Marconi Technologies für die Lieferung taktischer Funkgeräte vom Typ Orion X650 an das polnische Militär ausgewählt

17.06.2026

Diese Einsatzfähigkeit stellt sichere, mobile Konnektivität an der Ostflanke der NATO bereit

MONTREAL, 17. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Marconi Technologies und der polnische Systemintegrator im Verteidigungsbereich Enamor International wurden ausgewählt, um MANET-Funkgeräte vom Typ Orion X650 mit hoher Kapazität an das polnische Militär zu liefern und damit eine ausfallsichere, mobile Backhaul-Anbindung für 5G-fähige Kommunikation bereitzustellen. Die Lieferungen über mehrere Jahre beginnen noch in diesem Jahr.

Orion X650

Der Vertrag unterstützt unmittelbar Polens Prioritäten bei Verteidigungsinvestitionen im Rahmen des EU-Darlehensinstruments „Security Action for Europe" (SAFE) und beschleunigt die militärische Modernisierung des Landes an der Ostflanke der NATO.

Das taktische Funkgerät Orion X650 der sechsten Generation ist softwaredefiniert und für Kommunikation mit hohem Datendurchsatz in umkämpften Einsatzumgebungen ausgelegt. Es ist für Einsätze ausgelegt, die Frequenzagilität und Überlebensfähigkeit erfordern, ob in Bewegung oder bei einem kurzen Halt. Mit vier HF-Anschlüssen lässt es sich entweder als zwei unabhängige Funkkanäle konfigurieren – als Ersatz für zwei vernetzte Funkgeräte – oder als einzelner Kanal, der 4x4-MIMO unterstützt, um Leistung und Ausfallsicherheit zu maximieren. Seine robuste Bauweise gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb in der Luft, an Land und auf See.

Für die polnischen Streitkräfte wird das Funkgerät X650 als Rückgrat für den Datentransport dienen, 5G-fähige C2-Knoten miteinander verbinden und mobile Breitbandkapazitäten auf vorgeschobene sowie räumlich verteilte Einheiten ausweiten, während die Widerstandsfähigkeit gegenüber Bedrohungen durch elektronische Kampfführung erhalten bleibt.

„Polens Bekenntnis zum Aufbau souveräner und widerstandsfähiger Verteidigungsfähigkeiten entspricht unserer Haltung als Unternehmen mit Hauptsitz in Kanada", sagte Alain Cohen, Geschäftsführer von Marconi Technologies. „Die Auswahl unseres polnischen Partners Enamor International für die Lieferung des Orion X650 an der Ostflanke der NATO ist nicht nur ein Auftragsgewinn für beide Unternehmen; sie zeigt auch, dass gleichgesinnte Verbündete, die ernsthaft in ihre eigene Verteidigung investieren, über nationale Industriebasen hinweg echte Partner finden können."

Die Auswahl erfolgte nach umfangreichen Feldtests in Polen, bei denen Orion-Funkgeräte an Drohnen, in Fahrzeugen und an festen Positionen die Interoperabilität, den Durchsatz sowie die Einsatzflexibilität an räumlich verteilten Standorten im ganzen Land bestätigten.

Die Partnerschaft zwischen Marconi und Enamor International schafft für beide Unternehmen die Grundlage, die weiterreichende Modernisierung der taktischen Kommunikation in Polen zu unterstützen, während die SAFE-finanzierten Programme bis 2030 voranschreiten.

Informationen zu Marconi Technologies

Marconi Technologies ist ein von Veteranen geführtes Unternehmen für Verteidigungstechnologie mit Hauptsitz in Montreal, Quebec, sowie Entwicklungs- und Produktionsstandorten in Kanada, im Vereinigten Königreich und in den USA. Marconi entwickelt und fertigt fortschrittliche Dual-Use-Kommunikationssysteme für das gesamte taktische Spektrum, von taktischen Funkgeräten mit Sichtverbindung über Troposcatter- und Satellitenkommunikation jenseits der Sichtverbindung bis hin zu Lösungen, die Entscheidungsfähigkeit stärken und Autonomie ermöglichen. Das Unternehmen hat weltweit Tausende Systeme (Tendenz steigend) an die NATO und verbündete Streitkräfte geliefert.

Kontakt: Fabrice Giguère, Swell Communications, fabrice@swellcommunications.ca, 514 262-2437

Logo Marconi Technologies

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Greenpeace rechnet mit Milliardenaufwand für Entsorgung von Asbest-Schotter

15.06.2026

Der Asbest-Skandal rund um mehrere Steinbrüche im Burgenland entwickelt sich zu einer Milliardenbelastung für die öffentliche Hand. Nach einer neuen Berechnung der Umweltorganisation Greenpeace wird der materielle Schaden durch Entsorgung und Sanierung mindestens 1,6 Milliarden Euro betragen. Betroffen sind nicht nur das Burgenland, sondern auch Teile der Steiermark, Niederösterreichs sowie Gebiete in Ungarn, in die asbesthaltiges Material geliefert oder verbaut wurde.

Grundlage der Kostenschätzung ist die Annahme, dass seit 1990 rund 26 Millionen Tonnen asbesthaltiges Gestein aus vier Steinbrüchen abgebaut wurden. Greenpeace geht davon aus, dass etwa 20 Millionen Tonnen kurz- oder langfristig auf Asbestdeponien landen werden, während der Rest als Straßenunterbau, Fundamente oder in privaten Gärten in der Umwelt verbleibt und kaum mehr rückholbar ist. Rund 20 Prozent des Abfalls sollen in Form von asbesthaltigem Asphalt anfallen, dessen Deponierung besonders aufwendig ist und künftige Straßensanierungen über Jahrzehnte verteuern dürfte.

Mindestens drei Viertel der veranschlagten 1,6 Milliarden Euro entfallen laut Greenpeace auf die Entsorgung des Materials, der Rest auf Sanierungen. Für die Rechnung wurde ein Entsorgungspreis von lediglich 50 Euro je Tonne angesetzt – etwa die Hälfte des vor Bekanntwerden des Skandals üblichen Marktpreises. Diese Kalkulation sei nur zu halten, wenn rasch neue, sichere und kostengünstige Deponien errichtet werden, etwa in bereits geschlossenen Steinbrüchen, argumentiert Greenpeace. Andernfalls könnten sich die Gesamtkosten nach Einschätzung der Organisation auf mindestens das Doppelte erhöhen.

Die von Greenpeace genannten Summen übersteigen die Umsätze der betroffenen Steinbruchbetreiber deutlich und dürften auch die finanziellen Möglichkeiten des Landes Burgenland überfordern. Die Umweltorganisation drängt daher auf ein Eingreifen des Bundes und fordert, Mittel aus der Katastrophenhilfe bereitzustellen und einen Rahmen für eine kostengünstige Entsorgung zu schaffen. Zugleich verweist sie auf die Verantwortung des zuständigen Umweltministers, für ausreichend Deponiekapazitäten zu sorgen, um Kostenrisiken zu begrenzen und die logistisch aufwendige Räumung der asbestbelasteten Materialien langfristig planbar zu machen.