Ripple beteiligt sich an der Serie-E-Finanzierungsrunde von Flutterwave mit einer strategischen Investition, um Stablecoin-Zahlungen in Afrika voranzutreiben

17.06.2026

Diese Investition ist Teil der Serie-E-Finanzierungsrunde von Flutterwave – ein Meilenstein, der die gestärkte institutionelle Position des Unternehmens unterstreicht und die Weichen für weitere strategische Ankündigungen in den kommenden Monaten stellt.

In einem Meilenstein für die afrikanische Digitalwirtschaft integriert diese strategische Investition den auf US-Dollar lautenden Stablecoin RLUSD von Ripple, das Zahlungsnetzwerk von Ripple und das XRP-Ledger (XRPL) in die Zahlungsinfrastruktur von Flutterwave. Damit entsteht eine unaufhaltsame, auf Stablecoins basierende Finanzautobahn, die Nigeria und den gesamten Kontinent an die Spitze der weltweiten Einführung digitaler Vermögenswerte bringt.

SAN FRANCISCO und LAGOS, Nigeria, 17. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Flutterwave, das führende Unternehmen Afrikas im Bereich Zahlungsinfrastruktur, gibt heute eine strategische Investition von Ripple bekannt, dem führenden Anbieter von Blockchain-basierten Unternehmenslösungen für den traditionellen und digitalen Finanzsektor. Diese Partnerschaft markiert die entscheidende nächste Phase der langfristigen Stablecoin-Strategie von Flutterwave und verbindet nahtlos die bestehenden grenzüberschreitenden Abwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens mit digitaler Liquidität auf Unternehmensniveau. Durch die Verankerung dieser Infrastruktur im Herzen des Kontinents versetzt Flutterwave afrikanische Unternehmen in die Lage, bestehende Hindernisse zu umgehen, was letztlich die Rolle Nigerias als wichtigster Knotenpunkt für den globalen Handel mit digitalen Vermögenswerten stärkt und eine nachhaltige wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit auf dem gesamten afrikanischen Kontinent fördert. Die Investition ist Teil der Serie-E-Finanzierungsrunde von Flutterwave, die das Unternehmen mit 3,2 Milliarden US-Dollar bewertet und die tiefe institutionelle Übereinstimmung mit den starken finanziellen Fundamentaldaten sowie dem langfristigen Wertversprechen des Unternehmens widerspiegelt.

Ripple Participates in Flutterwave’s Series E With Strategic Investment to Accelerate African Stablecoin Payments

Diese Integration ist die Umsetzung einer klaren, mehrjährigen Roadmap, in deren Rahmen Flutterwave bereits systematisch Stablecoin-gestützte Abwicklungs-, Liquiditäts- und Überweisungskanäle integriert hat. Durch die Einbindung von RLUSD in sein Kernökosystem vollendet das Unternehmen eine „Stablecoin-First"-Zahlungsarchitektur, die traditionelle Engpässe beseitigt. Dieser einheitliche Ansatz liefert einen konsistenten, skalierbaren und konformen Liquiditätsstack, der die Art und Weise verändert, wie afrikanische Unternehmen mit globalen Märkten interagieren, und damit effektiv einen neuen Weg für die Akzeptanz digitaler Währungen festigt, der sowohl grenzenlos als auch lokal verankert ist.

Im Mittelpunkt der strategischen Investition und Partnerschaft steht eine robuste Produktintegration, die darauf ausgelegt ist, die Einführung einer Infrastruktur für digitale Vermögenswerte zu beschleunigen und dem grenzüberschreitenden Handel in ganz Afrika beispiellose Geschwindigkeit, Liquidität und Kosteneffizienz zu verleihen. Die Partnerschaft basiert auf drei Kernsäulen: der Einbindung von RLUSD in die Zahlungskanäle von Flutterwave und die Überweisungskorridore der Send App als primäres Abrechnungsmittel für Kanäle mit hohem Transaktionsvolumen; der Nutzung des XRP-Ledgers (XRPL) für eine schnellere Transaktionsabwicklung; sowie der Einführung einer einheitlichen API, um das inländische Netzwerk von Flutterwave nahtlos mit Ripple Payments, dem globalen Zahlungsnetzwerk von Ripple, zu verbinden.

Durch die Zusammenführung traditioneller Fiat-Zahlungsmethoden – darunter lokale Karten, mobile Wallets und Banküberweisungen – mit der Enterprise-Blockchain-Technologie von Ripple beseitigt die Partnerschaft die bisherigen Reibungspunkte bei grenzüberschreitenden Zahlungen in Afrika, wie mehrtägige Verzögerungen und überhöhte Wechselkursspannen. Stattdessen profitieren Unternehmen von der garantierten Liquidität, vorhersehbaren Preisen und der Abwicklung in Echtzeit.

„Flutterwave hat eines der fortschrittlichsten Zahlungsnetzwerke in Afrika aufgebaut, und mit der Weiterentwicklung seiner Infrastruktur spielen Stablecoins dabei eine immer zentralere Rolle", sagte Reece Merrick, Managing Director, MEA bei Ripple. „Unsere Investition wird den RLUSD in dieser Infrastruktur etablieren, wobei Flutterwave den Stablecoin-Fluss über das XRPL vorantreibt und seine Rolle als Abwicklungsschicht für reale Zahlungen auf dem gesamten Kontinent ausbaut. Gemeinsam planen wir zudem, die Geschwindigkeit und Effizienz von Ripple Payments auf grenzüberschreitende Transaktionen in der Region auszuweiten und so Unternehmen und Verbrauchern in großem Maßstab schnellere und kostengünstigere Finanzdienstleistungen zu ermöglichen."

Olugbenga „GB" Agboola, Gründer und CEO von Flutterwave, fügte hinzu:  „Diese Investition markiert einen entscheidenden Meilenstein auf unserem Weg und ermöglicht es uns, unsere Infrastruktur erheblich zu skalieren und unsere Roadmap für Stablecoin-basierte Zahlungen auszubauen. Indem wir schnellere Abwicklungen und kostengünstigere grenzüberschreitende Zahlungen ermöglichen, bauen wir eine Zahlungsautobahn auf, die den afrikanischen Handel direkt mit der Weltwirtschaft verbindet. Diese Partnerschaft ist ein Katalysator für die Souveränität Nigerias und Afrikas im Zeitalter der digitalen Finanzen und stellt sicher, dass unsere Märkte zu den wichtigsten Akteuren der globalen Revolution im Bereich digitaler Vermögenswerte gehören."

Mit diesem Kapital und einer vertieften Produktallianz wird Flutterwave sein Ziel beschleunigen, traditionelle Finanzsysteme mit der Infrastruktur digitaler Vermögenswerte der nächsten Generation zu verbinden. Aufbauend auf seiner etablierten Größe – mit eingeworbenen Mitteln von über 500 Mio. US-Dollar und der Abwicklung von über einer Milliarde Transaktionen im Wert von über 50 Mrd. US-Dollar – ist Flutterwave bestens positioniert, um ein enormes wirtschaftliches Potenzial für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie globale Konzerne, die in ganz Afrika tätig sind, zu erschließen.

 

 

 

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Weitere Betrugsvorwürfe gegen René Benko im Signa-Komplex

15.06.2026

Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.

Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.

Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.

Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.