KI bewährt sich im Banking - 29 Prozent sprechen bei heiklen Themen lieber mit KI: EOS Gruppe

15.10.2026
  • 46 Prozent der europäischen Verbraucher*innen bestätigen verbesserte Kommunikation mit der Bank durch KI
  • 29 Prozent würden bei heiklen Finanzthemen sogar lieber mit KI sprechen als mit einem Menschen
  • 61 Prozent wünschen sich proaktive KI-Warnungen bei drohender Kontoüberziehung

HAMBURG, Deutschland, 15. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Lange galt die persönliche Beratung als unverzichtbarer Bestandteil der Bankbeziehung. Dieses Bild verschiebt sich, wie die aktuelle Studie EOS Banking AI Barometer zeigt. Die Studie untersucht, wie europäische Verbraucher*innen Künstliche Intelligenz im Bankensektor bewerten. 46 Prozent berichten von einer Verbesserung der Kundenkommunikation durch KI-Einsatz. Nur elf Prozent nehmen eine Verschlechterung wahr. Wo die Technik konkret hilft, ist sie akzeptiert. Fast jede dritte befragte Person (29 Prozent) würde bei heiklen Bankangelegenheiten sogar lieber mit einer KI sprechen als mit einem menschlichen Ansprechpartner. Bei den 18-34-jährigen Befragten sind es noch mehr (38 Prozent). Doch die Studie deutet darauf hin, dass die KI hier noch an Grenzen stößt. In Sachen Verständnis, Präzision und Problemlösung liegen die Zustimmungswerte zu den Fähigkeiten der KI im Bankenservice nur bei 35 bis 36 Prozent.

Vorteile des Einsatzes von KI in der Kundenkommunikation von Banken

Höher ist die Akzeptanz bei der Informationssuche, Schnelligkeit und Verfügbarkeit. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) schätzt KI als Hilfe bei der Suche nach Informationen. Jeweils 51 Prozent loben die schnellere Kommunikation und die Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit.

Bei allen Vorteilen bleibt eine Lücke: 60 Prozent der Befragten fehlt in der KI-Kommunikation das Zwischenmenschliche. „46 Prozent der Kund*innen sagen, der Service ist besser geworden durch KI, nur 11 Prozent empfinden eine Verschlechterung. Das ist ein klares Signal für die Akzeptanz von KI im Kundenservice. Aber die 60 Prozent, die das Zwischenmenschliche vermissen, sagen uns auch, dass KI allein nicht die Antwort ist. Die besten Banken nutzen KI als Werkzeug für besseren Service, nicht als Ersatz für Beziehung", sagt Marwin Ramcke, CEO der EOS Gruppe.

Vom Informationsagenten zum Finanzcoach

Die Befragten sehen noch deutliche Potenziale für den KI-Kundenservice. Besonders in finanziell angespannten Situationen sehen sie Raum für proaktive KI-Unterstützung. „Unsere Studie zeigt eine klare Richtung in der Nutzung von KI-Services: Kund*nnen wollen nicht nur reagierende KI, sondern vorausschauende. So wünschen sich 61 Prozent Warnungen bei drohender Kontoüberziehung, 51 Prozent finden KI-Vorschläge für einen individuellen Ratenplan bei offenen Forderungen hilfreich", erklärt der CEO der EOS Gruppe. Insbesondere Verbraucher*innen, die schon einmal in Zahlungsschwierigkeiten steckten, stehen KI-gestützten Hilfsangeboten von Banken deutlich offener gegenüber als die Gesamtbevölkerung. Statt lediglich auf Kundenanfragen zu reagieren, könnten KI-Systeme künftig frühzeitig auf finanzielle Risiken hinweisen und passende Hilfsangebote empfehlen. „Kund*innen sind bereit für smartere Services, Banken müssen nur liefern", fasst Ramcke zusammen.

Über die Studie

Für die Studie EOS Banking AI Barometer – How Europe really feels about AI in banking wurden 4.400 Personen in elf europäischen Ländern (Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien und Schweiz, je 400 Befragte) zu ihrer Haltung gegenüber künstlicher Intelligenz in der Bankkommunikation befragt. Erhoben wurden die Daten im Juli 2026. Zielpersonen waren Bankkund*innen im Alter von 18 bis 65 Jahren. Die Studie wurde online und bevölkerungsrepräsentativ durchgeführt.

Weitere Informationen, Infografiken und Downloads zum EOS Banking AI Barometer hier.

Über die EOS Gruppe

Die EOS Gruppe ist ein führender technologiebasierter Investor in Forderungsportfolios und Experte bei der Bearbeitung offener Forderungen. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung und Standorten in über 20 Ländern bietet EOS weltweit smarte Services rund ums Forderungsmanagement. Im Fokus stehen Banken sowie Unternehmen aus den Bereichen Immobilien, Telekommunikation, Energieversorgung und E-Commerce. EOS beschäftigt fast 6.000 Mitarbeiter*innen und gehört zur Otto Group.

Weitere Informationen zur EOS Gruppe: eos-solutions.com

EOS Logo

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Externe Prüfer sehen Wiener MAK nach Raubüberfall ohne Fehlverhalten

08.10.2026

Der bewaffnete Juwelenraub im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) vom 27. August ist nach Einschätzung externer Fachleute nicht auf Versäumnisse der Institution zurückzuführen. Ein 34 Seiten umfassendes Gutachten des Sicherheitsconsulting-Unternehmens LifeLine's kommt zu dem Schluss, dass das Haus sowohl bei den technischen Sicherheitsvorkehrungen als auch beim operativen Vorgehen während des Überfalls und im anschließenden Krisenmanagement korrekt gehandelt hat. Die zentrale Frage, ob das Ereignis sicherheitstechnisch und organisatorisch adäquat bewältigt wurde, beantworten die Gutachter mit einem „klaren Ja“.

Im Fokus der Untersuchung stand die Ausstellung „Glanzstücke. Van Cleef & Arpels High Jewelry x Masterpieces from the MAK Collection“, in deren Juwelenraum zwei bewaffnete Täter mitten am Nachmittag eine Vitrine einschlugen und mit einem historischen Diamantcollier flüchteten. Laut Bericht waren alle mit den Vertragspartnern vereinbarten Sicherheitsstandards und Normen erfüllt. Dazu zählten unter anderem der Einsatz von 185 Videokameras, einer dreistelligen Zahl von Alarmsensoren, speziellem Sicherheitsglas sowie geschultem Sicherheitspersonal. Der nach der Tat eingeführte Einsatz von Metalldetektoren war laut Gutachten zuvor weder verlangt noch durch bestehende Standards vorgesehen.

Besonders hervor hebt der Bericht die bewusste Entscheidung für den Vorrang des Personenschutzes vor dem Objektschutz. Aus diesem Grund verzichtete das Museum auf laute Alarmsignale während der Öffnungszeiten und auf bewaffnete Sicherheitskräfte im Ausstellungsbereich. Die direkte Alarmierung von Polizei und hauseigener Sicherheitszentrale wurde den Angaben zufolge um 14:01:22 Uhr ausgelöst und habe „optimal und effizient“ funktioniert. Auch das Verhalten der anwesenden Securitas-Mitarbeitenden wird positiv bewertet: Sie hätten eine unmittelbare Konfrontation mit den bewaffneten Tätern und damit das Risiko einer Eskalation, etwa durch Panik oder mögliche Geiselnahmen, vermieden.

Die Gutachter kommen insgesamt zu dem Befund, dass ein von professionellen Tätern geplanter und durchgeführter Raub unter regulären Öffnungsbedingungen mit „vernünftigen Mitteln“ nicht vollständig zu verhindern gewesen sei – selbst bei Einsatz moderner Überwachungstechnik und etablierter Sicherheitsprotokolle. Aus ihrer Sicht bestätigt der Fall eine bekannte Grenze musealer Schutzkonzepte: Absolute Sicherheit wäre nur um den Preis massiver Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Besucherinnen und Besuchern zu erreichen, formuliert das Gutachten sinngemäß. Das MAK wird damit für den konkreten Vorfall entlastet, auch wenn der spektakuläre Coup die Debatte über Sicherheitsstandards in Ausstellungshäusern neu anheizen dürfte.