Die Wärmepumpe „Skyven Arcturus" erreicht einen COP-Wert von 8,0 und setzt damit neue Maßstäbe bei der Effizienz industrieller Dampferzeugung

02.09.2026

Dieser Meilenstein bedeutet eine Verbesserung von mehr als 20 % seit der Inbetriebnahme und festigt damit die Position von Arcturus als eine der effizientesten industriellen Dampftechnologien, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind.

ANTWERPEN, Belgien, 2. September 2026 /PRNewswire/ -- Skyven Technologies, ein führendes Unternehmen im Bereich der industriellen Dampftechnologie, gab bekannt, dass sein Demonstrationszentrum für industrielle Wärmepumpen „Arcturus" in Texas einen nachhaltigen Leistungskoeffizienten (COP) von 8,0 erreicht hat. Dies entspricht einer Verbesserung um mehr als 20 % gegenüber dem bei der Inbetriebnahme gemeldeten COP von 6,5 und übertrifft damit das damals angekündigte Ziel der Roadmap. Dieser Meilenstein wurde durch Verbesserungen in den Bereichen Design, Steuerung und Integration erreicht.

Skyven's Arcturus steam-generating heat pump demonstration center in Dallas, Texas.

Diese Ergebnisse bestätigen das obere Leistungsspektrum der Arcturus-Produktreihe. Bei Kundeninstallationen passt Skyven die Leistung von Arcturus an die standortspezifischen Betriebsbedingungen an und optimiert so den COP und den Temperaturanstieg. Arcturus erzeugt Temperaturunterschiede von 38 °C bis 185 °C, wobei die entsprechenden COP-Werte zwischen 8,0 und 2,0 liegen.

Bei einem COP von 8,0 reduziert Arcturus den Energiebedarf für die Erzeugung jeder Dampfeinheit im Vergleich zu herkömmlichen Kesseln um das Etwa-Zehnfache. Für europäische Hersteller bedeutet das Erreichen dieses Effizienzniveaus unmittelbar geringere Dampfkosten, reduzierte Compliance-Kosten im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems sowie eine geringere Anfälligkeit gegenüber Schwankungen der Energiepreise.

„Seit über einem Jahrhundert sind Kessel die kostengünstigste Methode zur Dampferzeugung. Arcturus ändert das", sagte Arun Gupta, Gründer und CEO von Skyven Technologies. „Die branchenführende Effizienz von Arcturus bietet Herstellern einen praktischen Weg, ihre Dampfkosten zu senken und ihre industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken."

„Fast 90 % des Erdgases, auf das die EU-Industrie zur Erzeugung von Prozesswärme angewiesen ist, wird importiert, wodurch die Hersteller Preisschwankungen und Versorgungsengpässen ausgesetzt sind", sagte Daniel Galis, Europa-Direktor bei der Renewable Thermal Collaborative. „Die Elektrifizierung ist einer der wichtigsten Hebel, mit denen sich diese Anfälligkeit verringern und ein widerstandsfähigerer europäischer Industriesektor aufgebaut werden kann. Es ist ermutigend zu sehen, dass Unternehmen wie Skyven Innovationen vorantreiben, die mehr Herstellern dabei helfen werden, diesen Wandel zu vollziehen."

Über Skyven Technologies

Skyven Technologies revolutioniert die Technologie und Wirtschaftlichkeit von Industriedampf. Die Hochtemperatur-Wärmepumpe „Arcturus" von Skyven liefert Dampf zu geringeren Kosten und mit weniger Emissionen als herkömmliche Heizkessel. Dank des „Energy-as-a-Service"-Modells können Kunden Arcturus ohne Kapitalinvestition einsetzen und vom ersten Tag an Kosten für Dampf einsparen. Skyven ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Hauptsitzen in Antwerpen (Belgien) und Dallas (Texas). Weitere Informationen finden Sie unter skyven.co und.

Skyven Technologies is an industrial EaaS company which funds and de-risks capital projects to reduce carbon emissions caused by process heat, profitably.

 

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Jugendkriminalität und Sozialstaat im Fokus: Wallner skizziert Kurs für Herbstverhandlungen

08.10.2026

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der ORF-„Pressestunde“ brachte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz die seit Jahren umstrittene Forderung seiner Partei erneut auf den Tisch, die Strafmündigkeit in Österreich von derzeit 14 auf zwölf Jahre zu senken. „Wer früh Grenzen übertritt, der muss auch damit rechnen, dass früh Grenzen aufgezeigt werden“, sagte Wallner. Allein mit Strafrecht sei es aus seiner Sicht jedoch nicht getan; parallel brauche es ein „Netz an verpflichtenden Unterstützungen“ für betroffene Kinder und Familien.

Zur Begründung verwies Wallner auf Entwicklungen in Schweden. Dort werde über Gefängnisstrafen für 13-Jährige diskutiert, nachdem Berichte über Jugendliche kursierten, die von erwachsenen Tätern für Straftaten instrumentalisiert werden sollen. Eine „Situation wie in den Vororten Stockholms“ wolle er in Österreich verhindern, so der Landeshauptmann, der betonte, er wolle „nicht den Teufel an die Wand malen“, aber vor Fehlentwicklungen warnen. Die ÖVP hatte bereits 2024, unter anderem nach Fällen von Jugendkriminalität, eine Absenkung der Strafmündigkeit gefordert; damals war Innenminister Gerhard Karner treibende Kraft der Debatte.

In der früheren schwarz-grünen Koalition konnte sich die Volkspartei mit dieser Linie nicht durchsetzen. „Mit den Grünen war das aber praktisch unmöglich“, sagte Wallner rückblickend. Aus den Reihen der Grünen kam auch diesmal umgehend Widerspruch. Die grüne Sicherheitssprecherin Agnes Sirkka Prammer bezeichnete es als „Scheinlösung“, Zwölfjährigen mit dem Strafrecht zu begegnen, und plädierte für einen Schwerpunkt auf Prävention: Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Schulsozialarbeit und psychologische Unterstützung müssten ausgebaut werden. Die Länder seien gefordert, dafür ausreichend Ressourcen bereitzustellen.

Parallel zu der Sicherheitsdebatte positionierte sich Wallner bei der anstehenden Neuordnung der Sozialhilfe, einem der zentralen Themen, über die sich die Bundesregierung im Herbst verständigen will. Die Verhandlungen laufen bereits, in der kommenden Woche sollen sie fortgesetzt werden. Wallner betonte, es brauche „eine Sozialhilfe, die Armut verhindert“, warnte aber zugleich vor einer möglichen „Zuwanderung ins System“ und forderte klare Wartefristen für Asylberechtigte. Die Reform müsse auf eine möglichst kurze Bezugsdauer abzielen; Vorarlberg sei hier, was die Dauer des Sozialhilfebezugs betreffe, Vorreiter.

Bei den Leistungen spricht sich Wallner für eine Obergrenze aus. „Ohne Obergrenze wird es nicht gehen“, sagte er mit Blick auf die Gesamtsumme, die ein Haushalt aus der Sozialhilfe beziehen kann. Auch gestaffelte Kinderregelsätze seien aus seiner Sicht notwendig. Jedes Kind sei „gleich viel wert“, aber die Kosten verdreifachten sich nicht automatisch bei drei Kindern, argumentierte der Landeshauptmann. Die neue Sozialhilfe soll nach aktueller Planung mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten. Ob der enge Zeitplan hält, ließ Wallner offen, fügte aber hinzu: „Wenn man will, schon“ – und appellierte daran, die Bundesländer „möglichst schnell an den Tisch zu holen“.