RingConn treibt die Forschung zu Wearables im Gesundheitsbereich mit einer neuen Studie in der Nature-Portfolio-Fachpublikation „npj Digital Medicine" voran

12.08.2026

Die Studie „Large-scale bilateral cardiovascular monitoring via wearable rings" analysiert 97.559 valide Ring-PPG-Proben von 1.810 Teilnehmern und liefert neue Erkenntnisse zur bilateralen Wearable-Sensorik für die Herz-Kreislauf-Überwachung.

NEW YORK, 12. August 2026 /PRNewswire/ -- Ein wichtiger Schritt zur Überwindung langjähriger Genauigkeitsprobleme bei Wearables für Endverbraucher: Ein gemeinsames Forschungsteam von Ninenovo (Muttergesellschaft von RingConn), dem Team von Professor Cheng Chen an der Shanghai Jiao Tong University sowie dem Mianyang Central Hospital hat eine neue Studie in npj Digital Medicine, einer Zeitschrift des Nature-Portfolios, veröffentlicht und damit nach Angaben der Forscher den ersten groß angelegten bilateralen Ring-PPG-Benchmark geschaffen. Die Studie umfasste 97.559 valide PPG-Proben von 1.810 Teilnehmern sowie 7.478 gepaarte Blutdruckmessungen. Sie ergab, dass die Kombination synchronisierter PPG-Signale beider Hände die Herzfrequenzschätzung erheblich verbessern kann. Zugleich zeigt sie wichtige Grenzen bilateraler Wearable-Ansätze zur Blutdruckschätzung auf und deutet darauf hin, dass Unterschiede zwischen den beidseitig erfassten Signalen als potenzieller Indikator für die Zuverlässigkeit der Messungen dienen können.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören nach wie vor zu den weltweit häufigsten Todesursachen, weshalb die kontinuierliche und leicht zugängliche Überwachung des Herz-Kreislauf-Systems zu einem immer wichtigeren Bereich der Gesundheitsforschung wird. Die Photoplethysmographie (PPG), eine nichtinvasive optische Messtechnik, ist heute eine zentrale Technologie in Wearables für Endverbraucher wie Smartwatches und Smart-Ringe und ermöglicht die kontinuierliche Erfassung physiologischer Signale im Alltag. Die meisten tragbaren PPG-Systeme stützen sich jedoch auf Messungen an einer einzigen Stelle, in der Regel an einer Hand oder einem Finger. Dabei wird implizit davon ausgegangen, dass die auf der linken und rechten Körperseite erfassten Signale so weit übereinstimmen, dass sie austauschbar sind. Ob diese Annahme tatsächlich zutrifft, wurde bislang jedoch kaum systematisch untersucht. Diese Frage bildete den Ausgangspunkt für ein gemeinsames Forschungsprojekt von Partnern aus Wissenschaft, Klinik und Industrie zur Untersuchung der Herz-Kreislauf-Überwachung mittels bilateraler ringbasierter PPG.

Anhand der Auswertung von 97.559 validen PPG-Proben zeigte die Studie, dass bilaterale Signale die Messzuverlässigkeit erheblich verbessern. Durch die synchronisierte Erfassung an beiden Händen konnte der mittlere absolute Fehler (MAE) bei der Herzfrequenz von 10,65 Schlägen pro Minute (Ausgangswert für die Gesamtpopulation) auf 3,21 Schläge pro Minute und bei Signalunterschieden unterhalb definierter Schwellenwerte weiter auf 2,59 Schläge pro Minute gesenkt werden. Zudem zeigten sich diese Leistungssteigerungen durchgängig bei 12 verschiedenen KI-Modellarchitekturen. Zwar fielen die Verbesserungen bei der Blutdruckschätzung moderater aus (der systolische MAE verbesserte sich von 13,81 auf 12,36 mmHg, der diastolische von 9,27 auf 8,21 mmHg), doch bestätigen die Ergebnisse, dass Signalkonsistenz und Sensorplatzierung ebenso entscheidend sind wie das Volumen der Rohdaten.

Die Studie eröffnet neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung von Wearables im Gesundheitsbereich. Für Ninenovo und seine Vorzeigemarke RingConn unterstreicht diese Veröffentlichung das gemeinsame Engagement, nicht nur die Hardware, sondern auch die Algorithmen und Datenwissenschaft im Bereich Digital Health voranzubringen. Im Rahmen fortlaufender Kooperationen mit Wissenschaft und Klinik nutzt Ninenovo neueste Forschungsergebnisse, um physiologische Rohdaten in zuverlässige Gesundheitslösungen für den Alltag zu überführen.

*RingConn-Smart-Ringe sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten oder gesundheitliche Beschwerden zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern.

Informationen zu RingConn

RingConn wurde 2021 gegründet und ist ein nutzerorientiertes Unternehmen, das mit kontinuierlichen Innovationen professionelle, kontinuierliche und bedarfsgerechte Produkte und Dienstleistungen zur Gesundheitsüberwachung entwickelt. RingConn hat sich zum Ziel gesetzt, zum vertrauenswürdigsten Begleiter seiner Nutzer für körperliches und geistiges Wohlbefinden zu werden.

Informationen zu Ninenovo

Als Muttergesellschaft von RingConn wurde Ninenovo von Wissenschaftlern von Weltklasse gegründet, um durch sinnvolle Innovationen einen Beitrag zur menschlichen Gesundheit zu leisten. Durch die Integration fortschrittlicher Technologien in den Alltag trägt Ninenovo mit RingConn zum weltweiten Wohlbefinden bei.

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Ludwig zieht rote Linie bei Klimapolitik, lässt FPÖ-Event im Rathaus aber zu

08.10.2026

Eine Podiumsdiskussion der Wiener FPÖ zum Titel „Der Preis des Klimakommunismus – Wer zahlt die Zeche?“ sorgt in der Stadtpolitik für erheblichen Wirbel. Die Freiheitliche Akademie Wien, das Freiheitliche Bildungsinstitut und der FPÖ-Rathausklub laden am 6. Oktober in die Volkshalle des Wiener Rathauses und holen dafür James Taylor, Präsident des US-amerikanischen Heartland Institute, nach Wien. Taylor gilt seit Jahren als prominenter Akteur der internationalen Szene, die den menschengemachten Klimawandel in Zweifel zieht, und steht seit Langem in der Kritik, weil seine Organisation nachweislich Geld aus der fossilen Industrie erhalten hat.

Auf dem Podium sollen neben Taylor der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp, Gerald Zmuegg von der Freiheitlichen Wirtschaft Wien sowie der Unternehmer und Politblogger Gerald Markel diskutieren. Eröffnet wird der Abend vom Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss. Inhaltlich bedient die FPÖ damit ein Narrativ, das sie seit geraumer Zeit in der Klimadebatte verwendet: Klimaschutzmaßnahmen werden als „Klimakommunismus“ adressiert und damit als ideologisch motivierte, wirtschaftlich schädliche Eingriffe gerahmt. Im Zentrum der Veranstaltung steht laut Ankündigung nicht die Abrechnung mit den Kosten der aktuellen Klimaauswirkungen, sondern mit jenen einer ambitionierten Klimapolitik.

Die Einladung Taylors fällt in ein Jahr, das in Europa und Österreich von außergewöhnlichen Wetterextremen geprägt ist. 2026 brachte neue Temperaturrekorde, eine hohe Zahl an Hitzetagen und Tropennächten und eine sich seit dem Frühjahr verschärfende Trockenheit. In der Landwirtschaft werden die Hitzeschäden europaweit auf 14 bis 17 Milliarden Euro geschätzt, für Österreich beziffert die Hagelversicherung den Dürreschaden auf rund 1 Milliarde Euro. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) meldet zudem eine Rekordzahl an Hitzetoten: Im Juni und Juli starben demnach 646 Menschen in Österreich an den Folgen der Hitze. Vor diesem Hintergrund kritisieren Gegner der Veranstaltung, die FPÖ ignoriere die realen Kosten und Risiken der Erderwärmung, während sie über vermeintliche Kosten von Klimapolitik diskutieren lässt.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) distanzierte sich in einer Stellungnahme deutlich von der inhaltlichen Ausrichtung des Abends. Die Stadt bekenne sich zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen über den menschengemachten Klimawandel und zu einer verantwortungsvollen Klimapolitik, betonte er. Positionen, die Klimaschutz pauschal als „Klimakommunismus“ diffamieren, lehne er ausdrücklich ab. Zugleich verwies Ludwig auf die Rolle des Rathauses als „Haus der Demokratie“: Den im Gemeinderat vertretenen Fraktionen stünden grundsätzlich Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung. Kritik kam auch von den Wiener Grünen, deren Vorsitzender Peter Kraus die Einladung Taylors als „Verhöhnung“ der Bevölkerung bezeichnete, die mit den Folgen von Hitze und Dürre konfrontiert sei, und den Bürgermeister aufforderte, zu prüfen, ob für eine derartige Veranstaltung tatsächlich Räume im Rathaus zur Verfügung gestellt werden sollten.