GAC Commercial Vehicle beschleunigt internationale Expansion mit Premiere auf der IAA TRANSPORTATION 2026

15.09.2026

HANNOVER, Deutschland, 15. September 2026 /PRNewswire/ -- GAC Commercial Vehicle feiert auf der IAA TRANSPORTATION 2026 unter dem Motto „Delivering the Future Together" seine Messepremiere. Das Unternehmen präsentiert Produkte und Technologien sowie die bisherigen Ergebnisse seines offenen Partner-Ökosystems für schwere und leichte Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben.

Gemeinsam mit Pony.ai und Aulton zeigt GAC Commercial Vehicle auf Basis des Lkw-Modells T9 Lösungen für autonomes Fahren auf Level 4 und einen effizienten Batteriewechsel. Die neue GAC-Marke für leichte Nutzfahrzeuge MONTX ist erstmals außerhalb Chinas zu sehen. Im Mittelpunkt stehen die Konzeptfahrzeuge P10 und V10, die All-Domain Adaptive Architecture (ADAA) sowie MONTX Makers, eine globale Initiative, die Nutzerinnen und Nutzer in die Produktentwicklung einbindet. Ebenfalls ausgestellt wird die Serienversion des Pick-ups SMILODON Pro.

„Unser erster Auftritt auf der IAA TRANSPORTATION, einer der weltweit wichtigsten Bühnen für die Nutzfahrzeugbranche, ist ein entscheidender Meilenstein für die internationale Expansion von GAC Commercial Vehicle. Fahrzeuge auf internationale Märkte zu bringen, ist für uns nur der Anfang. Der nächste Schritt besteht darin, auch unser Ökosystem global auszubauen und gemeinsam neue Werte zu schaffen. Dafür nutzen wir die internationalen Ressourcen der GAC Group und arbeiten mit Partnern auf der ganzen Welt zusammen. So bringen wir nicht nur unsere Fahrzeugtechnologien, sondern auch unser Partnernetzwerk in weitere Märkte und treiben die Nutzfahrzeugbranche gemeinsam in Richtung einer effizienteren, intelligenteren und nachhaltigeren Zukunft voran", sagt Jimmy Du, COO von GAC Commercial Vehicle.

Auf starker Basis schneller in internationale Märkte

GAC Commercial Vehicle baut auf den etablierten Strukturen des langjährigen Joint Ventures GAC Hino auf. Das Unternehmen verfügt über fast zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung von Nutzfahrzeugen sowie im Qualitätsmanagement. Zugleich profitiert es von der Lieferkette und den internationalen Ressourcen der GAC Group.

Im ersten Halbjahr 2026 steigerte GAC Commercial Vehicle seinen Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 205 Prozent. Auf Grundlage seines Geschäfts mit alternativ angetriebenen Nutzfahrzeugen im chinesischen Heimatmarkt treibt das Unternehmen seine internationale Expansion voran. Dazu bringt es sowohl seine Produkte als auch sein Ökosystem in weitere Märkte und nutzt das Vertriebs- und Servicenetz der GAC Group in 110 Ländern und Regionen.

Intelligente Technologien schaffen Mehrwert im Betrieb

Im Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen konzentriert sich GAC auf Lkw mit alternativen Antrieben. Der T9 Robotruck kombiniert die autonome Fahrtechnologie der vierten Generation von Pony.ai mit dem vollständig redundant ausgelegten Drive-by-Wire-Fahrgestell von GAC. Zur Sensorik in Automobilqualität gehören neun LiDAR-Sensoren, drei Radarsensoren und 13 Kameras. Gegenüber der Vorgängergeneration sinken die Hardwarekosten um 70 Prozent, die Transportkosten je Tonnenkilometer im autonomen Betrieb um rund 30 Prozent. Das erhöht die Effizienz im Fernverkehr, auf festen Routen und im Hafenbetrieb.

Die elektrische Sattelzugmaschine T9 Battery Swap EV kombiniert eine elektrische Antriebsachse mit einer 603-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Sie erreicht eine Reichweite von bis zu 475 Kilometern bei einem kombinierten Energieverbrauch ab 1,2 kWh/km. Mit dem System von Aulton lässt sich die komplette Fahrzeugbatterie in etwa drei bis fünf Minuten wechseln. Das verkürzt Standzeiten und verbessert die Fahrzeugauslastung. Laden und Batteriewechsel ergänzen sich je nach Einsatzprofil. Insbesondere bei häufigen Fahrten auf festen Routen kann der Batteriewechsel seine Vorteile ausspielen.

GAC Commercial Vehicle, Pony.ai und Aulton führen Fahrzeug-, Autonomes-Fahren- und Energietechnologien in einer gemeinsamen Lösung zusammen. Damit wollen die Partner die Markteinführung verkürzen und den Einsatz im realen Betrieb schneller skalieren.

MONTX erschließt neue Wachstumsfelder bei leichten Nutzfahrzeugen

Mit MONTX erweitert GAC Commercial Vehicle sein Angebot um neue Kategorien leichter Nutzfahrzeuge und richtet den Blick auf unterschiedliche Einsatzbereiche und Anforderungen internationaler Kunden. Die Konzeptfahrzeuge P10 und V10 stehen für die drei Leitgedanken All-Domain Aesthetics, All-Domain Adaptability und All-Domain Intelligence.

Der MONTX P10 ist als vielseitige Mobilitätsplattform für unterschiedlichste Einsatzbereiche konzipiert. Er richtet sich an Entdecker und Outdoor-Profis und wurde speziell für anspruchsvolle Umgebungen entwickelt. Vier einzeln angesteuerte Elektromotoren, der AI Camp Mode und der Intelligent Trailering Assist verbessern die Geländegängigkeit – etwa bei Expeditionen in abgelegene Regionen, in der Feldforschung und bei Offroad-Einsätzen.

Der MONTX V10 versteht sich als mobile Station für unterschiedlichste Einsatzbereiche und richtet sich an digitale Nomaden, Kreative und Reisende. Ein modularer Innenraum, das Dual-Drive Smart Cabin-Konzept und eine autarke Energieversorgung abseits des Stromnetzes ermöglichen flexible Wechsel zwischen Arbeit, Erholung, Begegnung und Entdeckung. So wird das Fahrzeug zur Plattform für mobiles Arbeiten und Leben.

Darüber hinaus stellt MONTX seine All-Domain Adaptive Architecture (ADAA) vor. Sie folgt den Entwicklungsprinzipien Multi-Energy by Design, Body-on-Frame by Design und Adaptive Intelligence by Design. Auf einer gemeinsamen Architektur lassen sich damit unterschiedliche Antriebsarten, Fahrzeugformen und Einsatzbereiche realisieren. Das verkürzt Entwicklungsprozesse und ermöglicht eine flexible Anpassung an die Anforderungen verschiedener Märkte.

Unter dem Motto „Ideas In. Drive Out." startet MONTX außerdem die globale Co-Creation-Initiative MONTX Makers. Nutzerinnen und Nutzer können ihre Anforderungen bereits in einer frühen Phase der Konzeption und Entwicklung einbringen und so künftige Produkte mitgestalten. Teilnehmende haben die Möglichkeit, als MONTX Pioneer Co-Creator ausgezeichnet zu werden, Einladungen zu internationalen Markenevents zu erhalten und von exklusiven Vorteilen für Fahrzeughalter zu profitieren.

Das Serienmodell SMILODON Pro ergänzt die Konzeptfahrzeuge von MONTX. Der Pick-up verbindet Ladekapazität, Fahrkomfort und Vielseitigkeit für den gewerblichen Einsatz und den Alltag. In Mittel- und Südamerika sowie im Nahen Osten ist das Modell bereits erhältlich. Bis Ende 2026 soll es in rund 30 Ländern angeboten werden.

Gemeinsam die Zukunft voranbringen

GAC Commercial Vehicle wird seine Produkte durch die Weiterentwicklung und Fertigung von Fahrzeugen kontinuierlich stärken. Gleichzeitig vernetzt das Unternehmen über sein offenes Ökosystem Nutzer und Partner weltweit, um gemeinsam Mehrwert zu schaffen und die internationale Expansion weiter voranzutreiben.

Offizielle Website: https://www.gaccv.com/ 

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Wie ein verstorbener Sektionschef zum Politikum im U-Ausschuss wurde

08.10.2026

Ein umfangreicher Auswertungsbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu digitalen Daten des verstorbenen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek sorgt für neuen politischen und justizinternen Sprengstoff. Chatprotokolle, E-Mails und weitere Unterlagen zeichnen ein Bild tiefgreifender Konflikte innerhalb der Justiz – insbesondere zwischen der WKStA und Teilen der vorgesetzten Behörden. Parallel dazu bereitet ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Befragung von Schlüsselpersonen vor, um mögliche politische Einflussnahmen auf Ermittlungen rund um Pilnacek und dessen Tod zu beleuchten.

Aus der von der WKStA erstellten Expertise zu Pilnaceks Kommunikationsdaten geht hervor, wie der langjährige Leiter der für Strafrecht zuständigen Sektion im Justizministerium über Jahre hinweg gegenüber der WKStA Stellung bezog. Der Bericht zeigt, dass der damalige Wiener Oberstaatsanwaltschef Johann Fuchs im Juni 2019 in einer internen Nachricht erklärte, er sehe es als Aufgabe seiner Amtszeit, eine von der WKStA angeblich offengelegte „Verkommenheit“ im Berufsstand „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. Er bezeichnete Pilnacek darin ausdrücklich als Mitstreiter. In dem Gutachten findet sich zudem Material, aus dem hervorgehen soll, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgelöst und neu aufgesetzt werden könnte.

Die Auswertung des Laptops und mehrerer Speichermedien Pilnaceks, die in einem rund 440 Seiten starken Bericht zusammengefasst wurde, behandelt auch seine Kontakte in das Umfeld der ÖVP. Der frühere Sektionschef war von 2010 bis 2020 über alle wesentlichen Strafsachen der Republik informiert und konnte als weisungsbefugter Beamter Ermittlungsschritte mitsteuern oder Berichte anfordern. Laut dem Bericht kooperierte er in dieser Zeit eng mit ÖVP-nahen Personen und wirkte an der Verteidigung von Beschuldigten mit. Nach Bekanntwerden einer Audioaufnahme aus dem Sommer 2023, in der Pilnacek Interventionen von ÖVP-Seite beklagte, leitete die WKStA ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter ein; dieser Interventionsakt ist nun ebenfalls Gegenstand des U-Ausschusses.

Der Untersuchungsausschuss, der sich mit den Umständen von Pilnaceks Tod und dem Umgang der Behörden befasst, bekommt das WKStA-Dokument zeitlich passend zur nächsten Befragungsrunde vorgelegt. Zunächst soll ein IT-Experte der WKStA, der für das Auslesen von Datenträgern zuständig ist, Auskunft geben. In den darauffolgenden Tagen werden Exekutivbeamte befragt, darunter der Leiter des Bundeskriminalamts sowie zwei Polizeibeamte aus Niederösterreich, die unter anderem mit Pilnaceks Geisterfahrt Stunden vor dem Fund seiner Leiche in einem Donau-Seitenarm befasst waren. Politisch besonders im Fokus steht der Auftritt von Innenminister Gerhard Karner und dessen Kabinettschefin, nachdem eine vom Ressort in Auftrag gegebene Schulungsunterlage für geladene Auskunftspersonen parteiübergreifend – mit Ausnahme der ÖVP – auf Kritik gestoßen war.

Die Kombination aus internen Justizchats, detaillierter Datenauswertung und politischer Aufarbeitung im Parlament verschärft die Debatte über das Verhältnis zwischen Ministerien, Staatsanwaltschaften und Parteien. Während die WKStA ihre Auswertungsergebnisse in den U-Ausschuss einbringt, suchen Abgeordnete nach Antworten auf die Frage, ob und in welchem Ausmaß versucht wurde, auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen – sowohl in prominenten Wirtschafts- und Korruptionsfällen als auch im Zusammenhang mit den Untersuchungen nach dem Tod eines der einflussreichsten Justizbeamten der vergangenen Jahre.