Seaspan nimmt ersten reinen PKW- und LKW-Fährschiff mit 10.800 CEU und Dual-Fuel-LNG-Antrieb in Empfang

12.06.2026

SINGAPUR, 12. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Die Seaspan Corporation („Seaspan"), ein führender unabhängiger Eigentümer und Betreiber von Schifffahrtsanlagen, freut sich bekannt zu geben, dass die Glovis Lighthouse, das erste Schiff seiner Serie von 10.800 CEU großen, mit LNG betriebenen Dual-Fuel-PCTC-Neubauten (Pure Car and Truck Carriers), seine Jungfernfahrt angetreten hat.

Glovis Lighthouse

Die Glovis Lighthouse gehört weltweit zu den wenigen Schiffen, die eine Kapazität von 10.000 CEU überschreiten, und stellt damit die bislang größte Klasse von Autotransportschiffen dar. Das Schiff verdeutlicht das Engagement des Unternehmens, Schiffe der nächsten Generation zu liefern, die Größe, Effizienz und zukunftsfähige Antriebskonzepte vereinen.

Das in Zusammenarbeit mit Hyundai Glovis, einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Automobillogistik, entwickelte Schiff verfügt über 14 Decks, darunter vier hebbare Decks, sowie heb- und senkbare Rampensysteme, die die Flexibilität und Kapazität bei der Ladung verbessern und dazu beitragen, die Emissionsintensität pro transportiertem Fahrzeug zu senken.

Die Glovis Lighthouse wird mit einem Dual-Fuel-LNG-Antrieb betrieben und soll im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen die CO₂-Emissionen um etwa 24 % senken. Seine Energieeffizienz übertrifft die geltenden gesetzlichen Normen deutlich. Das Schiff ist zudem mit Motor- und Kraftstoffsystemen der neuesten Generation sowie einem Wellengenerator ausgestattet, um die Gesamteffizienz zu steigern und den Methanausstoß zu minimieren, wodurch es zu den umweltfreundlichsten PCTCs zählt, die derzeit im Einsatz sind.

Das Schiff ist für den Betrieb mit Methanol und Ammoniak ausgerüstet und unterstützt damit langfristige Strategien zur Emissionsminderung durch alternative Kraftstoffe, sobald diese in größerem Umfang verfügbar sind.

„Die Auslieferung der Glovis Lighthouse ist ein Meilenstein für Seaspan und ein klarer Beweis für unsere Fähigkeit, Anlagen von Weltklasse in großem Maßstab zu realisieren", sagte Bing Chen, Vorsitzender, Präsident und CEO von Seaspan. „Dieses Schiff setzt neue Maßstäbe auf dem PCTC-Markt – es vereint Größe, Effizienz und Bereitschaft für die Energiewende, um unseren Kunden dabei zu helfen, in der nächsten Ära der Automobillogistik eine Vorreiterrolle einzunehmen."

Die Glovis Lighthouse, die im Rahmen eines langfristigen Zeitchartervertrags an Hyundai Glovis ausgeliefert wurde, verdeutlicht Seaspans Fokus auf Kundenpartnerschaften, die technische Innovation mit einem zuverlässigen, langfristigen Einsatz von Anlagen verbinden.

„Durch die Kombination von Größe, Flexibilität bei der Ladungsabwicklung und Bereitschaft zur Umstellung auf neue Treibstoffe ist diese Flottenserie bestens aufgestellt, um die langfristige Entwicklung der globalen Lieferketten in der Automobilbranche zu unterstützen", sagte Kun Li, Chief Commercial Officer von Seaspan.

Über Seaspan Corporation Pte. Ltd. 

Seaspan ist der weltweit führende Eigentümer und Betreiber von Schifffahrtsanlagen, der sich auf langfristige, festverzinsliche Mietverträge mit den bekanntesten Reedereien der Welt konzentriert. Zum 31. März 2026 bestand die Betriebsflotte von Seaspan aus 247 Schiffen (einschließlich zweier Very Large Ethane Carrier und vier Open Hatch Gantry Crane-Schiffe, die im April 2026 unter Vertrag genommen wurden) mit einer Gesamtflottenkapazität von etwa 2,5 Millionen TEU bei vollständiger Auslieferung.

Medienkontakt: Cailey Murphy, Leiterin der Unternehmenskommunikation, Seaspan Corporation Pte. Ltd, communications@seaspancorp.com

Cision View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/seaspan-nimmt-ersten-reinen-pkw--und-lkw-fahrschiff-mit-10-800-ceu-und-dual-fuel-lng-antrieb-in-empfang-302798943.html

Other news

Autobahn als Gefahrenzone: Wie KI das Arbeiten unter Verkehr sicherer machen soll

15.06.2026

Asfinag und ÖAMTC kombinieren emotionale Bewusstseinsbildung mit neuer Technologie, um den „Arbeitsplatz Straße“ sicherer zu machen. Unter dem Slogan „Danke, dass du auf meine Mama/meinen Papa aufpasst“ starten die Organisationen eine gemeinsame Kampagne, bei der die Kinder der Mitarbeitenden als Botschafter auftreten. Hintergrund sind mehrere schwere Unglücke mit Autobahn-Personal: Im Jahr 2025 war Asfinag-Personal in sechs Unfälle auf Autobahnen involviert, einer davon endete tödlich. Parallel zu der Kampagne wird in Österreich ein KI-basiertes Warnsystem im Live-Betrieb getestet.

Die Dimension des Problems ist erheblich. Laut Daten von Statistik Austria und ÖAMTC kam es 2025 zu insgesamt 2.137 Unfällen mit Personenschaden auf Autobahnen und Schnellstraßen, 45 davon verliefen tödlich. Als häufigste Ursachen gelten Unachtsamkeit und Ablenkung. Eine IFES-Umfrage zeigt, wie verbreitet riskantes Verhalten ist: Ein Drittel der Befragten gibt an, während der Fahrt Handy-Nachrichten zu lesen oder zu schreiben, die Hälfte bedient Navi oder Radio. Unter den unter 30-Jährigen räumen 60 Prozent ein, schon einmal während der Fahrt ein Video aufgenommen zu haben.

Das neue KI-System zielt darauf ab, die Arbeit von Straßenkolonnen unter fließendem Verkehr besser abzusichern. Auf Sicherungsfahrzeugen oder Warnleitanhängern montierte Kameras erfassen Fahrzeuge in rund 300 Metern Entfernung. Die Künstliche Intelligenz analysiert daraufhin den Fahrweg der herannahenden Fahrzeuge und löst bei Kollisionsgefahr Warnungen aus: Die Person am Steuer wird mit einem Hupsignal aufmerksam gemacht, während Straßenarbeiter ein kleines Gerät am Körper tragen, das im Gefahrenfall vibriert. Diese wenigen zusätzlichen Sekunden sollen reichen, um sich aus der Gefahrenzone zurückzuziehen.

Derzeit sind fünf Kameras im Einsatz, weitere 21 Kollisionswarner werden angeschafft. Der Testbetrieb läuft bis Jahresende, anschließend soll über eine flächendeckende Einführung entschieden werden. Auch der ÖAMTC erprobt die Technologie im praktischen Alltag: Elf Fahrzeuge des Clubs wurden mit dem System ausgerüstet, sie werden in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland getestet. Die Kombination aus KI-gestützter Früherkennung und einer breit angelegten Kampagne gegen Ablenkung am Steuer soll das Risiko für Verkehrspersonal senken – und zugleich Fahrerinnen und Fahrer stärker für die Konsequenzen ihres Verhaltens sensibilisieren.