MÜNCHEN, 29. April 2026 /PRNewswire/ -- Auf Basis der geprüften Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz von Nagarro im Jahr 2025 auf 999,3 Mio. €, gegenüber 972,0 Mio. € im Jahr 2024. Dies entspricht einem Wachstum von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Währungsbereinigt betrug das Wachstum des Jahresumsatzes 6,1 %. Der Gross Profit stieg 2025 auf 321,3 Mio. € (entsprechend einer Gross Margin von 32,2 %), gegenüber 295,8 Mio. € (entsprechend einer Gross Margin von 30,4 %) im Jahr 2024. Das bereinigte EBITDA sank von 147,5 Mio. € im Jahr 2024 auf 138,2 Mio. € im Jahr 2025. Die bereinigte EBITDA-Marge lag 2025 bei 13,8 % und damit innerhalb der angepassten Prognose von 13,5 % bis 14,5 %; sie ist damit gegenüber 15,2 % im Jahr 2024 zurückgegangen. Das EBITDA belief sich 2025 auf 118,7 Mio. €, gegenüber 134,0 Mio. € im Jahr 2024.

Das EBITDA im Geschäftsjahr 2025 wurde durch einen nicht realisierten Wechselkursverlust in Höhe von 15,5 Mio. € aus konzerninternen Darlehen innerhalb der Nagarro-Gruppe beeinflusst; dieser Betrag wurde nicht bereinigt. Zu den in den Bereinigungen des EBITDA enthaltenen Sondereffekten gehört ein einmaliger Aufwand in Höhe von 12,4 Mio. € im Zusammenhang mit der Umsetzung neuer Arbeitsgesetze in Indien, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen aufgrund von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand geführt haben.
Das EBIT belief sich 2025 auf 83,0 Mio. €, gegenüber 96,7 Mio. € im Jahr 2024. Das Periodenergebnis betrug 2025 39,5 Mio. €, gegenüber 49,2 Mio. € im Jahr 2024. Die Zahl der Kunden, mit denen Nagarro einen Jahresumsatz von über einer Million Euro erzielte, lag 2025 bei 180, gegenüber 186 im Jahr 2024. Die Zahl der Großkunden ging zurück, da mehrere implementierungsorientierte Projekte erfolgreich abgeschlossen und in stabile, laufende Managed-Services-Verträge umgewandelt wurden.
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit stieg im Jahr 2025 auf 102,8 Mio. €, gegenüber 86,5 Mio. € im Jahr 2024. Die Inanspruchnahme des Factoring-Programms ohne Rückgriffsrecht wurde im Jahr 2025 um 8,8 Mio. € erhöht. Die Forderungslaufzeit, die basierend auf den vierteljährlichen Umsatzerlösen berechnet wird und sowohl Vertragsvermögenswerte als auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhaltet, hat sich von 88 Tagen am 31. Dezember 2024 auf 82 Tage am 31. Dezember 2025 verbessert.
Die Zahlungsmittel von Nagarro betrugen Ende 2025 124,6 Mio. €, gegenüber 192,6 Mio. € Ende 2024. Die Finanzverbindlichkeiten von Nagarro beliefen sich zum Jahresende 2025 auf 310,1 Mio. €, gegenüber 329,6 Mio. € zum Jahresende 2024. Das Unternehmen kaufte im Geschäftsjahr 2025 für insgesamt 67,8 Mio. € 919.421 eigene Aktien zurück. Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte das Unternehmen 18.003 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je Aktie vorschlagen. Damit wird die langfristige Wertschöpfungsstrategie des Unternehmens erneut unterstrichen.
Nachfolgend findet sich eine Zusammenfassung der geprüften Zahlen für das Jahr 2025:
2025 Mio.EUR | 2024 Mio.EUR | Wachstum | |
Umsatz | 999,3 | 972,0 | 2,8 % gegenüber dem Vorjahr |
Gross Profit | 321,3 | 295,8 | 8,6 % gegenüber dem Vorjahr |
Gross Margin | 32,2 % | 30,4 % | |
Bereinigtes EBITDA | 138,2 | 147,5 | -6,3 % gegenüber dem Vorjahr |
Bereinigte EBITDA-Marge | 13,8 % | 15,2 % | |
EBITDA | 118,7 | 134,1 | -11,5 % gegenüber dem Vorjahr |
EBIT | 83,0 | 96,7 | -14,2 % gegenüber dem Vorjahr |
Ergebnis der Periode | 39,5 | 49,2 | -19,7 % gegenüber dem Vorjahr |
Über Nagarro
Nagarro, ein weltweit führendes Unternehmen für Digital Engineering, unterstützt Kunden dabei, "fluidic", innovative, digital-first Unternehmen zu werden und dadurch auf ihren Märkten erfolgreich zu sein. Das Unternehmen zeichnet sich durch seinen unternehmerischen, agilen und globalen Charakter, seine CARING-Mentalität und seine "Fluidic Intelligence"-Vision aus. Nagarro beschäftigt rund 18.000 Mitarbeitende und ist in 38 Ländern vertreten. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.nagarro.com.
FRA: NA9 (SDAX/TecDAX, ISIN DE000A3H2200, WKN A3H220)
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Im Privatkonkursverfahren des früheren österreichischen Finanzministers Karl-Heinz Grasser stehen Forderungen in Millionenhöhe im Raum. Beim Bezirksgericht Kitzbühel wurden laut Gläubigerschutzverband KSV1870 Forderungen von deutlich über 30 Millionen Euro angemeldet, in einem Verfahrensteil ist von insgesamt rund 35,6 Millionen Euro die Rede. Insolvenzverwalter Herbert Matzunski aus Innsbruck erkennt davon nach aktuellem Stand rund 23,1 Millionen Euro an. Grassers Anwalt Thomas Payer rechnet damit, dass „deutlich über 22 Millionen“ Euro formell bestätigt werden.
Zu der sogenannten Prüfungstagsatzung in Kitzbühel erscheint Grasser selbst nicht. Der Ex-Minister sei zur Teilnahme nicht verpflichtet und könne „nichts beitragen“, begründet Payer die Entscheidung. Es handle sich um einen üblichen, eher unspektakulären Termin, der in etwa einer halben Stunde erledigt sein dürfte und in dem ausschließlich die eingebrachten Forderungen behandelt werden. Zehn Gläubiger haben Ansprüche angemeldet, der mit Abstand größte Gläubiger ist die Republik Österreich, die unter anderem rund 12,7 Millionen Euro aus Schadenersatzansprüchen im Zusammenhang mit dem Buwog-Verfahren sowie 7,9 Millionen Euro an Steuerforderungen geltend macht.
Zur Masse gehören auch persönliche Vermögenswerte des 57-Jährigen: So wurde eine Uhr Grassers vom Insolvenzverwalter um 25.000 Euro verkauft, zudem ist seine Lebensversicherung aufgelöst worden. In einem weiteren Verfahren in Liechtenstein wird ein Geldwäsche-Komplex geprüft. Grasser hatte Ende April 2025 Privatkonkurs beantragt und ein Schuldenregulierungsverfahren angestrebt; er wollte sich über eine Barquote von 3 Prozent innerhalb von zwei Wochen entschulden.
Grasser lebt in Kitzbühel und befindet sich nach seiner rechtskräftigen Verurteilung im Buwog-Verfahren und einem daran anschließenden, siebenmonatigen Haftaufenthalt in Innsbruck nun im elektronisch überwachten Hausarrest. Er trägt eine Fußfessel und geht derzeit einer Arbeit in der Gamsstadt nach. Der ehemalige FPÖ-Politiker, später der ÖVP nahestehend, war von 2000 bis 2007 Finanzminister. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Unternehmerin und Swarovski-Millionenerbin Fiona Pacifico Griffini-Grasser, sowie der gemeinsamen Tochter wohnt er auf einem Anwesen in Kitzbühel.