Duck Creek startet KI-Agentenplattform für die Versicherungsbranche und stellt neue Anwendungen zur Transformation von Risikoprüfung und -bewertung sowie Schadenbearbeitung vor

28.04.2026

Die Plattform nutzt agentische KI für die Versicherungsbranche und ermöglicht transparente, auditierbare und erweiterbare Entscheidungsprozesse und Nutzererlebnisse entlang zentraler P&C-Workflows

BOSTON, 28. April 2026 /PRNewswire/ -- Duck Creek, der intelligente Kern der Versicherungsbranche, gab heute die Einführung der Duck Creek Agentic AI Platform für Versicherungen bekannt, einer speziell entwickelten Plattform zur Implementierung, Orchestrierung und Steuerung von KI-Agenten über den gesamten Versicherungslebenszyklus hinweg. Die Duck Creek Agentic AI Platform wurde entwickelt, um Versicherern dabei zu helfen, die erheblichen Wertschöpfungsmöglichkeiten von KI zu erschließen, indem sie intelligente Automatisierung direkt in die Kernarbeitsabläufe von Versicherungen einbettet. Die Boston Consulting Group prognostiziert bis zu 80 Milliarden US-Dollar an jährlichem Potenzial allein in den USA.

Duck Creek Technologies

Neben der Plattform hat Duck Creek zwei neue Agentenerfahrungen eingeführt, Agentic Underwriting Workbench und Agentic First Notice of Loss (FNOL), die darauf ausgelegt sind, die Geschwindigkeit, die Genauigkeit und die Ergebnisse bei kritischen Workflows im Sach- und Haftpflichtversicherungsgeschäft zu verbessern.

Die Duck Creek Agentic AI Platform vereint Kerndaten aus Versicherungssystemen, domänenspezifische Modelle und neurosymbolische Verfahren, um KI-Agenten zu ermöglichen, die innerhalb bestehender Versicherungsprozesse und Systemkonfigurationen agieren können. Für Kunden der Duck Creek-Kernsysteme nutzt die Agentic AI Platform bestehende Daten, Policenbedingungen, Konfigurationen und APIs, um zentrale Informationen und Entscheidungslogiken nahtlos in agentische Anwendungen zu integrieren. Durch diese Kombination aus deterministischer und probabilistischer Logik können Versicherungsunternehmen optimierte und konforme Ergebnisse erzielen.

Die Plattform ist als mehrschichtige Architektur aufgebaut und vereint Daten- und Entscheidungslogik, Orchestrierung und Governance:

  • Agentic Intelligence – Ein versicherungsspezifisches Model Context Repository (MCR), gestützt auf feinabgestimmte, von Versicherern trainierte generative KI-Modelle (LLMs), Machine Learning und neurosymbolische Verfahren, die auf versicherungs- und unternehmensspezifischen Kontexten, Regeln und Wissensgraphen basieren.
  • Agentic Orchestration – Eine einheitliche Schicht zur Entwicklung, Bereitstellung und Steuerung von KI-Agenten für sämtliche Anwendungsfälle in der Versicherungsbranche. Sie verbindet Automatisierung mit autonomer Ausführung und Human-in-the-Loop-Ansätzen.
  • AI Assurance – Integrierte Governance- und Kontrollmechanismen für Nachvollziehbarkeit, Auditierbarkeit, Beobachtbarkeit, Compliance und Cybersicherheit, die sicherstellen, dass jede KI-gestützte Entscheidung erklärbar bleibt. 
  • AI Gateway – Ein offenes Ökosystem mit Marktplatz, Registry und standardisierten Protokollen (einschließlich MCP und A2A) zur Integration von KI-Agenten von Duck Creek, Partnern und Kunden.
  • Clarity Data Foundation und Core-Systems-Integration – Native Integration mit den Kernsystemen von Duck Creek als System of Record, die Echtzeitzugriff auf Policen-, Schaden-, Abrechnungs- und Risikodaten sowie Konfigurationen ermöglicht. Das System wird auch die Integration mit anderen Kernsystemen unterstützen. 

Die Plattform unterstützt sowohl Embedded- als auch Headless-Deployments und ermöglicht Versicherern die Integration agentischer Funktionen in bestehende Workflows bei gleichzeitiger Wahrung bestehender Technologieinvestitionen. Diese flexible Architektur ermöglicht es Versicherern die Einführung von KI zu skalieren, ohne sich an einen Anbieter zu binden.

„Agentische KI wird die Funktionsweise der Versicherungsbranche grundlegend verändern, indem sie Versicherern den Übergang von manuellen, fragmentierten Prozessen hin zu orchestrierten End-to-End-Entscheidungsprozessen und einer umfassenden Unterstützung aller Beteiligten ermöglicht, um bessere Ergebnisse zu erzielen und sich kontinuierlich zu verbessern", sagte Hardeep Gulati, Chief Executive Officer von Duck Creek. „Unsere Agentic Platform kombiniert unsere führende Position bei Kernsystemen, unsere proprietäre Versicherungsdomänen-Ontologie und unser Fachwissen sowie Agentic AI mit neurosymbolischen Schlussfolgerungen, um Agenten zu schaffen, die mit vollständigem Kontext, Governance, Rückverfolgbarkeit und menschlichem Einfluss arbeiten, so dass Versicherer ihre KI mit Zuversicht und ohne Bedenken skalieren können."

Einführung agentischer Anwendungen für Risikoprüfung und -bewertung sowie Schadenbearbeitung

Duck Creeks erste agentenbasierte Anwendungen zeigen wie koordinierte KI-Agenten hochwertige Arbeitsabläufe verändern können:

Agentic Underwriting Workbench optimiert den Prozess vom Antrag bis zum Angebot, indem sie KI-Agenten einsetzt, die Anträge in Echtzeit erfassen, priorisieren und mit zusätzlichen Informationen anreichern. Die Lösung priorisiert hochwertige Geschäftsmöglichkeiten, automatisiert die Datenerhebung und liefert entscheidungsreife Anträge – und ermöglicht Versicherern so eine schnellere Angebotserstellung, eine verbesserte Risikoselektion sowie eine skalierbare Steigerung der Underwriting-Performance.

Agentic First Notice of Loss (FNOL) verwandelt die Schadenaufnahme in eine intelligente Echtzeit-Erfahrung. Koordinierte KI-Agenten erfassen, validieren und leiten Schäden über digitale, sprachliche und mobile Kanäle weiter, verbessern die Datenqualität beim ersten Kontakt, verkürzen die Durchlaufzeiten und senken die Kosten für die Schadensregulierung, während sie gleichzeitig das Erlebnis für die Versicherten verbessern.

Agentic FNOL wurde in Zusammenarbeit mit Google Cloud entwickelt und basiert auf Gemini-Modellen. Es bietet Funktionen wie Überprüfung von Policen und Versicherungsschutz und frühzeitige Betrugserkennung bei der Aufnahme für eine schnellere und genauere Schadenbearbeitung.

Zusammen demonstrieren diese Anwendungen wie Duck Creeks agentenbasierter Ansatz über die Automatisierung auf Aufgabenebene hinausgeht und durchgängige Arbeitsabläufe orchestriert, die Effizienz, die Entscheidungsqualität und die Kundenresultate verbessert.

Informationen zu Duck Creek

Duck Creek ist der intelligente Kern, auf den führende Versicherer bauen. Speziell für Sach- und Unfallversicherung (P&C) sowie allgemeine Versicherungen entwickelt, führt Duck Creek den gesamten Versicherungslebenszyklus auf einer einzigen Plattform mit einer gemeinsamen Datengrundlage zusammen. Als agentenbasierte Plattform verknüpft Duck Creek intelligente Funktionen über Abläufe in den Bereichen Risikoprüfung, Policen, Abrechnung, Schaden und Zahlungen hinweg, also dort, wo Entscheidungen getroffen werden und Compliance nicht verhandelbar ist. Duck Creek ermöglicht Versicherern, Produkte schneller einzuführen, sich rasch an Veränderungen anzupassen und zielgenau sowie sicher zu wachsen. Die Lösungen sind einzeln oder als komplette Suite über Duck Creek OnDemand erhältlich. Besuchen Sie unsere Website unter www.duckcreek.comund folgen Sie Duck Creek auf LinkedIn und X.

Medienkontakte: 

Marianne Dempsey / Tara Stred 

duckcreek@threeringsinc.com

Logo – https://mma.prnewswire.com/media/2778773/Duck_Creek_Technologies_Logo_01.jpg

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Grasser vor entscheidender Privatkonkurs-Verhandlung in Kitzbühel

14.04.2026

Am 14. April tritt das Privatkonkursverfahren von Karl-Heinz Grasser in eine entscheidende Phase. An diesem Tag findet am Bezirksgericht Kitzbühel die sogenannte Prüfungstagssatzung statt, bei der die im Verfahren angemeldeten Forderungen der Gläubiger geprüft und anerkannt werden. Für den ehemaligen Finanzminister (FPÖ, später ÖVP-nah) wäre es der erste öffentliche Auftritt seit seiner rechtskräftigen Verurteilung im Buwog-Verfahren und dem anschließenden Haftaufenthalt. Laut Einträgen in der Ediktsdatei des Justizministeriums und Angaben des Gläubigerschutzverbands KSV1870 wurden im Zusammenhang mit dem Privatkonkurs weit über 30 Mio. Euro an Forderungen angemeldet.

Der KSV1870 rechnet damit, dass "deutlich über 22 Mio." Euro davon letztlich anerkannt werden. Insgesamt haben zehn Gläubiger Forderungen gegen den 57-Jährigen eingebracht, wobei die Republik Österreich als Hauptgläubiger auftritt. Bekannt ist, dass die Republik rund 12,7 Mio. Euro aus Schadenersatzansprüchen im Zusammenhang mit dem Buwog-Verfahren geltend macht und das Finanzamt weitere 7,9 Mio. Euro an Steuerforderungen eingefordert hat. Weitere Forderungen resultieren unter anderem aus Beratungs- und Steuerleistungen; sie summieren sich zu dem Gesamtvolumen von über 30 Mio. Euro.

Grasser hatte Ende April 2025 Privatkonkurs beantragt und ein Schuldenregulierungsverfahren angestrebt. Geplant war eine Entschuldung über eine Barquote von 3 Prozent, die innerhalb von zwei Wochen geleistet werden sollte. Eine dafür zunächst im August angesetzte Prüfungstagssatzung war kurzfristig abberaumt worden, nun wurde der Termin auf Mitte April festgelegt. Trotz der hohen Summen äußerte sich der KSV1870 anerkennend über Grassers Verhalten im laufenden Verfahren.

Für den früheren Finanzminister besteht keine Pflicht, bei der nicht-öffentlichen Verhandlung persönlich zu erscheinen; er kann sich von seinen Rechtsvertretern vertreten lassen. Der Gläubigerschutzverband geht jedoch eher davon aus, dass Grasser selbst in Kitzbühel anwesend sein wird. Der ehemalige Kärntner Landeshauptmannstellvertreter, der von 2000 bis 2007 das Finanzressort der Bundesregierung leitete, war Anfang Jänner nach sieben Monaten aus der Justizanstalt Innsbruck entlassen und in elektronisch überwachten Hausarrest überstellt worden. Er lebt mit seiner Ehefrau, der Unternehmerin und Swarovski-Millionenerbin Fiona Pacifico Griffini-Grasser, und der gemeinsamen Tochter auf einem Anwesen in Kitzbühel und geht – wie für Personen im Hausarrest vorgeschrieben – einer Beschäftigung nach; laut APA-Informationen arbeitet er derzeit bei einem Unternehmen vor Ort.