Enfinity Global geht eine Partnerschaft mit der Strioga Family Foundation ein, um ein 150-MW-Energiespeicherprojekt in Italien voranzutreiben

16.07.2026

MAILAND, 16. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Enfinity Global, ein führendes Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien, und E Energy Invest, die Investmentgesellschaft der Strioga Family Foundation, gaben heute eine strategische Partnerschaft für gemeinsame Investitionen in Italien bekannt. Im Rahmen der Vereinbarung wird die Strioga- -Family-Stiftung eine Beteiligung von 49,9 % an einem Projekt für ein Batterie-Energiespeichersystem (BESS) in der Provinz Livorno in der Toskana erwerben.

Enfinity wird eine Kontrollbeteiligung von 50,1 % behalten und für die Fertigstellung der verbleibenden Entwicklungs- und Bauarbeiten verantwortlich sein sowie als langfristiger Vermögensverwalter fungieren.

Dieses vollständig genehmigte 150-MW-Projekt mit einer Laufzeit von 4 Stunden und einer Kapazität von 600 MWh ist Teil des 6,7-GW-BESS-Portfolios von Enfinity in Italien und unterstützt Speicherlösungen, die die Netzflexibilität verbessern, eine stärkere Integration erneuerbarer Energien ermöglichen und die Energieautonomie sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Strompreise stärken. Die integrierte Solar- und BESS-Plattform von Enfinity sowie die unterzeichneten Stromabnahmeverträge (PPAs) mit einer Gesamtleistung von über 1 GW, die Vereinbarungen im Rahmen von „Energy Release 2.0" und die in den FER-X-Auktionen zugeteilten Kapazitäten festigen die Führungsposition des Unternehmens bei der Energiewende in Italien.

Mit dieser Transaktion zieht Enfinity weiterhin führende Kapitalpartner für seine italienische Plattform an, nachdem das Unternehmen in den letzten 12 Monaten Transaktionen mit dem Staatsfonds von Aserbaidschan und anderen, nicht genannten Parteien für Portfolios mit einer Gesamtkapazität von mehr als 1,1 GW abgeschlossen hat. Dieser Ansatz ist Teil der Kapitalbeschaffungsstrategie von Enfinity, Minderheitsaktionäre in seine Projektportfolios einzubinden und so Kapital wiederzuverwenden, um zusätzliche Stromkapazitäten in Italien zu erschließen.

Die Transaktion markiert den Einstieg der Strioga Family Foundation in den italienischen Energiemarkt und spiegelt das Engagement beider Parteien wider, die Energiewende durch Investitionen in wichtige Energieinfrastruktur zu unterstützen. Die Strioga Family Foundation ist eine zweckorientierte Organisation, die gegründet wurde, um Investitionen in erneuerbare Energien, Batteriespeicher, Energie- und Klimatechnologie sowie Projekte zur Energieeffizienz zu fördern.

Die Partnerschaft vereint das Know-how von Enfinity bei der Errichtung und dem Betrieb von Energieinfrastruktur sowie bei der Vermarktung von Energie mit dem langfristigen Investitionsansatz der Stiftung und ihrer umfassenden Erfahrung bei Projekten zur Energiewende in ganz Europa.

Wir haben aktiv nach Partnerschaften mit Europas führenden Plattformen im Bereich erneuerbarer Energien gesucht und freuen uns sehr, bei diesem BESS-Projekt mit dem italienischen Marktexperten Enfinity Global zusammenzuarbeiten", sagte  Gediminas Uloza, CEO der Strioga Family Foundation. „Dies ist unsere vierte und bislang größte Investition in die Entwicklung von Batteriespeichersystemen (BESS), wodurch sich das Engagement der Stiftung für europäische BESS-Projekte auf weit über 2,5 GWh beläuft."

„Wir freuen uns, die Strioga Family Foundation als strategischen Partner bei diesem Projekt begrüßen zu dürfen. Diese Partnerschaft verdeutlicht die Fähigkeit von Enfinity Global, langfristiges Kapital mit der in Europa notwendigen Energiewende zu verbinden und dabei seine integrierte Energieplattform zu nutzen, um wichtige Speicherinfrastruktur aufzubauen", sagte Carlos Domenech, CEO von Enfinity Global. „Gemeinsam werden wir den raschen Ausbau neuer, zuverlässiger Stromkapazitäten vorantreiben, die Widerstandsfähigkeit des italienischen Stromnetzes stärken, zu einer größeren Energieautonomie beitragen und dabei helfen, den wachsenden Strombedarf zu decken."

„Italien tritt in eine neue Phase seiner Energiewende ein, in der Batteriespeicher neben der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien eine entscheidende Rolle spielen werden. Mit genehmigten BESS-Projekten im Umfang von mehr als 600 MW und einer soliden Erfolgsbilanz bei der Kapitalstrukturierung ist Enfinity bestens aufgestellt, um dieses Wachstum zu unterstützen und die Infrastruktur bereitzustellen, die zur Stärkung der Energiesicherheit, der Energieautonomie und der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Strompreise erforderlich ist", sagte  Julio Fournier Fisas, General Manager für Europa bei Enfinity Global.

Enfinity wurde bei der Transaktion von Advant NCTM beraten. Die Strioga Family Foundation wurde von Green Horse und Natural Power beraten.

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Purpurfarbene Busse statt Züge: Deutsche Bahn modernisiert Ostbayerns zentrale Magistrale

15.06.2026

Auf einer der wichtigsten Bahnachsen Ostbayerns ruht für ein halbes Jahr der reguläre Zugverkehr. Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling–Passau gestartet und die Verbindung weitgehend voll gesperrt. Von diesem Sonntag an bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird die Infrastruktur auf rund 120 Kilometern umfassend erneuert. Das Investitionsvolumen liegt nach Bahnangaben bei rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer.

Die Arbeiten schließen unmittelbar an die seit Anfang Februar laufende Generalsanierung der stark befahrenen Strecke Nürnberg–Regensburg an, die bis 10. Juli abgeschlossen sein soll. Auf dem Abschnitt bis Passau erneuert die Bahn Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen. Mehrere Stellwerke werden ersetzt oder instand gesetzt, veraltete Relais‑Technik weicht moderner Elektronik. Hinzu kommen eine Eisenbahnüberführung und fünf Personenunterführungen; im Bereich Osterhofen muss an einer Moorstelle nahe der Donau der Untergrund aufwendig verfestigt werden. Acht Bahnhöfe werden modernisiert und mit höheren Bahnsteigen schrittweise barrierefrei ausgebaut – Arbeiten, die bis ins Frühjahr 2027 hineinreichen.

Für Reisende hat die Sanierung gravierende Folgen. Im Nahverkehr richtet die Bahn zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ein dichtes Netz an Schienenersatzverkehr ein. Rund 90 Busse sind auf sechs Linien unterwegs; sie und die Wegweiser sind in auffälligem Purpur gestaltet, um die Orientierung zu erleichtern. Im Fernverkehr entfallen die Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau sowie weiter nach Wien komplett. Fahrgäste Richtung Österreich werden auf Verbindungen über München verwiesen, zusätzliche Züge über Mühldorf und Salzburg sowie ein Ersatzbusangebot für Passauer Fernreisende sollen die Auswirkungen abfedern.

Aus der Politik kommt grundsätzliche Unterstützung, zugleich aber auch der Hinweis auf die Belastungen für Region und Wirtschaft. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange betonte, wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn wolle, müsse jetzt entschlossen modernisieren; am Ende profitierten Fahrgäste und Wirtschaftsstandort. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sprach mit Blick auf den kurzen Abstand zur Baustelle Nürnberg–Regensburg von einer zweiten großen Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste und Unternehmen in Ostbayern. Für die Bahn ist der Korridor zwischen Regensburg und Passau zugleich Testfeld für die Strategie, ganze Streckenabschnitte in gebündelten Sperrpausen grundlegend zu erneuern, um langfristig die Pünktlichkeit zu verbessern.