends zu identifizieren, unvorhergesehene Risiken zu antizipieren und sich durch langfristiges Denken und Szenarioplanung auf komplexe, sich wandelnde Umfelder vorzubereiten.

Auch Ayumi Moore Aoki, Gründerin von „Women in Tech Global", wird an dem Kongress teilnehmen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Bedeutung von Vielfalt und Inklusion als zentrale Triebkräfte für Innovation im städtischen Kontext. Moore Aoki betont, wie inklusive Führung eine nachhaltige Stadtentwicklung in großem Maßstab unterstützen kann. Zu den weiteren Referenten der Konferenz zählen unter anderem Bibiana Aido von UN Women, Bilel Jamoussi von der ITU und Chiara Corazza vom Women's Economic Forum.

Der SCEWC richtet die erste Ausgabe von „HOWS Barcelona" aus, einem neuen Weltgipfel zum Thema Wohnen, der sich auf Themen wie Stadtplanung und Bodenpolitik, Wohnungsbaurecht, sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau sowie Gebäudesanierung und -wiederverwendung konzentriert und eine Debatte über die Grundlagen eines neuen Wohnparadigmas anstoßen wird.

Auf der Ausstellungsfläche werden globale Unternehmen wie Google, Microsoft, NVIDIA, Dell Technologies und Deutsche Telekom IoT vertreten sein, ebenso wie eine Vielzahl von Länder- und Stadtpavillons sowie die neue „Terra50"-Ausstellung, in der die weltweit 50 besten Nachhaltigkeitslösungen im städtischen Bereich vorgestellt werden.

Der SCEWC 2026 findet gemeinsam mit dem Tomorrow.Mobility World Congress, der Tomorrow.Blue Economy, der HOWS Barcelona, dem Barcelona Deep Tech Summit und dem Barcelona Cybersecurity Congress statt und festigt damit im November dieses Jahres Barcelonas Rolle als globaler Treffpunkt für urbane Innovation.

Fira de Barcelona Logo

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Jugendkriminalität und Sozialstaat im Fokus: Wallner skizziert Kurs für Herbstverhandlungen

08.10.2026

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.

Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.

In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.

Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.

Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.