Der bekannte Wiener Schnittenhersteller Manner verzeichnete im ersten Halbjahr des Jahres ein negatives Ergebnis und landete tief in den roten Zahlen. Laut Unternehmensangaben ist die finanzielle Lage durch eine Kombination aus externen Kostentreibern und regulatorischen Herausforderungen verschlechtert worden. Dieter Messner, der Chef von Manner, sieht die Profitabilität des Unternehmens durch verschiedene globale und lokale Faktoren unter Druck.

Besondere Sorge bereiten Messner dabei klimatische und geopolitische Ereignisse, die die Produktionskosten in die Höhe treiben. Er nennt explizit das Wetterphänomen El Niño sowie die Auswirkungen des Irankrieges als wesentliche Kostentreiber. Diese Faktoren beeinflussen die Rohstoffpreise und die gesamte Lieferkette des süßen Traditionsunternehmens aus Wien.

Zusätzlich kritisiert der Manner-Chef die aktuelle politische Situation in seinem Heimatland. Messner spricht in diesem Zusammenhang von den Folgen einer „Chaospolitik in Österreich“, die den Geschäftsbetrieb zusätzlich belaste. Die politische Instabilität wird somit als ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Herstellers gewertet.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Anpassung der Rezepturen an gesundheitliche Trends oder gesetzliche Vorgaben. Messner betont die finanziellen Auswirkungen einer geringeren Zuckerbeigabe in den Produkten. Er stellt klar: „Sobald Sie Zucker reduzieren, wird alles teurer“, was die Margen des Unternehmens weiter unter Druck setzt.