Livox stellt Avia 2 vor: Ein LiDAR mit extrem großer Reichweite für Inspektionen, den Transport und weitere Anwendungen

30.07.2026

Erfasst feinste Details auf Distanzen von bis zu 1.000 Metern und liefert eine dichtere Punktabdeckung mit hoher Präzision unter allen Wetterbedingungen.

SHENZHEN, China, 30. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Livox Tech, der weltweit führende Entwickler und Hersteller von LiDAR-Systemen, hat heute Avia 2 vorgestellt. Die neue LiDAR-Lösung mit extrem großer Reichweite eignet sich für hochpräzise Inspektionen von Stromleitungen, die Hinderniserkennung bei der Instandhaltung von Verkehrswegen sowie die Vermessung von Schüttgütern in Kohlelagerplätzen und Getreidesilos. Dank eines 1535-nm-Lasers bietet Avia 2 eine maximale Erfassungsreichweite von bis zu 1.000 Metern und kann zwischen einem großen und einem kleinen Sichtfeld (Field of View, FOV) umschalten. Dadurch können Bediener selbst feine Objekte wie Stromleitungen, Kabel und Äste erkennen. Dank des Mikro-Laserpunkts kann das System selbst unter anspruchsvollen Bedingungen wie Regen und Nebel hochauflösende 3D-Punktwolken mit hoher Detailgenauigkeit zuverlässig erfassen.

Livox Unveils Avia 2, an Ultra-Long-Range LiDAR for Inspections, Transportation and Other Applications

Ultralange Erkennungsreichweite im Kilometerbereich

Der 1535-nm-Laser von Avia 2 bietet eine stärker gebündelte Energie und einen kleineren Laserpunkt, wodurch sich die Reichweite erheblich erhöht. Im Normalmodus erkennt Avia 2 Ziele mit einem Reflexionsgrad von 5 % in einer Entfernung von 400 Metern – dies entspricht bei einem häufiger anzutreffenden Ziel mit einem Reflexionsgrad von 10 % einer Reichweite von etwa 600 Metern. Im Fokusmodus erhöht Avia 2 die Erfassungsreichweite bei Zielen mit einem Reflexionsgrad von 10 % auf bis zu 800 Meter. Die maximale Erfassungsgrenze liegt bei 1.000 Metern. Einfach ausgedrückt kann eine einzelne Einheit einen Freileitungsabschnitt von bis zu einem Kilometer oder den Außenbereich eines Umspannwerks von bis zu 300 Metern überwachen. Dadurch wird die Anzahl der benötigten Sensoren reduziert und gleichzeitig die Bereitstellung sowie die Verarbeitung der Punktwolken vereinfacht.

Avia 2 wurde für einen flexiblen Einsatz entwickelt und bietet zwei Sichtfeldoptionen. Bediener können zwischen dem Normalmodus mit einem Sichtfeld von 80° × 80° für die Überwachung großer Bereiche und dem Fokusmodus mit einem Sichtfeld von 15° × 15° für Inspektionen über große Entfernungen wechseln. Dadurch kann ein einziges Gerät ohne Hardwarewechsel an unterschiedliche Einsatzanforderungen angepasst werden.

Geringe Divergenz für größere Reichweite, nicht wiederholender Scan für eine dichte Punktabdeckung

Die Strahldivergenz des Lasers von 0,25 × 0,25 mrad erzeugt in 100 Metern Entfernung einen nur 2,5 cm breiten Laserpunkt. Dadurch können feine Objekte wie Stromleitungen und Äste auch aus großer Entfernung präziser erkannt werden. Es kann außerdem Staub und Lücken zwischen Regentropfen durchdringen, um Störungen zu minimieren und hochdetaillierte Punktwolken zu liefern. Dadurch werden die Erkennungsfunktionen des Algorithmus im Laufe der Zeit verbessert.

Die nicht-repetitive Scanmethode mit Keilprisma bietet zudem eine ausgewogene Kombination aus hoher Abdeckung und verbesserter Genauigkeit. Dadurch wird eine dichtere Abdeckung erreicht und nicht erfasste Bereiche werden mit zunehmender Scanzeit schrittweise reduziert. Das Ergebnis ist ein vollständigeres Modell der Infrastruktur sowie eine verbesserte Erkennung kleiner Objekte, ohne dass zusätzliche Scanlinien erforderlich sind.

Entwickelt für einen zuverlässigen Langzeitbetrieb

Mit der Schutzart IP66 und für den Betrieb bei Temperaturen von -20 °C bis 65 °C ausgelegt, bietet Avia 2 eine geschätzte mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall (Mean Time To Failure, MTTF) von 62.500 Stunden. Unter normalen Betriebsbedingungen ist keine Kalibrierung oder Demontage erforderlich. Dadurch wird der Wartungsaufwand bei der Bereitstellung in abgelegenen Infrastrukturbereichen reduziert. Zusätzlich verbessern integrierte Algorithmen zur Entfernung von Regen- und Nebelstörungen die Allwetterleistung weiter, indem sie Umwelteinflüsse herausfiltern, bevor die Daten nachgelagerte Systeme erreichen. Dadurch wird die Qualität der Punktwolken verbessert und gleichzeitig der Verarbeitungsaufwand reduziert.

Verfügbarkeit

Avia 2 ist über Livox und autorisierte Vertriebspartner erhältlich. Weitere Produktinformationen, technische Spezifikationen oder Anfragen zum Vertrieb finden Sie unter www.livoxtech.com.

Alle Daten wurden mit einem Serienmodell in einer kontrollierten Umgebung gemessen. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere offizielle Website.

Über Livox

Livox Technology Company Limited ist ein Unternehmen, das 2016 gegründet wurde. Livox hat es sich zur Aufgabe gemacht, die aktuelle technologische Barriere in der LiDAR-Branche zu überwinden und Kunden dabei zu unterstützen, LiDAR-Sensoren effizient in die Kommerzialisierung ihrer Projekte zu integrieren. Unsere Produkte werden in 26 Ländern und Regionen verkauft und finden breite Anwendung in Branchen wie Robotik, 3D-Kartierung, Smart Cities, Sicherheit und mehr.

Foto - https://mma.prnewswire.com/media/3008406/image1.jpg

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Weitere Betrugsvorwürfe gegen René Benko im Signa-Komplex

15.06.2026

Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.

Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.

Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.

Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.