Sceye absolviert historischen 12-Tage-Flug über 6.400 Meilen in der Stratosphäre und bringt eine neue Infrastrukturebene für die Menschheit voran

13.04.2026

Die Sceye-Mission unterstreicht die Fortschritte im Bereich des stratosphärischen Langzeitbetriebs im Hinblick auf den vorkommerziellen Telekommunikationsflug in diesem Sommer

MORIARTY, New Mexico, 13. April 2026 /PRNewswire/ -- Sceye, ein US-amerikanisches Unternehmen für Luft- und Raumfahrt und Materialwissenschaften, das sich auf High-Altitude Platform Systems (HAPS) für Telekommunikation und Umweltüberwachung in Echtzeit spezialisiert hat, gab heute den erfolgreichen Abschluss seines Endurance-Programms bekannt, bei dem das HAPS „SE2" von Sceye über 6.400 Meilen in der Stratosphäre von New Mexico bis zur Küste Brasiliens zurücklegte und dabei eine Rekordflugzeit von über 12 Tagen erreichte. Das System von Sceye verbrachte erfolgreich mehr als 88 Stunden über einem Einsatzgebiet, darunter einen kompletten Tagesablauf über New Mexico und drei aufeinanderfolgende Tagesabläufe vor der brasilianischen Küste, bevor der Flug planmäßig und kontrolliert beendet wurde.

Image of Sceye’s “SE2” HAPS on ascent in New Mexico on March 25, 2026.

Das Endurance-Programm baute auf dem 2024 Control Dynamics-Programm von Sceye auf, bei dem das HAPS von Sceye als erstes den Energiekreislauf in der Stratosphäre schloss, indem es über einen kompletten Tag-Nacht-Zyklus mit Energie versorgt wurde und dabei seine Position über einem Einsatzgebiet beibehielt. Die Mission zeigt die bedeutenden Fortschritte des Unternehmens auf dem Weg zum kommerziellen Einsatz und liefert die Konfiguration, Betriebsprotokolle und Daten, die für monatelange Flüge erforderlich sind.

„Dies ist der entscheidende Schritt zur Erschließung der Stratosphäre als neue Infrastrukturebene", sagt Mikkel Vestergaard Frandsen, Gründer und CEO von Sceye. „Das Endurance-Programm, benannt nach dem engl. Wort für Ausdauer, macht dies möglich. Die Fähigkeit, über einen längeren Zeitraum in einem Gebiet zu verbleiben, ermöglicht eine dauerhafte Konnektivität und Echtzeitüberwachung, wo herkömmliche Netze und bestehende Technologien versagen. Über die Stratosphäre können wir die Reichweite bestehender Netze weltweit auf Milliarden von Menschen ausdehnen, die nicht vernetzt sind, und in Echtzeit verwertbare Erkenntnisse liefern, die die Vorbereitung auf und die Reaktion auf Waldbrände oder andere Naturkatastrophen erheblich verbessern."

Während des SE2-Flugs von Sceye, der am 25. März 2026 um 8:26 Uhr MT von New Mexico aus startete, konnte Sceye Folgendes bewerkstelligen:

  • Betrieb über mehr als 12 Tage nach Start in New Mexico und Abschluss der Mission in internationalen Gewässern vor der Küste Brasiliens.
  • Während des 6.400 Meilen langen Fluges wurden mehr als 88 Stunden an verschiedenen ausgewählten Orten berbracht, Position und Höhe gehalten und ein Stationssuchradius von nur 1 km erzielt.
  • Schließen des Energiekreislaufes und und Aufrechterhalten von Energie, Position und Höhe während jedes Tages- und Nachtzyklus. Sceye nutzt die Solarenergie während des Tages, um die Batterien aufzuladen, die dann in der Nacht arbeiten.
  • Schließen des Druckkreislaufs, Aufrechterhaltung des Fahrzeugdrucks während jedes Tages- und Nachtzyklus, Validierung des Designs des ersten vollständig intern im Unternehmen hergestellten Rumpfes.

Mit diesem Flug wurde das Endurance-Programm von Sceye abgeschlossen, bei dem es darum ging, die Flugdauer mit den kommerziellen Anforderungen in Einklang zu bringen und eine stabile Plattformkonfiguration für den Langzeitbetrieb zu schaffen. Sceye verfügt nun über alle erforderlichen Daten und Konfigurationen, um monatelange und schließlich jahrelange Flüge durchführen zu können.

„Mit dieser Mission gehen wir zuversichtlich auf unsere vorkommerziellen Testflüge über, von denen der erste in diesem Sommer starten soll", so Frandsen weiter. „Dieser Meilenstein ist alles, worauf wir hingearbeitet haben. Dies ist ein großer Erfolg nicht nur für Sceye, sondern auch für die schnell wachsende Stratosphärenindustrie. Wir bedanken uns bei unseren Investoren, Partnern, Kunden, unserem Team und den Agenturen, die diesen Erfolg möglich gemacht haben."

Im Rahmen des Endurance-Programms hat Sceye Kernsysteme wie Energiemanagement, Flugsteuerung, Wärmemanagement und Fertigung weiterentwickelt und so das Risiko verringert und die Bereitschaft für den kommerziellen Betrieb verbessert. Kürzlich präsentierte Sceye SceyeCELL, den ersten „Mobilfunkmast am Himmel", der Hochgeschwindigkeitsverbindungen in großem Maßstab aus der Stratosphäre ermöglicht.

Sceye bereitet sich nun auf seinen ersten vorkommerziellen Testflug in Japan vor, mit dem Ziel, eine erfolgreiche Backhaul-Verbindung in das Kernnetz der SoftBank Corp. herzustellen und Demonstrationen für erweiterte Konnektivität während Notfall- und Katastrophenschutzszenarien durchzuführen.

Informationen zu Sceye

Das 2014 gegründete Luft- und Raumfahrtunternehmen Sceye (ausgesprochen wie „sky") widmet sich der Weiterentwicklung der Stratosphärentechnologie, um Menschen zu verbinden und den Planeten zu schützen. Sceye ist führend auf dem Gebiet der High-Altitude Platform Systems (HAPS) und konzentriert sich auf universelle Konnektivität, Klimaüberwachung, Management natürlicher Ressourcen und Katastrophenschutz.

Medienkontakt: press@sceye.com

Foto – https://mma.prnewswire.com/media/2953516/Sceye_Historic_12_Day_6400_Mile_Stratospheric_Flight.jpg

Logo – https://mma.prnewswire.com/media/2484213/sceye_logo_suitcase_logo_full_colour_rgb_1000px_72ppi_ID_a12cb870d06f_Logo.jpg

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Grasser-Verfahren: Zehn Gläubiger, Millionenforderungen und ein unspektakulärer Gerichtstermin

13.04.2026

Im Privatkonkursverfahren des früheren österreichischen Finanzministers Karl-Heinz Grasser stehen Forderungen in Millionenhöhe im Raum. Beim Bezirksgericht Kitzbühel wurden laut Gläubigerschutzverband KSV1870 Forderungen von deutlich über 30 Millionen Euro angemeldet, in einem Verfahrensteil ist von insgesamt rund 35,6 Millionen Euro die Rede. Insolvenzverwalter Herbert Matzunski aus Innsbruck erkennt davon nach aktuellem Stand rund 23,1 Millionen Euro an. Grassers Anwalt Thomas Payer rechnet damit, dass „deutlich über 22 Millionen“ Euro formell bestätigt werden.

Zu der sogenannten Prüfungstagsatzung in Kitzbühel erscheint Grasser selbst nicht. Der Ex-Minister sei zur Teilnahme nicht verpflichtet und könne „nichts beitragen“, begründet Payer die Entscheidung. Es handle sich um einen üblichen, eher unspektakulären Termin, der in etwa einer halben Stunde erledigt sein dürfte und in dem ausschließlich die eingebrachten Forderungen behandelt werden. Zehn Gläubiger haben Ansprüche angemeldet, der mit Abstand größte Gläubiger ist die Republik Österreich, die unter anderem rund 12,7 Millionen Euro aus Schadenersatzansprüchen im Zusammenhang mit dem Buwog-Verfahren sowie 7,9 Millionen Euro an Steuerforderungen geltend macht.

Zur Masse gehören auch persönliche Vermögenswerte des 57-Jährigen: So wurde eine Uhr Grassers vom Insolvenzverwalter um 25.000 Euro verkauft, zudem ist seine Lebensversicherung aufgelöst worden. In einem weiteren Verfahren in Liechtenstein wird ein Geldwäsche-Komplex geprüft. Grasser hatte Ende April 2025 Privatkonkurs beantragt und ein Schuldenregulierungsverfahren angestrebt; er wollte sich über eine Barquote von 3 Prozent innerhalb von zwei Wochen entschulden.

Grasser lebt in Kitzbühel und befindet sich nach seiner rechtskräftigen Verurteilung im Buwog-Verfahren und einem daran anschließenden, siebenmonatigen Haftaufenthalt in Innsbruck nun im elektronisch überwachten Hausarrest. Er trägt eine Fußfessel und geht derzeit einer Arbeit in der Gamsstadt nach. Der ehemalige FPÖ-Politiker, später der ÖVP nahestehend, war von 2000 bis 2007 Finanzminister. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Unternehmerin und Swarovski-Millionenerbin Fiona Pacifico Griffini-Grasser, sowie der gemeinsamen Tochter wohnt er auf einem Anwesen in Kitzbühel.