HSINCHU, 11. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Auf dem EuCNC & 6G Summit 2026 stärkte das Industrial Technology Research Institute (ITRI) Taiwans Engagement im globalen 6G-Ökosystem durch den Aufbau internationaler Partnerschaften, technischen Austausch und Technologiepräsentationen.

An der Spitze einer taiwanesischen Delegation aus Vertreterinnen und Vertretern der Industrie und Forschung trug das ITRI dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Europa im Bereich der Kommunikation der nächsten Generation voranzutreiben, indem es die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zwischen der European 6G Smart Networks and Services Industry Association (6G-IA) und dem Taiwan 6G Industry Forum (6GIF) ermöglichte. Die Vereinbarung wird die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der 6G-Technologie, bei internationalen Testläufen und bei der Harmonisierung von Standards fördern und so die taiwanesischen und europäischen 6G-Ökosysteme noch enger miteinander verknüpfen.
Das ITRI unterzeichnete zudem im Rahmen des Programms „Future Network Services" (FNS) eine Kooperationsvereinbarung mit der niederländischen Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung (Nederlandse Organisatie voor Toegepast-Natuurwetenschappelijk Onderzoek, TNO), um die gemeinsame Forschung und Entwicklung im Bereich integrierter Sensorik und Kommunikation (Integrated Sensing and Communication, ISAC) für ausgewählte Anwendungsfälle voranzutreiben. Die Vereinbarung wird die technische Validierung sowie künftige Beiträge zur Normung unterstützen.
Im Rahmen der Vertragsunterzeichnung veranstaltete das ITRI eine Taiwan-Sondersitzung, zu der Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Wissenschaft und Forschungseinrichtungen aus Taiwan und Europa zusammenkamen, um sich über neue 6G-Technologien wie NTN, ISAC und AI-RAN auszutauschen und Möglichkeiten für eine künftige Zusammenarbeit zu erörtern.
„Die weltweite 6G-Entwicklung tritt in eine neue Phase ein, die von internationaler Validierung und der Zusammenarbeit innerhalb des Ökosystems vorangetrieben wird", sagte Pang-An Ting, ITRI Vice President und General Director of Information and Communications Research Laboratories. „Angesichts der zunehmenden Konvergenz von Kommunikations-, KI-, Sensor- und Satellitentechnologien arbeitet das ITRI mit globalen Partnern zusammen, um die Validierung, die Harmonisierung von Standards und die Innovation voranzutreiben."
Neben seinen Kooperationsbemühungen präsentierte das ITRI 6G- und Satellitenkommunikationstechnologien, darunter 6G-Basisstations-Chipsätze, integrierte Sensor- und Kommunikationssysteme (ISAC), nicht-terrestrische Netzwerke (Non-Terrestrial Networks, NTN) sowie intelligentes Netzwerkmanagement.
Zu den Highlights zählte der vom ITRI selbst entwickelte 6G-Basisstations-Chipsatz, der ein FR3-HF-Frontend mit einer Antennenarchitektur mit hoher Dichte kombiniert und damit eine fast fünffache Übertragungskapazität gegenüber aktuellen 5G-Basisstationen bietet.
Das ITRI stellte außerdem ein gemeinsam mit europäischen Partnern entwickeltes ISAC-System vor, das mithilfe bestehender Kommunikationsinfrastruktur, ergänzt durch KI-Algorithmen, eine Erfassung und Ortung in Echtzeit ermöglicht. Zu den vorgestellten Anwendungsbereichen gehörten die Drohnenerkennung, die Überwachung des Luftraums in niedrigen Höhen sowie die Positionsbestimmung in Innenräumen, mit potenziellen Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen intelligenter Verkehr, Fertigung, öffentliche Sicherheit und Luftraummanagement.

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Die österreichische Steyr Motors AG baut ihr Geschäft im Bereich autonomer Verteidigungs- und Sicherheitssysteme aus und setzt damit auf einen der am schnellsten wachsenden Segmente der Rüstungsindustrie. Nach bereits realisierten Anwendungen in unbemannten Überwasserfahrzeugen (USV) kommen die Hochleistungsmotoren des Unternehmens nun auch in modernen unbemannten Bodenfahrzeugen (Unmanned Ground Vehicles, UGV) zum Einsatz. Im Zentrum steht dabei die Plattform CORNUS des slowenischen Spezialisten RTC, die künftig mit Antriebstechnologie von Steyr Motors ausgestattet wird.
Das CORNUS-UGV ist als modulare Plattform für anspruchsvolle Einsätze in militärischen und sicherheitsrelevanten Umgebungen ausgelegt. Es lässt sich flexibel für unterschiedliche Missionen konfigurieren, darunter Aufklärungsaufgaben, Logistiktransporte in schwierigem Gelände, die mobile Energieversorgung im Feld sowie die unmittelbare Unterstützung von Einsatzkräften. In all diesen Anwendungen sind Zuverlässigkeit, Robustheit und Ausfallsicherheit zentrale Anforderungen – Bereiche, in denen Steyr Motors auf jahrzehntelange Erfahrung aus Marine-, Spezialfahrzeug- und Defense-Anwendungen verweist.
Der Schritt in den UGV-Markt erfolgt vor dem Hintergrund eines breiten Trends hin zu autonomen und unbemannten Systemen. Weltweit investieren Streitkräfte verstärkt in autonome Aufklärungsplattformen, unbemannte Logistikfahrzeuge, ferngesteuerte Schutzsysteme und maritime Robotik, um Risiken für Soldaten zu verringern und gleichzeitig die operative Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Ein jüngstes Beispiel für die wachsende Bedeutung solcher Technologien ist eine US-Rettungsaktion in der Straße von Hormus, bei der unbemannte Überwasserfahrzeuge zum Einsatz kamen und damit die Relevanz autonomer Fahrzeugplattformen unterstrichen haben.
Branchenanalysen veranschlagen das Volumen des globalen Marktes für unbemannte Systeme bis zum Jahr 2033 auf mehr als 67 Milliarden US-Dollar. Steyr Motors sieht sich als Technologiezulieferer gut positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren. Das Unternehmen betont, dass das Wachstumspotenzial aus autonomen Defense-Lösungen im aktuellen Auftragsbestand erst in Ansätzen abgebildet ist. Der Einstieg in das CORNUS-Programm gilt vor diesem Hintergrund als weiterer Baustein, um die Präsenz im Zukunftsmarkt unbemannter Systeme deutlich auszubauen.