CATL und HyperStrong unterzeichnen weltweit größtes Kooperationsabkommen zur Natrium-Ionen-Energiespeicherung

29.04.2026

NINGDE, China, 29. April 2026 /PRNewswire/ -- Am 27. April unterzeichneten CATL und HyperStrong in Ningde in der Provinz Fujian ein strategisches Kooperationsabkommen über Natrium-Ionen-Batterien zur Energiespeicherung. Die beiden Parteien kündigten eine dreijährige Partnerschaft über die Lieferung von Natrium-Ionen-Batterien mit einer Kapazität von 60 GWh an. Dies markiert einen bedeutenden Meilenstein für die Industrialisierung der Natrium-Ionen-Batterietechnologie.

Als erster strategischer Partner von CATL im Bereich der Natrium-Ionen-Energiespeicherung wird HyperStrong eng mit CATL in Bereichen wie Forschung und Entwicklung, Produktanwendungen sowie Projektumsetzung zusammenarbeiten.

Mit dieser Partnerschaft gelingt CATL der erfolgreiche Durchbruch entlang der gesamten Wertschöpfungskette für die Massenproduktion von Natrium-Ionen-Batterien. Damit verfügt das Unternehmen über Kapazitäten für Lieferungen im großen Maßstab. Zugleich stellt die Partnerschaft das bislang weltweit größte Lieferabkommen für Natrium-Ionen-Batterien dar und leitet eine neue Phase der groß angelegten Expansion der globalen Natrium-Ionen-Batteriebranche ein.

Durch Morphologiekontrolle und Oberflächenmodifikation hat CATL die Energiedichte von Natrium-Ionen-Batterien deutlich erhöht. Auf der Fertigungsseite hat das Unternehmen zentrale Prozessherausforderungen in der Massenproduktion systematisch gelöst, darunter Schaumbildung in Produktionslinien für Hartkohlenstoff sowie Feuchtigkeitskontrolle. Dazu nutzt CATL Kerntechnologien wie Porengrößenregulierung im Ångström-Bereich, molekulare Wasserbindung an der Oberfläche und adaptive dynamische Formierung. So wird eine gleichbleibende Qualität bei der Produktion großer Mengen sichergestellt.

Natrium-Ionen-Batterien bieten eine hervorragende Anpassungsfähigkeit über einen breiten Temperaturbereich hinweg, eine herausragende Zyklenlebensdauer bei hohen Temperaturen, eine geringere Wärmeentwicklung im Betrieb sowie niedrigere Belastungen durch Zellausdehnung. Daraus ergeben sich höhere Sicherheit und Stabilität. Bei Anwendungen zur Langzeit-Energiespeicherung lässt sich die Systemintegration wirksam vereinfachen. Dadurch werden Hilfsenergieverluste reduziert und die Gesamtanlageneffizienz sowie die Wirtschaftlichkeit umfassend verbessert.

Zusätzlich verfügen die Natrium-Ionen-Energiespeicherbatterien von CATL über ein plattformbasiertes Design mit demselben Formfaktor wie Lithium-Ionen-Batterien. Dadurch wird eine hohe Kompatibilität mit der bestehenden industriellen Wertschöpfungskette gewährleistet. Dies senkt die Anpassungskosten wirksam und verkürzt den Zeitraum von der Produktreife bis zum Einsatz in Kraftwerken erheblich.

Die Kooperation über 60 GWh Natrium-Ionen-Batterien markiert für beide Parteien einen wichtigen Meilenstein. Da die Natrium-Ionen-Technologie in eine Phase der groß angelegten Entwicklung eintritt, werden beide Seiten ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen, das hochwertige Wachstum der Energiespeicherbranche fördern sowie die globale Energiewende mit widerstandsfähigerer und vielfältigerer technologischer Unterstützung voranbringen.

Foto – https://mma.prnewswire.com/media/2967892/1.jpg

Cision View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/catl-und-hyperstrong-unterzeichnen-weltweit-groWtes-kooperationsabkommen-zur-natrium-ionen-energiespeicherung-302757836.html

Other news

Italien untersucht Angriff auf Strommast der TAL-Pipeline – Österreich bleibt versorgt

13.04.2026

Nach der Beschädigung eines Strommasts in der norditalienischen Provinz Udine ermitteln die Behörden zu einem möglichen Sabotagefall im Umfeld der Transalpine Ölpipeline (TAL). Betroffen ist ein Mast der 132-Kilovolt-Leitung Tolmezzo–Paluzza, der das Stromnetz zur Versorgung des Ölnetzwerks speist. Die Carabinieri befragen Fachleute des Netzbetreibers Terna, der den Schaden am 25. März gemeldet hatte. Ziel der Ermittlungen ist es, die Ursache der Unterbrechung im Stromnetz zu klären, die letztlich zu einem zeitweisen Stopp der Ölversorgung führte.

Videoaufnahmen des italienischen Senders RAI stützen nach Angaben aus Ermittlerkreisen den Verdacht, dass der Mast in einem schwer zugänglichen Gebiet nahe der Grenze zu Kärnten mit einem Schneidbrenner beschädigt worden sein könnte. Eine Sprecherin der TAL betonte gegenüber der Austria Presse Agentur (APA allerdings, dass es sich nicht um einen direkten Angriff auf die Pipeline selbst handle, sondern um einen Schaden an einer Terna-Anlage, die auch die TAL-Pipeline versorgt. Angaben zur Höhe des finanziellen Schadens und zu konkreten Auswirkungen auf den Betrieb machte das Unternehmen nicht.

Die TAL mit einer Gesamtlänge von 753 Kilometern – davon 161 Kilometer auf österreichischem Staatsgebiet in den Bundesländern Kärnten, Tirol und Salzburg – gilt als kritische Infrastruktur für die Energieversorgung in Österreich und Süddeutschland. Die Raffinerie der OMV in Schwechat bezieht ihr Öl laut dem Ölmarktexperten Johannes Benigni von der Energieberatungsfirma JBC Vienna nahezu vollständig über diese Leitung. Ohne die TAL habe Österreich „quasi kein Öl, außer das, was wir selber fördern“, sagte Benigni im Ö1-Morgenjournal. Das österreichische Energieministerium teilte dennoch mit, dass zu keinem Zeitpunkt eine kritische Versorgungslage bestanden habe: Die Raffinerie Schwechat habe über ausreichende Rohölbestände verfügt, der Vollbetrieb sei gesichert gewesen, und die Pflichtnotstandsreserven mussten nicht angetastet werden.

In Wien wurde der Vorfall sicherheitspolitisch eng begleitet. Das Innenministerium verwies auf die übliche enge Abstimmung mit den italienischen Sicherheitsbehörden in Fällen, die kritische Infrastrukturen betreffen. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den Betreibern solcher Anlagen zusammen und berät zu physischen, organisatorischen und hybriden Bedrohungen. TAL kündigte an, die bereits als hoch beschriebenen Sicherheitsvorkehrungen entlang der Pipeline nach dem Vorfall weiter zu verstärken. Der Fall rückt die Verwundbarkeit zentraler Energieadern Europas in den Fokus – auch wenn der aktuelle Zwischenfall die Versorgung Österreichs nach offizieller Darstellung nicht gefährdet hat.