UEG gründet neuen Patientenvertreterbeirat, um die Stimme der Patienten im Bereich der Verdauungsgesundheit zu stärken

18.10.2026

United European Gastroenterology (UEG) hat heute ihren neuen Patient Representatives Advisory Board (PRAB) ins Leben gerufen und damit eine eigene Plattform geschaffen, um die Perspektiven der Patienten in ihre Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und ihre umfassenderen Bemühungen zur Verbesserung der Verdauungsgesundheit in ganz Europa einzubinden.

BARCELONA, Spanien, 18. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Der PRAB wurde auf der UEG Week 2026 in Barcelona ins Leben gerufen und markiert den nächsten Schritt im Engagement der UEG, die Rolle von Menschen mit Verdauungskrankheiten in ihrer Arbeit zu stärken.

Die Einführung baut auf der Zusammenarbeit der UEG mit Patientenorganisationen auf, darunter der Digestive Health Roundtable 2025 und sein Manifest, in dem gefordert wird, Patienten als Mitgestalter von Politik, Forschung und Versorgung im Bereich der Verdauungsgesundheit anzuerkennen.

Als strukturiertes und unabhängiges Beratungsgremium wird der PRAB patientenorientierte Beiträge zu den Aktivitäten der UEG im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und, soweit relevant, zu ihrer weiteren Arbeit leisten. Durch die Schaffung einer formalen Schnittstelle zwischen UEG und der europäischen Patientengemeinschaft sollen gemeinsame Herausforderungen bei Verdauungskrankheiten identifiziert und die Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen gestärkt werden.

Professor Joost PH Drenth, Präsident der UEG, sagte: „Wenn wir die Verdauungsgesundheit auf eine Weise verbessern wollen, die wirklich auf die Bedürfnisse der Patienten eingeht, müssen ihre Perspektiven von Anfang an Teil des Gesprächs sein." Der Patientenbeirat bietet uns eine gezielte Möglichkeit, zuzuhören, zu lernen und zusammenzuarbeiten und trägt so dazu bei, dass die Stimme der Patienten unsere Prioritäten und unsere weitere Arbeit beeinflusst."

Der PRAB wurde offiziell im Rahmen des Digestive Health Roundtable 2026 ins Leben gerufen, bei dem Patientenvertreter gemeinsam mit Klinikern, Forschern und Interessengruppen erörterten, wie die Perspektive der Patienten in die Forschung zur Verdauungsgesundheit einbezogen werden kann. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen patientenberichtete Ergebnisparameter (PROMs), die Einbindung in den gesamten Forschungslebenszyklus und die Entwicklung eines praktischen Instrumentariums.

„Wir freuen uns sehr über die Einrichtung des UEG-Patientenvertreterbeirats, der uns eine eigene Plattform bietet, um sicherzustellen, dass die Perspektiven der Patienten sinnvoll in unsere Öffentlichkeitsarbeit einfließen", sagte Professor Alexander Hann, Vorsitzender der UEG-Gruppe für Öffentlichkeitsarbeit.

In einer gemeinsamen Erklärung sagten Patientenvertreter von AOECS, DiCE, ECPO, ELPA, EOS Network, IFCCA, ILCM und PCE: „Das PRAB schafft einen formalen Raum für Patienten und Patientenorganisationen, um ihre Perspektiven direkt in die Arbeit von UEG einzubringen." Durch die Zusammenarbeit im Bereich der Verdauungskrankheiten können wir gemeinsame Herausforderungen identifizieren, die Kooperation stärken und dazu beitragen, dass Interessenvertretung und Aktivitäten die Prioritäten und Erfahrungen der Menschen widerspiegeln, denen sie dienen sollen."

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Kunasek lobt ÖVP-Koalition, Kickl attackiert SPÖ beim FPÖ-Frühschoppen in Hartberg

08.10.2026

Die steirische FPÖ hat ihren traditionellen Frühschoppen beim Hartberger Oktoberfest erneut für eine machtbewusste politische Inszenierung genutzt. Vor rund 3.500 Besucherinnen und Besuchern im vollen Festzelt trat zuerst die Landesführung um Landeshauptmann Mario Kunasek auf, ehe Bundesparteichef Herbert Kickl als Hauptredner die Bühne übernahm. Begleitet von österreichischen Fahnen, „Herbert“-Sprechchören und Schlagern wie Tina Turners „The Best“ präsentierten sich die Freiheitlichen als geschlossene Kraft mit bundespolitischem Anspruch.

Kunasek, der sich nach zuletzt guten Umfragewerten demonstrativ gelöst gab, lobte die Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner ÖVP in der Steiermark. Man streite nicht, sondern es gebe „Arbeit, Arbeit, Arbeit und es funktioniert“, sagte der Landeshauptmann und verwies darauf, dass die „heilige Ordnung“ nach der Landtagswahl 2024 nicht mehr gegolten habe. Zugleich zeichnete er ein scharfes Bild in der Migrations- und Integrationspolitik, warnte vor einer Gefahr durch den „politischen Islam“ und erklärte, für Menschen, die mit „unseren Werten“ ein Problem hätten, müsse es heißen: „Ab, gute Reise.“ Sein Ziel formulierte er klar: Man könne nicht nur den Landeshauptmann stellen, sondern „Österreich auf Vordermann bringen“.

Kickl knüpfte an diese Steilvorlage an und nutzte den Auftritt, um sowohl die eigene Anhängerschaft zu mobilisieren als auch die Konkurrenz frontal anzugreifen. Die „wirkliche Volkspartei“ sei im Zelt versammelt, erklärte er und spielte sich gleichzeitig als von Gegnern unterschätzter, aber entschlossener Politiker in Szene. Er verwies darauf, dass er vielfach als „gefährlichster Politiker“ bezeichnet werde, stellte jedoch klar, gefährlich sei er aus seiner Sicht nicht für „meine Landsleute“, sondern für jene, „die unseren Wohlstand verludern und unsere Heimat stehlen“. Inhaltlich bekräftigte er dabei einmal mehr den Begriff „Remigration“ als eine seiner Visionen für ein künftiges Österreich.

Breiten Raum nahm in Kickls Rede die aktuelle Krise der SPÖ ein, die er als Chance für seine Partei deutete. Die Sozialdemokratie bezeichnete er polemisch als „Selbsthilfegruppe namens Soziademokratie“ und kommentierte die Diskussion um die Nachfolge von Bundesparteichef Andreas Babler mit der Ansage „game over, das Spiel ist vorbei“. Innerhalb der SPÖ würden „Kommunisten mit Kapitalisten streiten, wer die besseren Sozialisten sind“, sagte Kickl mit Blick auf innerparteiliche Flügelkonflikte und Ambitionen potenzieller Kandidaten. Für die kommende Nationalratswahl, die er als „Schicksalswahl“ charakterisierte, gab er sich siegessicher: Wenn sich die Freiheitlichen nicht „auseinanderdividieren lassen“, werde am Ende ein „Volkskanzler“ stehen. Neuwahlen könnten seiner Einschätzung nach „jederzeit daherkommen“, die steirische FPÖ um Kunasek präsentierte er als Vorbild für die Partei in anderen Bundesländern.