/K O R R E K T U R -- Contemporary Nebula Technology Energy (CNTE)/

01.09.2026

In der Pressemitteilung „CNTE liefert 6,9 MW/14,9 MWh Energiespeicherlösung für das Werk von Agrosuper in San Vicente, Chile", die am 20. August 2026 von Contemporary Nebula Technology Energy (CNTE) über PR Newswire veröffentlicht wurde, wurde uns vom Unternehmen mitgeteilt, dass die Pressemitteilung aktualisiert wurde. Es folgt die vollständige, korrigierte Pressemitteilung:

CNTE liefert eine Energiespeicherlösung mit einer Leistung von 6,9 MW und einer Speicherkapazität von 14,9 MWh für eine Lebensmittelverarbeitungsanlage in Chile

O'HIGGINS, Chile, 20. August 2026 /PRNewswire/ -- CNTE hat Energiespeichersystemlösungen mit einer Leistung von 6,9 MW und einer Speicherkapazität von 14,9 MWh für einen Lebensmittelverarbeitungsbetrieb in der chilenischen Region O'Higgins geliefert.

Das System ist darauf ausgelegt, Arbitragegeschäfte zur Spitzenlastabdeckung in der Industrieanlage zu unterstützen. Es speichert Strom in Zeiten geringeren Bedarfs und gibt ihn in Spitzenverbrauchszeiten wieder ab, wodurch die Anlage ihren Stromverbrauch optimieren, Kosten für Spitzenlasten senken und das lokale Stromnetz entlasten kann. Das Projekt soll voraussichtlich im Dezember 2026 ans Netz gehen.

Mit einer Nennleistung von 6,9 MW und einer Speicherkapazität von 14,9 MWh kann die Anlage schnell auf Schwankungen im Strombedarf der Einrichtung reagieren. Die Energiespeichersystemlösung von CNTE vereint Batterieausrüstung, Stromumwandlung und intelligentes Energiemanagement, um das Laden und Entladen entsprechend den Lastbedingungen vor Ort und den betrieblichen Anforderungen zu koordinieren.

Das Projekt spiegelt den zunehmenden Einsatz von Energiespeichersystemen im chilenischen Gewerbe- und Industriesektor wider. Neben der Förderung der Integration erneuerbarer Energien wird die Energiespeichertechnologie zunehmend von energieintensiven Unternehmen genutzt, um Stromkosten zu senken, die Energieeffizienz zu steigern und die betriebliche Flexibilität zu verbessern.

Das Projekt ergänzt zudem das wachsende Portfolio der CNTE an industriellen Energiespeicherprojekten in Lateinamerika, wo der Bergbau, die Lebensmittelverarbeitung, das verarbeitende Gewerbe und andere stromintensive Branchen nach flexibleren und kosteneffizienteren Energielösungen suchen.

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Wie ein verstorbener Sektionschef zum Politikum im U-Ausschuss wurde

08.10.2026

Ein umfangreicher Auswertungsbericht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) zu digitalen Daten des verstorbenen Justiz-Spitzenbeamten Christian Pilnacek sorgt für neuen politischen und justizinternen Sprengstoff. Chatprotokolle, E-Mails und weitere Unterlagen zeichnen ein Bild tiefgreifender Konflikte innerhalb der Justiz – insbesondere zwischen der WKStA und Teilen der vorgesetzten Behörden. Parallel dazu bereitet ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Befragung von Schlüsselpersonen vor, um mögliche politische Einflussnahmen auf Ermittlungen rund um Pilnacek und dessen Tod zu beleuchten.

Aus der von der WKStA erstellten Expertise zu Pilnaceks Kommunikationsdaten geht hervor, wie der langjährige Leiter der für Strafrecht zuständigen Sektion im Justizministerium über Jahre hinweg gegenüber der WKStA Stellung bezog. Der Bericht zeigt, dass der damalige Wiener Oberstaatsanwaltschef Johann Fuchs im Juni 2019 in einer internen Nachricht erklärte, er sehe es als Aufgabe seiner Amtszeit, eine von der WKStA angeblich offengelegte „Verkommenheit“ im Berufsstand „mit allen Mitteln zu bekämpfen“. Er bezeichnete Pilnacek darin ausdrücklich als Mitstreiter. In dem Gutachten findet sich zudem Material, aus dem hervorgehen soll, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufgelöst und neu aufgesetzt werden könnte.

Die Auswertung des Laptops und mehrerer Speichermedien Pilnaceks, die in einem rund 440 Seiten starken Bericht zusammengefasst wurde, behandelt auch seine Kontakte in das Umfeld der ÖVP. Der frühere Sektionschef war von 2010 bis 2020 über alle wesentlichen Strafsachen der Republik informiert und konnte als weisungsbefugter Beamter Ermittlungsschritte mitsteuern oder Berichte anfordern. Laut dem Bericht kooperierte er in dieser Zeit eng mit ÖVP-nahen Personen und wirkte an der Verteidigung von Beschuldigten mit. Nach Bekanntwerden einer Audioaufnahme aus dem Sommer 2023, in der Pilnacek Interventionen von ÖVP-Seite beklagte, leitete die WKStA ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter ein; dieser Interventionsakt ist nun ebenfalls Gegenstand des U-Ausschusses.

Der Untersuchungsausschuss, der sich mit den Umständen von Pilnaceks Tod und dem Umgang der Behörden befasst, bekommt das WKStA-Dokument zeitlich passend zur nächsten Befragungsrunde vorgelegt. Zunächst soll ein IT-Experte der WKStA, der für das Auslesen von Datenträgern zuständig ist, Auskunft geben. In den darauffolgenden Tagen werden Exekutivbeamte befragt, darunter der Leiter des Bundeskriminalamts sowie zwei Polizeibeamte aus Niederösterreich, die unter anderem mit Pilnaceks Geisterfahrt Stunden vor dem Fund seiner Leiche in einem Donau-Seitenarm befasst waren. Politisch besonders im Fokus steht der Auftritt von Innenminister Gerhard Karner und dessen Kabinettschefin, nachdem eine vom Ressort in Auftrag gegebene Schulungsunterlage für geladene Auskunftspersonen parteiübergreifend – mit Ausnahme der ÖVP – auf Kritik gestoßen war.

Die Kombination aus internen Justizchats, detaillierter Datenauswertung und politischer Aufarbeitung im Parlament verschärft die Debatte über das Verhältnis zwischen Ministerien, Staatsanwaltschaften und Parteien. Während die WKStA ihre Auswertungsergebnisse in den U-Ausschuss einbringt, suchen Abgeordnete nach Antworten auf die Frage, ob und in welchem Ausmaß versucht wurde, auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen – sowohl in prominenten Wirtschafts- und Korruptionsfällen als auch im Zusammenhang mit den Untersuchungen nach dem Tod eines der einflussreichsten Justizbeamten der vergangenen Jahre.