Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten führen zu einer massiven Destabilisierung der globalen Energiemärkte. Nach einer Intensivierung iranischer Angriffe auf Schiffe in der Region der Straße von Hormuz sind die Ölexporte deutlich zurückgegangen. Dies deutet auf eine neue Eskalationsspirale hin, die ein Ende der aktuellen Energiekrise in weite Ferne rücken lässt.
Laut Daten des Anbieters Kpler sanken die Ölausfuhren durch die strategisch wichtige Meerenge zuletzt auf durchschnittlich 48 Prozent des Vorkriegsvolumens. Bereits in der Vorwoche hatte Kpler einen Wert von 83 Prozent gemeldet. Diese Zahlen basieren auf einem Sieben-Tage-Durchschnitt und umfassen sowohl exportiertes Rohöl als auch raffinierte Erdölprodukte.
Die Bedrohungslage zwingt die internationale Gemeinschaft zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen. Insbesondere entlang der südlichen Route durch die Straße von Hormuz begleitet die US-Marine derzeit Tanker. Ziel ist es, den Transport von Öl aus den Verladestationen der Golfstaaten zu Schiffen sicherzustellen, die außerhalb der Meerenge bereitstehen.
Parallel dazu droht US-Präsident Donald Trump mit weiteren militärischen Maßnahmen gegen Teheran. Bei einem Wahlkampfauftritt in Florida sprach der Republikaner von einer möglichen neuen Angriffswelle, die er als „kleine ‚Epic Fury‘“ bezeichnete. Dabei bezieht er sich auf die „Operation Epic Fury“, den umfangreichen Luftschlag der USA gegen den Iran Ende Februar.



