Thryve.Earth gibt erste Abnahmeverpflichtungen von Unternehmen zur Renaturierung von 6.000 Hektar auf Sulawesi, Indonesien, bekannt

11.08.2026

Google und McKinsey, Mitglieder der Symbiosis Coalition, sowie Tencent haben Verträge über insgesamt 635.000 Tonnen CO₂-Entfernung abgeschlossen

SINGAPUR, 7. August 2026 /PRNewswire/ -- Thryve.Earth gab seine ersten Abnahmeverpflichtungen mit der Symbiosis Coalition, einem Abnehmerverbund für naturbasierte Kohlenstoffentfernung, und Tencent, einem globalen Internet- und Technologieunternehmen, bekannt.

Thryve.Earth Pte. Ltd. Logo

Die Symbiosis-Mitglieder Google und McKinsey haben sich verpflichtet, über einen Zeitraum von zehn Jahren mehr als 335.000 Tonnen CO₂ zu binden – für Symbiosis ist dies das erste Projekt im Bereich der Agroforstwirtschaft, während Tencent sich zu 300.000 Tonnen verpflichtet hat – dies ist das erste Abnahmeabkommen des Unternehmens außerhalb Chinas. Im Rahmen des Projekts sollen auf Sulawesi 6.000 Hektar degradiertes Land durch Obst- und Nutzholzpflanzen renaturiert werden, die Kohlenstoff binden und gleichzeitig den lokalen Gemeinden ein dauerhaftes Einkommen sichern.

Sulawesi ist eine der Regionen mit der größten Artenvielfalt und den höchsten Kohlenstoffvorräten, wurde jedoch durch Wanderfeldbau, Bodenerosion und invasive Arten geschädigt. Dies hat zu brandgefährdeten Graslandschaften und ausgelaugten Böden geführt, wodurch Kleinbauern Schwierigkeiten haben, ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Das Agroforstmodell von Thryve regeneriert Landschaften durch ein mehrschichtiges Anpflanzungssystem – wodurch die Einkünfte der Landwirte über verschiedene Zeithorizonte hinweg diversifiziert werden und die Einnahmen aus dem Kohlenstoffhandel oft übersteigen. Das Modell baut auf der jahrzehntelangen, in der Praxis bewährten Arbeit von Dr. Willie Smits im Rahmen der Masarang-Stiftung auf. Die anfänglichen Kosten für die Beseitigung invasiver Gräser und die Anpflanzung neuer Bäume übersteigen das, was Grundstückseigentümer allein tragen können – daher sind langfristige Abnahmeverpflichtungen entscheidend, um die für eine groß angelegte Renaturierung erforderlichen Finanzmittel zu erschließen.

„Es ist ein echtes Privileg, dass unsere Kapitalpartner uns auf diesem Weg begleiten – wir sind dankbar dafür, dass wir unsere jahrzehntelange, bewährte Arbeit mit institutioneller Disziplin ausbauen und dabei die Gemeinschaften weiterhin in den Mittelpunkt stellen können", sagten Vinay Kulkarni und Ron Steinherz, Mitbegründer von Thryve.Earth.

„Langfristige Abnahmeverpflichtungen seitens der Symbiosis-Mitglieder geben dem Thryve-Team die nötige Sicherheit, um in großem Maßstab zu expandieren – genau die Art von Signal, die dieser Markt braucht", sagte Julia Strong, Geschäftsführerin der Symbiosis Coalition.

„Im Einklang mit Tencents Vision ‚Tech for Good' freuen wir uns, die Arbeit von Thryve auf Sulawesi zu unterstützen, die eine messbare CO₂-Entfernung ermöglicht und gleichzeitig die biologische Vielfalt wiederherstellt sowie nachhaltigen Mehrwert für die lokalen Gemeinschaften schafft", sagte Hao Xu, Vice President für „Sustainable Social Value" bei Tencent.

Über die Parteien

Thryve.Earth ist ein in Singapur ansässiges Unternehmen, das sich auf die naturnahe Landschaftssanierung spezialisiert hat und Projekte von hoher Integrität entwickelt.

„Symbiosis" ist ein Einkaufsverbund, der Projektentwicklern langfristige Abnahmesicherheit bietet, um die Renaturierung in größerem Maßstab voranzutreiben.

Tencent ist ein weltweit führendes Internet- und Technologieunternehmen, das Technologie für das Gemeinwohl einsetzt.

Lesen Sie die vollständige Ankündigung hier.

Für Medienanfragen: 

Praveen T B

praveen@thryve.earth 

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Externe Prüfer sehen Wiener MAK nach Raubüberfall ohne Fehlverhalten

08.10.2026

Der bewaffnete Juwelenraub im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) vom 27. August ist nach Einschätzung externer Fachleute nicht auf Versäumnisse der Institution zurückzuführen. Ein 34 Seiten umfassendes Gutachten des Sicherheitsconsulting-Unternehmens LifeLine's kommt zu dem Schluss, dass das Haus sowohl bei den technischen Sicherheitsvorkehrungen als auch beim operativen Vorgehen während des Überfalls und im anschließenden Krisenmanagement korrekt gehandelt hat. Die zentrale Frage, ob das Ereignis sicherheitstechnisch und organisatorisch adäquat bewältigt wurde, beantworten die Gutachter mit einem „klaren Ja“.

Im Fokus der Untersuchung stand die Ausstellung „Glanzstücke. Van Cleef & Arpels High Jewelry x Masterpieces from the MAK Collection“, in deren Juwelenraum zwei bewaffnete Täter mitten am Nachmittag eine Vitrine einschlugen und mit einem historischen Diamantcollier flüchteten. Laut Bericht waren alle mit den Vertragspartnern vereinbarten Sicherheitsstandards und Normen erfüllt. Dazu zählten unter anderem der Einsatz von 185 Videokameras, einer dreistelligen Zahl von Alarmsensoren, speziellem Sicherheitsglas sowie geschultem Sicherheitspersonal. Der nach der Tat eingeführte Einsatz von Metalldetektoren war laut Gutachten zuvor weder verlangt noch durch bestehende Standards vorgesehen.

Besonders hervor hebt der Bericht die bewusste Entscheidung für den Vorrang des Personenschutzes vor dem Objektschutz. Aus diesem Grund verzichtete das Museum auf laute Alarmsignale während der Öffnungszeiten und auf bewaffnete Sicherheitskräfte im Ausstellungsbereich. Die direkte Alarmierung von Polizei und hauseigener Sicherheitszentrale wurde den Angaben zufolge um 14:01:22 Uhr ausgelöst und habe „optimal und effizient“ funktioniert. Auch das Verhalten der anwesenden Securitas-Mitarbeitenden wird positiv bewertet: Sie hätten eine unmittelbare Konfrontation mit den bewaffneten Tätern und damit das Risiko einer Eskalation, etwa durch Panik oder mögliche Geiselnahmen, vermieden.

Die Gutachter kommen insgesamt zu dem Befund, dass ein von professionellen Tätern geplanter und durchgeführter Raub unter regulären Öffnungsbedingungen mit „vernünftigen Mitteln“ nicht vollständig zu verhindern gewesen sei – selbst bei Einsatz moderner Überwachungstechnik und etablierter Sicherheitsprotokolle. Aus ihrer Sicht bestätigt der Fall eine bekannte Grenze musealer Schutzkonzepte: Absolute Sicherheit wäre nur um den Preis massiver Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Besucherinnen und Besuchern zu erreichen, formuliert das Gutachten sinngemäß. Das MAK wird damit für den konkreten Vorfall entlastet, auch wenn der spektakuläre Coup die Debatte über Sicherheitsstandards in Ausstellungshäusern neu anheizen dürfte.